Der grüne Anstrich deutscher Autohersteller und welche Elektroautos sie tatsächlich anbieten

Elektroauto kaufen - Renault Twizy (2013)

Elektroautos sind in aller Munde doch noch bietet kein deutscher Hersteller tatsächlich bezahlbare Modelle an, von einer Großserienproduktion sind die meisten noch weit entfernt. Wir geben einen Überblick über die Bemühungen der deutschen Autobauer und darüber wie weit sie bei der Entwicklung von verkaufbaren Elektroautos sind.

Opel Elektroautos

Opel Ampera ElektroautoSchon in den nächsten Wochen soll der Ampera von Opel zu kaufen sein. Der Ampera ist eine Mittelklasseauto, das von einem Elektromotor angetrieben wird. Zur Verlängerung der Reichweite hat Opel einen Range Extender verbaut, ein Benzinmotor, der als Generator arbeitet und Strom für die Lithium-Ionen-Batterie erzeugt.

Die Reichweite des Elektroautos soll dank Range Extender bei 500 Kilometern liegen. Technisch ganz und optisch fast identisch ist der Chevrolet Volt von der Konzernmutter GM. Opel rechnet mit einer Stückzahl von 12.000 Einheiten pro Jahr, der Preis des Opel Ampera beginnt bei 42.900 Euro.


Daimler Elektroautos

Car2Go: 300 Smart Elektroautos für AmsterdamDer Daimlerkonzern hat sich zunächst daran gemacht, den Kleinwagen Smart zu elektrifizieren. Der Smart Electric Drive hat eine Reichweite von 140 Kilometern und soll 2012 in einer Großserie auf den Markt kommen. Der Kaufpreis des Smart Electric Drive soll unter 20.000 Euro liegen, die Batterie ist dabei jedoch ausgeklammert, sie muss in jedem Fall gegen einen monatliche Gebühr von 60 Euro geleast werden.

Das zweite Fahrzeug mit elektrischem Antrieb des Daimlerkonzerns wird unter der Marke Mercedes erscheinen. Schon 2014 will Mercedes das Kompaktfahrzeug B-Klasse mit Brennstoffzellentechnologie auf den Markt bringen. Die Brennstoffzelle ersetzt die Batterie und der benötigte Strom wird in der Brennstoffzelle an Board produziert.

Mercedes B-Klasse B-Plus mit Range ExtenderEbenfalls in Planung ist die B-Klasse Plus. Das Fahrzeug hat den gleichen technologischen Ansatz wie der Opel Ampera. Auch hier sorgt ein Verbrennungsmotor als Generator für eine verlängerte Reichweite des elektrisch angetriebenen Fahrzeuges, die Markteinführung ist noch offen.


BMW Elektroautos

BMW hat für die Verbreitung von Elektroautos gleich eine neue Submarke gegründet – sie heißt BMW i. Unter diesem Label soll schon 2013 der jetzt auf der IAA gezeigte BMW i3 auf den Markt kommen. Der Preis des BMW i3 soll geringer sein als der des Opel Ampera, damit müsste das Modell für unter 40.000 Euro zu haben sein.


VW Elektroautos

Elektroauto Test: VW startet Erprobungsflotte mit Golf blue-e-motionDer größte europäische Autokonzern will 2013 mit einem Elektroauto auf den Markt kommen, wahrscheinlich wird das erste rein elektrisch angetriebene Modell aus Wolfsburg eine Variante des VW Golf sein doch auch der auf der IAA vorgestellte Kleinwagen VW up! Soll mit E-Antrieb ausgestattet werden. Der VW Chef Martin Winterkorn sagte, VW werde der erste Konzern sein, der ein Elektroauto für alle anbieten werde – man darf also gespannt sein, welchen Preis die Wolfsburger erreichen können.


Audi Elektroautos

Audi A3 e-tron: Ingolstädter Vision eines alltagstauglichen ElektroautosBereits ein Jahr vor dem Mutterkonzern VW, wird Audi eine Kleinserie des Audi 2012 den Audi e-Tron auf den Markt bringen. Konkrete Angaben zum anvisierten Verkaufspreis – Fehlanzeige. Sicher ist nur, dass der e-Tron kein Auto für die Masse werden wird. Dazu haben schon eher die Modelle Audi A1 und Audi A3 eine Chance, sie werden aber nicht vor 2013 auf den Markt kommen.

 

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Das Angebot wird von autohaus24.de zur Verfügung gestellt. Stand der Preise und Angaben: 17.01.2013. Preise können inzwischen abweichen.

Comments

  1. Oeyn@ktiv says

    Bei der E-Mobilität wird häufig darauf hingewiesen, dass nur dann ein positiver Klimaschutzeffekt gewonnen wird, wenn die Primärenergie aus erneuerbaren Quellen stammt. Das ist zweifelsfrei richtig, wird meiner Meinung nach jedoch überbewertet. Denn diejenigen, die selbst bei den hohen Anschaffungspreisen schon heute einen Kauf erwägen, tun dies aus Umwelt- bzw. Klimaschutzengagement. Der Großteil dieser Menschen bezieht schon jahrelang Ökostrom, als Fukushima noch gar kein Thema war. Ich vermute zudem, dass viele dieser Menschen (wie auch ich) selbstverständlich Solaranlagen auf den eigenen Dächern haben, oder in entsprechenden Energiegesellschaften investiert sind. E-Mobile sind Kurzstreckenfahrzeuge, welche Bus- und Bahn ergänzen. Und sie haben den Vorteil gegenüber den Verbrennungsmotoren, dass Sie keine wertvollen Ölvorräte (die benötigen wir schließlich noch woanders) verschwenden, durch zusätzliche Stickoxyd-Abgase die Luft verpesten oder Lärm verursachen. Der deutschen, ölscheichabhängigen (wer sind schließlich die Hauptaktionäre) Autoindustrie kann ich nur dringends raten, sich dieser Technologie nicht zu verschließen. Die anderen schlafen auch nicht auf den Ästen.

  2. says

    Dass nur mit erneuerbarer Energie das Elektroauto einen Gewinn bringen kann ist wohl gängige Meinung, stimmt aber so nicht. Selbst mit reinem Kohlestrom werden die Abgase nämlich dem Fussgänger nicht ins Gesicht geblasen und die Effizienz eines guten Elektroautos kann so hoch sein, dass immer noch ein Gewinn resultiert. Das lässt sich z.B. mit den Verbrauchsdaten des Tesla Roadster nachrechnen. Einen so effizienten Antriebsstrang zu bauen ist allerdings nicht so einfach, wie gelegentlich behauptet wird.

    Dass ein Elektroauto nur für die Stadt gut ist, entspringt einer sehr kurzfristigen Sicht. Die heute käuflichen Elektroautos von Mitsubishi und Nissan zeigen bloss einen gerade zur Zeit praktikablen Kompromiss aus Preis und Reichweite. In Zukunft kann sich dieses “Optimum” sehr schnell zu Gunsten viel grösserer Reichweiten verschieben.
    - Alfred

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