42. AvD Oldtimer Grand Prix am Nürburgring: Jaguar, der kleine Große.

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Auf dem 42. AvD Oldtimer Grand Prix am Nürburgring gibt es für Jaguar viel zu feiern: neben den erfreulichen deutschen Absatzzahlen und der Präsentation des F-Type Project 7, feiert das dreimalige Le Mans Siegerauto D-Type 60-jähriges Jubiläum. Die Prominenz in Form von beispielsweise Johann Lafer, Christian Danner oder Anja Kling weiß den starken Markenauftritt des kleinen deutschen Importeurs in der letzten Rechtskurve vor der Start- und Ziel-Geraden zu schätzen und auch der 94-jährige Norman Dewis – ehemaliger Jaguar Chef-Entwickler der Jaguar Rennfahrzeuge – überzeugte am Samstag mit spannenden Geschichten.


Samstag am Nürburgring, Sonntag schon in Pebble Beach.

Und das alles mit 94 Jahren und spannenden Geschichten aus 33 Jahren aktiver Gestaltung bei Jaguar – auch rund um den Jubilar Jaguar D-Type: „Insgesamt handelte es sich beim D-TYPE im Vergleich zum C-TYPE um einen lupenreinen Rennwagen“, stellt Chef-Entwickler Norman Dewis fest. „Der D hatte zwei große Vorteile: weil er zwei Tanks hatte, veränderte sich sein Fahrverhalten während des Rennens nicht so stark wie beim C, der seinen ganzen Sprit in einem einzigen, im Heck untergebrachten Reservoir mitführte.

Galerie: Jaguar auf dem 42. Oldtimer Grand Prix am Nürburgring 2014

Jaguar auf dem 42. Oldtimer Grand Prix am Nürburgring 2014
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Und nach Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsbahn von MIRA mit ihren bis zu 33 Grad überhöhten Steilkurven konnten wir den neuen Wagen nun über einen 4,5 Kilometer langen Rundkurs ohne Pause mit Volldampf auf Herz und Nieren testen. Zuvor standen uns nur lange Geraden und Flugzeugrollbahnen zur Verfügung. Auf denen man nur kurzzeitig an die Höchstgeschwindigkeit der Autos herankam.“

Jaguar D-Type schnellster Wagen auf dem Rundkurs.

Seinen ersten Renneinsatz erlebte der Werks-D-TYPE-Prototyp am 8. Mai 1954 in Le Mans. Wie das damals eben so war, hatte er sich dorthin in Begleitung des XP/11 und eines Service-Wagens auf eigener Achse aufgemacht. Dort unterbot er mit Werksfahrer Tony Rolt den im Jahr 1953 von Alberto Ascari auf einem 4,5-Liter-Ferrari 375 MM aufgestellten Rundenrekord um 5,2 Sekunden. Im Vergleich zum C-TYPE-Siegerwagen von 1953 betrug der Unterschied sogar acht Sekunden. Auf der Mulsanne-Geraden erreichte der neue Jaguar mit 272 km/h eine um 22,5 km/h höhere Höchstgeschwindigkeit als der Schnellste des Rennens von 1953.

 

Jaguar auf dem OGP 2014

Während der Prototyp nach dieser ermutigenden Premiere für weitere Tests mit Dewis genutzt wurde, entstanden parallel drei speziell für Le Mans aufgebaute und um die stabilisierend wirkende Heckfinne erweiterte D-TYPE-Fahrzeuge.

F-Type Project 7 feiert Deutschland-Premiere.

Auch der als erstes Projekt der neu gegründeten Spezialabteilung Jaguar Land Rover Special Operations aufgelegte Project 7 hat eine Lizenz für die Straße. Der puristische „Speedster“ mit seiner um 114 Millimeter gekappten Windschutzscheibe wird in einer auf weltweit 250 Einheiten limitierten Kleinserie aufgelegt; darunter 20 Exemplare für Deutschland. Erste Auslieferungen starten Mitte 2015.

Als schnellstes Jaguar Serienmodell aller Zeiten wird F-TYPE Project 7 von einem auf 575 PS gesteigerten Supercharged-V8 mit 5,0 Liter Hubraum angetrieben. Damit erledigt der Supersportler den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit wird bei 300 km/h abgeriegelt. Neben serienmäßig installierten Karbon-Keramik-Bremsen sorgen spezielle Aerodynamik-Teile aus Kohlefaser, ein betont sportliches Fahrwerks-Set- Up und eng anliegende Schalensitze für ultimative Fahrerlebnisse.

Jaguar auf dem OGP 2014 09

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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