Porsche und Le Mans: Warum es den Motorsport immer geben wird.

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Viele Rennserien und Rennstrecken erfreuen sich auch heute noch an hohen Zuschauerzahlen und großer medialer Aufmerksamkeit. Auch scheinen die zahlreichen Motorsport-Events beim Großteil unserer Gesellschaft auf Akzeptanz oder sogar Begeisterung zu stoßen. Angesichts der ausführlichen und teils hitzigen Klima- und Umweltdebatten der vergangenen Jahre rund um das Automobil – entfacht und angetrieben durch die ökologisch-soziale Politik – ist dies für die Veranstalter und Teilnehmer zwar hoch erfreulich und unter öffentlichkeitspolitischen Gesichtspunkten immens wichtig, aber keineswegs eine Selbstverständlichkeit.


Porsche 919 für Le Mans
Porsche 919 für Le Mans

Technologiefortschritt und -transfer.

Denn es ist das Ergebnis einer Entwicklung der Automobilhersteller in Gemeinsamkeit mit den Motorsportgremien (wie zum Beispiel der Féderation Internationale de l’Automobile, FIA), die seit Jahrzehnten die Gestaltung des Reglements mit dem Ziel des Technologiefortschritts ehrgeizig und aktiv übernehmen und somit ihre eigene Außenwirkung nachhaltig und glaubwürdig an die aktuellen Rahmenbedingungen anpassen.

Galerie: Porsche im Motorsport 919 und 911 GT3 RSR

Porsche im Motorsport 919 und 911 GT3 RSR
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Trotzdem folgte auf die öffentliche Diskussion über Klima und Umwelt in der gesamten Automobilwirtschaft ein Paradigmenwechsel: die Thematik über alternative und ressourcenschonende Antriebssysteme nimmt im Zuge verschiedener Treiber mit exponentiell wachsenden Schritten die Köpfe der Unternehmen ein. Porsche war schon immer (und ist heute mehr denn je) eines der innovativsten Unternehmen – nicht nur im Motorsport. Ökologie, Effizienz und Alltagstauglichkeit sind keine politischen Anordnungen, sondern gehören zur Philosophie des Unternehmens: im Jahr 2012 zum Beispiel machte ein Porsche Serien-GT3 RS der Motorsportabteilung aus Weissach Schlagzeilen, als dieser von Weissach aus eigener Kraft in die Eifel fuhr, dort am 24-Stunden Rennen vom Nürburgring teilnahm (sogar 13. Im Gesamtklassement wurde!) und wieder ganz normal nach Weissach zurück fuhr.

Dies zeigt, wie konsequent Porsche ausgiebig erprobte Technologien aus dem Motorsport überwiegend und regelmäßig in Serienfahrzeuge transferiert.

Erprobte Technologien und Komponenten werden in Serienfahrzeuge transferiert.
Erprobte Technologien und Komponenten werden in Serienfahrzeuge transferiert.

Herausforderung Elektrifizierung.

Doch wurde die Funktionsweise eines Automobils seit Erfindung noch nie so grundlegend überdacht und geändert wie in der heutigen Zeit. Auch wenn Porsche das erste Elektrofahrzeug baute (Lohner-Porsche, 1899), ist die Elektrifizierung von Fahrzeugen eine Trendwende und große Herausforderung – jedoch keinesfalls eine unüberwindbare Hürde, wie der im September 2013 vorgestellte Hybrid-Supersportwagen 918 Spyder eindrucksvoll beweist. Gleichwohl ist die Schnelllebigkeit und zugleich das Potenzial dieser Technologien enorm hoch, sodass im Technik-Bereich deutlich schneller entwickelt und getestet – im Vertrieb und Marketing glaubhaft an der Außenwirkung und dem Imagewandel gearbeitet werden muss.

Das Publikum ist da – vor Ort und in der medialen Welt. Ideal für eine konzentrierte Marketing-Kampagne und zugleich eine harte Versuchsreihe bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2014 unter Einsatz eines Hybrid-Rennwagens mit höheren Beschleunigungswerten, deutlich gesteigerter Effizienz und drastisch reduzierten Verbrauchswerten. Natürlich wirkt dieses geplante Vorhaben nur im Falle eines Sieges.

 

Porsche: Der Aufwand im Motorsport lohnt sich.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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