Skoda Fabia: Geht es Seat jetzt an den Kragen?

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Die Luft für das Schwesterunternehmen im großen Konzern Seat wird immer dünner: obwohl die Spanier das Jahr 2013 erfreulicherweise mit einem großen Plus abgeschlossen haben, scheint Skoda immer mehr als nur einen Schritt voraus zu sein. Außer im Design: hier war Seat bislang noch führend. Doch auch dies scheint sich nun gewandelt zu haben. Ein Zeichen für das baldige Ende von Seat im deutschen Volkskonzern?


Glasklar definierte Kanten. Schlicht und sauber.

Dies war man in letzter Zeit immer von Seat gewohnt: schöne, kantige Formen – als wäre jede Lichtkante von einem neu gespitzten Bleistift gezeichnet worden. Aber scheinbar wird das typische Merkmal der scharfen spanischen Kanten jetzt auch von dem Marketing-Master Skoda übernommen, um Seat jetzt endgültig das Wasser abzugraben. Und auch wenn – laut Konzerndiktator Piech – interne Konkurrenz gewollt ist um einen möglichst raschen Technologiefortschritt zu forcieren, scheint dies im konkreten Fall Seat-Skoda nicht gesund.

Skoda besser positioniert als Seat.

Denn für was steht Seat eigentlich? Alte Technik unter einem neuen Blechkleid? Extrovertiertere Formen als Volkswagen – für die junge Generation? Oder immer noch das Unternehmen, das in Lizenz für Volkswagen baut? Vielleicht mit mehr Emotion? Sind spanische Emotionen noch emotionaler als slowakische? Irgendwie alles nur so halb.

Skoda Fabia Heck

Der neue Skoda Fabia zeigt nun deutlich, dass Skoda für all das steht, das Seat sich ebenfalls auf die Fahne geschrieben hat; darüber hinaus noch für viel mehr. Der Autor war selbst ausgesprochener Seat Fan, doch das hat sich mit der Vorstellung des neuen Fabia schlagartig gewandelt. Wenn Seat jetzt nicht mit einem Wunder aufkreuzt, ist die Marke in Schwierigkeiten.

Skoda ist das Raubtier von Volkswagen. Und kämpft gegen alles Asiatische.

Selbst wenn der gestern vorgestellte Hyundai i20 es mit dem VW Polo aufnehmen kann – gegen den Skoda Fabia kann er es mitnichten. Zum Einen überwiegt bei Skoda die Technik, die direkt von Volkswagen kommt und mittlerweile nicht mehr von Gestern ist – im Gegenteil: der Kleinwagen ist der erste im Konzern, der auf der neuen Konzern-Plattform MQB steht. Zum Anderen ist das Design von Skoda dem von Hyundai um Welten voraus – vorbei sind die Zeiten der biederen, osteuropäischen Langweiligkeit und Überholtheit: Skoda-Autos performen jetzt auf dem Weltmarkt. Ganz unten steht natürlich noch der Preis, der – ausstattungsbereinigt – dem Hyundai wahrscheinlich in nichts nachstehen wird. Nach Paris wissen wir mehr.

Zum Schluss noch ein bisschen Technik.

In Sachen Telematik- und Sicherheitssysteme bedient sich der neue Fabia beim gerade gelifteten VW Polo. Alle Motoren des neuen Fabia erfüllen die Euro 6-Norm und werden mit einem Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung ausgestattet. Untern Strich sollen sie rund 17 Prozent weniger verbrauchen.

Vier Benzin-Motoren stehen zum Marktstart bereit: darunter der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 60 PS oder 75 PS sowie der 1,2-Liter-TSI wahlweise mit 90 oder 110 PS. Dieselmotoren gibt es natürlich auch: hier wartet der 1,4-Liter-TDI in den Leistungsstufen 75, 90 und 105 PS auf willige Zündschlüssel. Der kleinste Dieselmotor soll laut Skoda auf einen Durchschnittsverbrauch von 3,1 Litern pro 100 Kilometer verbrauchen.

Keine RS-Version vom Fabia mehr? Wie bitte?!?!?!

Jetzt lobt man diese Marke in den höchsten Tönen und jetzt so etwas? Hoffen wir einmal, dass sich das Skoda noch einmal gründlich überlegt. Denn das wäre grausam.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

2 Gedanken zu „Skoda Fabia: Geht es Seat jetzt an den Kragen?

  • 20. August 2014 um 20:44
    Permalink

    Also ich finde schon das Skoda bei Seat abgeschaut hat.
    Aber der Fabian ist immer noch in einer Kastenform im Gegensatz zum Sportlichen Ibiza der hoffentlich demnächst ein Facelift bekommt.

  • 31. August 2014 um 10:27
    Permalink

    Selten so einen Schwachsinn gelesen.
    Hat die Putzfrau diesen Artikel verfasst?

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