Mercedes-Benz NECAR 5 (2000)

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NECAR 1 bis 4 zeigten in nur fünf Jahren eine rasante Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie. Im NECAR 5 schließlich, das zur Wasserstofferzeugung wieder den bereits bekannten Methanol-Reformer nutzte, wurden einige der wichtigsten Entwicklungsziele verwirklicht, allen voran die Verkleinerung des Antriebssystems, das nun komplett in einem A-Klasse-Modell unterzubringen war, ohne mehr Platz zu beanspruchen als ein konventioneller Benzinantrieb.


Mercedes-Benz NECAR 5 (2000)

Vom rollenden Labor zum Sandwich-Reformer

NECAR 5 setzt konsequent fort, was seine Vorgänger bereits in Angriff genommen hatten: Verkleinerung und Leistungssteigerung der Brennstoffzelle, Verkleinerung des Methanol-Reformers, in dem der zum Betrieb nötige Wasserstoff gewonnen wird, Unterbringung des ganzen Systems in einem Fahrzeug, das sich äußerlich nicht mehr von einem Serienmodell unterscheiden lässt und fünf Passagieren ohne Einschränkung Platz bietet.

Galerie: Mercedes Benz Necar 5 2000

Mercedes Benz Necar 5 2000
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Füllte der Methanol-Reformer im NECAR 3 noch die hintere Hälfte des Fahrzeugs komplett aus, so passt er nun neben die ebenfalls geschrumpfte Brennstoffzelle in den Sandwichboden. 75 PS Leistung und eine Spitzengeschwindigkeit von 145 km/h – wie beim Vorgänger NECAR 4 – gehören bereits zum guten Ton, und die Reichweite von 400 Kilometern ist mit 45 Litern Methanol abgedeckt.

Zur Erinnerung: Für 450 Kilometer benötigte der Vorgänger noch 100 Liter Flüssigwasserstoff. Die rasante Verbesserung der Systeme berechtigte zu großen Hoffnungen. Nun musste man praktisch nur noch einsteigen und losfahren. Und so geschah es – im Dezember 2001.

Sechstausend Kilometer Teststrecke

Im Dezember 2001 wurde das NECAR 5 flügge: Auf normalen öffentlichen Straßen und unter Alltagsbedingungen legte das Testfahrzeug in nur zwei Tagen mehr als 1000 Kilometer zurück und bewies dabei Zuverlässigkeit und Belastbarkeit. Die Ergebnisse spornten die Entwicklercrew an, sich an einen größeren Test zu wagen. Und so brach man am symbolträchtigen 20. Mai 2002 – exakt 75 Jahre zuvor hatte Flugpionier Charles Lindbergh die erste Atlantiküberquerung begonnen – in San Francisco zu einer Transkontinentalfahrt auf.

 

Mehr als 5000 Kilometer musste NECAR 5 zurückzulegen, durch Wüsten, über verschneite Pässe und unter den unterschiedlichsten Wetter- und Straßenbedingungen. Das satellitengestützte High-Tech-Unternehmen verlief ermutigend und erbrachte nicht nur massenweise verwertbare Fahrzeugdaten, sondern auch einen erheblichen Prestigegewinn für die Brennstoffzellentechnologie.

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