Jaguar F-Type kommt als Allrad, Cabrio und mit Schaltgetriebe.

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Bei unseren Fahrtests auf Landstraße und Rundkurs mit den Jaguar F-Type Modellen waren wir begeistert. Doch ab sofort stehen vom Jaguar F-Type statt bisher sechs, vierzehn Varianten zur Verfügung. Jaguar erweitert jedes Modell um eine Allrad-Version und jedes heckgetriebene Supercharged Modell um eine Handschalt-Version. Der Allradantrieb bringt das F-Type R-Coupé mit Automatikgetriebe so in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 Km/h, ohne den Heckantriebscharakter zu verwischen. Optisch sind die Allradmodelle an modifizierten Lufteinlässen sowie an stärker ausgeformten Power-Domes auf der Motorhaube zu erkennen.


Neues F-Type R Cabriolet mit Heck- und Allradantrieb.

Auf der Los Angeles Autoshow präsentiert Jaguar erstmals die R-Version des F-TYPE Cabriolets. Es ist sowohl mit Heck- als auch mit Allradantrieb zu ordern und ersetzt das bisherige V8 S-Modell mit 495 PS und ausschließlich angetriebener Hinterachse. Im Herzen arbeitet jetzt ein aus Aluminium gefertigter Viernocken-5,0-Liter-V8 mit Direkteinspritzung und Twin-Vortex-Kompressor mit 550 PS und 680 Nm Drehmoment.

Geschaltet wird über Paddles hinter dem Lenkrad, die Anweisungen über ein Quickshiftgetriebe (Wandler) an die zwei beziehungsweise vier Räder weitergeben. Mit der Extra-Traktion des Allradsystems im Rücken egalisiert das schnelle Cabriolet die 0-100 km/h-Zeit des R Coupés von 4,1 Sekunden. Sein Auslauf endet ebenfalls bei elektronisch begrenzten 300 km/h.

Galerie: Jaguar F-Type R Coupe

Jaguar F-Type R Coupe
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Intelligenter Allradantrieb für alle Modelle. Doch auf trockener Fahrbahn 100 Prozent hecklastig.

Erkennen kann man die Allradmodelle an einer Motorhaube mit stärker akzentuiertem Power-Dom. Die beidseitigen Lüftungsschlitze sind stärker auseinander und weiter nach vorn Richtung Front angeordnet als bei den F-TYPE-Modellen mit Heckantrieb. AWD V6- Modelle zeichnen sich darüber hinaus durch neue 19 Zoll Leichtmetallfelgen im Design „Volution“ aus. Bei trockener Fahrbahn schickt das intelligente Allrad-System 100 Prozent des Drehmoments weiterhin an die Hinterräder. Sobald aber ein Rad ein bisschen Schlupf bekommt, wird die Kraft sofort anders verteilt. So verlieren die F-Type Modelle nicht ihren Heckantriebscharakter.

Jaguar F-Type R Coupé mit Allrad
Jaguar F-Type R Coupé mit Allrad

Annäherung an Porsche: Torque Vectoring, Sport Design Paket, …

Auch Porsche benennt sein System, das alle vier Räder unabhängig voneinander ansteuern kann und beim Herausbeschleunigen aus Kurven so das Fahrzeug-äußere Rad stärker beschleunigen kann, als das -innere, Torque Vectoring. Auch finden sich bei Porsche Sonderwunsch-Optionen wie beispielsweise ein Sport Design Paket für all jene, die ihren F-TYPE gerne noch etwas exklusiver haben wollen.

Das ist auch kein Wunder, denn einige der ehemaligen Porsche-Führungsriege sind nun bei Jaguar unter Vertrag und scheinen mehr als nur jeden Monat auf die Aktivitäten von Porsche zu schielen. Das Sport Design Paket zeigt sich mit einem modifizierten Frontsplitter, breiteren Seitenschwellern und vergrößertem Heckdiffusor.

Weitere Neuerungen des Modelljahres 2016.

Die Modifikationen am Jaguar F-TYPE Modelljahr 2016 sind nicht allein auf das Fahrwerk, das neue Sechsgang-Handschaltgetriebe für die V6-Modelle und die Antriebssysteme beschränkt: so präsentiert sich zum Beispiel das Instrumentenbrett mit neu gezeichneten Runduhren und Anzeigen. Auch das Infotainment-System hat Jaguar aufgewertet: Die Routenführung wurde gegenüber der Vorgänger-Anlage beschleunigt, erstmals erhältlich ist darüber hinaus eine Kartierung auf Basis einer SD-Speicherkarte.

Zugleich ist nun auch der F-TYPE mit neuen Telematik-Funktionen ausrüstbar. So kommt hier das selbe Diebstahl-Schutzsystem zum Einsatz wie bei den Schwestermodellen von Land Rover: sollte das Fahrzeug einmal gestohlen werden, wird der Fahrer über eine Smartphone-App informiert. Die Behörden können das Fahrzeug dann orten.

Zurücklehnen und anschauen. Mehr nicht.

Seine geographische Herkunft kann das F-Type Coupé nicht leugnen – ist doch eine Ähnlichkeit in der Formensprache zu Aston Martin offensichtlich; besonders in der Seitenansicht ist dies gut zu sehen. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall, denn der aktuelle Chef-Designer von Jaguar war vorher in der gleichen Position bei Aston Martin. Ihm ist es gelungen, das Fahrzeug unverkennbar britisch zu gestalten und mit einer unglaublichen Oberflächenspannung zu versehen (alleinig die Ungleichmäßigkeit verschiedener Fugen stört manchmal das Bild), dabei aber gleichzeitig typische Merkmale von Jaguar zu betonen und am Fahrzeug zu verarbeiten. Die selbstbewusste Kommunikationsfarbe „Firesand“ des R Coupés unterstreicht dabei die Emotionalität und stellt mit Hilfe des Sonnenlichtes und dem dabei entstehenden Farbverlauf die starken Linien der Karosserie in den Vordergrund.

Ab 65.000 Euro zu haben. Das Topmodell liegt bei 119.800 Euro.

Wer sich für einen fahraktiven, hochemotionalen und besonderen Sportwagen interessiert und einen vergleichsweise angemessenen Kaufpreis bezahlen will, für den ist das F-Type S Coupé (mit Schaltgetriebe 77.000 Euro) genau das richtige. Der Sound des V6 mit optional bestellbarer Klappenabgasanlage ist genauso reizvoll (sogar ein bisschen ähnlich) wie der des V8-Aggregates mit optional bestellbarem Klappenauspuff. Klar, mehr Leistung zieht die Mundwinkel immer nach oben, der Grundpreis von 119.800 Euro für das Allradgetriebene F-Type R Cabriolet dürfte dies aber bei einigen wieder schnell neutralisieren.

Die Preise aller neuen F-TYPE-Varianten.

• F-TYPE S AWD Coupé – 380 PS: 85.500 Euro
• F-TYPE S AWD Cabriolet – 380 PS: 92.500 Euro
• F-TYPE R AWD Coupé – 550 PS: 112.800 Euro
• F-TYPE R AWD Cabriolet – 550 PS: 119.800 Euro
• F-TYPE Coupé (Schaltgetriebe) – 340 PS: 65.000 Euro
• F-TYPE Cabriolet (Schaltgetriebe) – 340 PS: 72.000 Euro
• F-TYPE S Coupé (Schaltgetriebe) – 380 PS: 77.000 Euro
• F-TYPE S Cabriolet (Schaltgetriebe) – 380 PS: 84.000 Euro

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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