Neuer Ford Mondeo: Besser spät als nie!

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Schon seit einem Jahr ist das baugleiche Pendant des Ford Mondeo, names Fusion, in den USA auf dem Markt. Wegen Produktionsstätten-Umstrukturierungen kommt der Fusion erst jetzt als Mondeo auf den europäischen Markt – mit einer leicht geschärften Linie und neuer Technik.


Endlich ist der Kühlergrill nicht mehr so groß!

Bisher stimmten die Proportionen der Front beim Fiesta und Focus nicht, denn der Aston-Martin Kühlergrill war viel zu groß dimensioniert – den Scheinwerfern wurde kaum noch Platz gelassen. Doch jetzt ist alles anders: ein wohl positionierter und eingebundener Kühlergrill ruft ein positives Image hervor und harmonisiert den Mondeo in der Frontansicht.

Galerie: Ford Mondeo (2015)

Ford Mondeo (2015)
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Ford Mondeo (2015)

Das Kleid des neuen Ford Mondeo ist leicht wiederzuerkennen, doch die Feinheiten können sich zeigen: scharfer Knick in der Flanke, Powerdomes auf der Motorhaube und klare Scheinwerfer – auf Wunsch in Voll-LED-Technik inklusive pulsierende Seitenblinker (1.250 Euro).

Effizientere Motorenpalette – auch ein Hybrid ist dabei.

Der neue Ford Mondeo ist mit drei neuen EcoBoost Benziner bestellbar: ein 1,5 Liter-Vierzylindermotor mit 160 PS, einem Drehmoment von 240 Nm, einer Höchstgeschwindigkeit von 222 Km/h und einem kombinierten Verbrauch von 5,8 Litern/100 Kilometern sowie ein 2,0-Liter Benziner mit wahlweise 203 PS und 240 PS mit variabler Turbinengeometrie stehen ab Marktstart zur Verfügung. Die 160 PS bringen den Mondeo in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 Km/h. Der 2,0 Liter Motor mit 240 PS und 340 Nm Drehmoment kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 240 Km/h – in 7,9 Sekunden geht es von 0 auf 100 Km/h.
Mitte des nächsten Jahres hält auch der 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner Einzug in die Mondeo-Baureihe. Die benzingetriebenen Versionen erhalten jeweils ein Sechsgang-Handschaltgetriebe serienmäßig – optional ist auch eine Sechsstufen-Doppelkupplung (Automatik) erhältlich.

Auf der Dieselseite steht ein 2,0-Liter-Aggregat in zwei Leistungsstufen bereit: 150 PS und 180 PS. Ab Mitte 2015 steht für die Baureihe auch der gleiche 2,0-Liter-TDCi-Motor zur Wahl, der dank sequenzieller Bi-Turbo-Aufladung 210 PS leistet und mit einem Drehmoment von 450 Nm aufwartet. Doch die Rolle des Einstiegsmotors übernimmt bereits zur Markteinführung ein 1,6-Liter-TDCi mit einer Leistung von 115 PS.

Der neue Mondeo Hybrid ist das erste jemals von Ford in Europa produzierte Modell mit Hybrid-Antrieb. Das Unternehmen hat den energieeffizienten Antriebsstrang im Kleid der viertürigen Stufenhecklimousine untergebracht. Der Mondeo Hybrid kombiniert einen speziell entwickelten 2,0-Liter-Benziner mit einem Elektroantrieb und einer Lithium-Ionen-Batterie, die über eine Speicherkapazität von 1,4 kWh verfügt. Ab Mitte 2015 stehen die Dieselversionen mit 150 PS und 180 PS auch in Kombination mit Allradantrieb zur Verfügung.

Karosserietechnik: 115 Kilogramm eingespart!

Der neue Mondeo profitiert von modernen Werkstoffen und Produktionstechnologien. Das Resultat ist eine um zehn Prozent verwindungssteifere Fahrzeugstruktur und weiter verbesserte Sicherheitsstandards bei gleichzeitig reduziertem Gewicht.

Die Karosseriestruktur des neuen Mondeo besteht zu 61 Prozent aus hoch- und höchstfesten Stählen – die Heckpartie ist mit Magnesium-Komponenten verstärkt. Durch die Verwendung von speziell gehärtetem Stahl für die Dachkonstruktion sinkt das Gewicht um 0,5 Kilogramm. Zudem besitzt der neue Ford Mondeo einen speziellen Querstabilisator, der die Krafteinwirkung bei einem Frontalaufprall reduziert und ein Verschieben des Lenkgestänges minimiert. Die Seitenschweller aus Boron-Stahl bieten einen verbesserten Seitenaufprallschutz und die Stoßstangen sind aufgrund einer Energie-absorbierenden Struktur unempfindlicher. In Kombination mit dem 1,5 Liter-EcoBoost-Vierzylinder, wurde eine Gewichtseinparung von insgesamt 115 Kilogramm realisiert. Der neue Mondeo hat eine Länge von 4,87 Meter und einer Breite von 1,85 Meter sowie einer Höhe von 1,48 Meter. Der Radstand beträgt 2,85 Meter.

Ford Mondeo (2015) Fußgängererkennung
Ford Mondeo (2015) Fußgängererkennung

Debüt der serienmäßigen Fußgängererkennung.

Natürlich finden auch jede Menge elektronische Helferlein Einzug in die neue Mondeo-Baureihe: so kommt der Kollisions-Assistent mit Fußgängererkennung serienmäßig. Dieser nutzt die Informationen der Frontkamera im Innenspiegel und der Radarsensoren in der vorderen Stoßstange, um Passanten auf oder neben der Straße anhand ihrer Silhouette zu identifizieren. Droht ein Zusammenstoß, warnt es den Fahrer zunächst durch optische und akustische Signale. Zugleich schärft das System die Bremsen vor, um die Reaktionszeit im Ernstfall zu verkürzen. Bleibt die notwendige Reaktion des Fahrers aus, bremst die Technik das Fahrzeug automatisch ab, um einen Unfall zu verhindern oder zumindest seine Folgen zu minimieren.

LED-Scheinwerfer und weitere Fahrer-Assistenz-Systeme.

Erstmals bei einem Modell von Ford werden sowohl das Abblend- als auch das Fernlicht sowie die Blinkerfunktion komplett von LED übernommen. In Kombination mit dem adaptivem Kurvenlicht passen sie sich in Leuchtstärke und -weite automatisch der jeweiligen Geschwindigkeit an.
Zudem kommt ein vollautomatischer Ein- und Auspark-Assistent zum Einsatz, ein radargestütztes automatisches Bremssystem, ein Distanz-Warner sowie ein Abstandsregeltempostat, ein Fahrspurhalte-Assistent und ein Verkehrsschilder-Erkennungssystem.

Ford Mondeo (2015) Interieur
Ford Mondeo (2015) Interieur

Ab Februar 2015 beim Händler. Für 27.100 Euro Grundpreis.

Der neue Ford Mondeo ist ab November als vier- und fünftürige Limousine sowie als eigens für den hiesigen Kontinent entwickelte Kombi-Version Turnier bestellbar. Der offizielle Marktstart ist für Februar 2015 geplant. Preise starten bei 27.100 Euro – doch das eigentliche Einstiegsmodel mit 1,0-Liter-EcoBoost-Motor kommt erst Mitte 2015 auf den Markt. Hier kann man mit einer deutlichen Preissenkung rechnen.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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