Skoda Vision E, VW I.D. Crozz und Audi e-tron Sportback sind das neue MEB-Dreigespann!

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Jetzt geht der Volkswagen-Konzern so richtig in die Elektro-Offensive! Gleich drei E-Studien auf einen Schlag präsentierte der größte Autobauer der Welt heute auf der Auto Shanghai (19. – 28. April 2017). Auf Basis der neuen modularen Konzernplattform für Elektrofahrzeuge (MEB) entstehen Audi e-tron Sportback, Skoda Vision E und VW I.D. Crozz.


Die dritte VW I.D. Studie

Für Volkswagen ist es die Premiere der dritten Studie der I.D.-Familie. Nach I.D. (Premiere in Paris 2016) und I.D. Buzz (Premiere in Detroit 2017) ist der I.D. Crozz nun das dritte Familienmitglied der Elektro-Studien.

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Mit dem I.D. Crozz stellt VW ein sportliches und interaktives Auto auf die Räder. Sein elektrischer Allradantrieb trägt ihn überall hin – und das bis zu 500 Kilometer (allerdings wieder nach NEFZ) weit. Er verfügt über 305 PS und ist maximal 180 Km/h schnell. Geladen wird in 30 Minuten per Schnellladesystem (bei 150 kW DC) auf 80 Prozent. Das ist der im Automobilsektor markenübergreifend weit verbreitete Wert für E-Autos.

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Vollautonom unterwegs – aber nicht in der Realität

Berührt man als Fahrer für drei Sekunden das VW-Zeichen im Lenkrad des I.D. Crozz, schaltet die Studie in den vollautonomen Modus „I.D. Pilot“. Die Scheinwerfer alias „Augen“ sollen mit der Umwelt kommunizieren und Probleme erkennen und beheben. Wenn man allerdings daran denkt, wie leicht schon Parksensoren oder selbst das ACC-System eines Autos bei wildem Schneefall auf der Autobahn eine Fehlermeldung anzeigen, sind wir vom vollautonomen Modus noch weit entfernt. Doch die Gedanken sind frei – und das ist auch gut so.

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Darüber hinaus werden die wichtigsten Infos für den Fahrer per Augmented Reality in dessen Sichtfeld projiziert. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch die Gestensteuerung. Wir kennen diese schon aus der neuen VW Golf Familie, wo sie noch nicht so wirklich viele Steuermöglichkeiten realisieren ließ. Doch beim I.D. Crozz kann man selbst die Lichtjalousie im transparenten Panoramadach per Gestensteuerung aktivieren – die Jalousie sorgt innen wie außen für eine neue Form der Ambientebeleuchtung.

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Audi e-tron Sportback concept schon 2019 Realität

Bei Audi muss das Auto natürlich über mehr Leistung verfügen, als bei VW. Und so bekommt der e-tron in der Sportback-Ausführung 435 PS. Eine E-Maschine sitzt dabei an der Vorderachse – zwei Elektromotoren treiben derweil die Hinterachse an; Quattro also.

Damit sprintet der Elektro-Audi in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 Km/h. Mit der Boost-Funktion können sogar kurzfristig 503 PS abgerufen werden. Auch der E-Audi kann mit einer Ladung über 500 Kilometer weit fahren – laut NEFZ-Zyklus.

Wenn die Audi-Studie 2019 zum Leben erweckt wird, soll es auf genau dieses Antriebskonzept vertrauen. Damit ist er bis zu 210 Km/h schnell.

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Scheinwerfer fungieren als „Augen“

Und auch hier merkt man den konzernübergreifenden Technologieaustausch. Wie oben beschrieben, verwendet auch Audi die Scheinwerfer als Augen, die mit der Umwelt kommunizieren. Damit kann der Audi e-tron Sportback nicht nur animierte Bewegungen und Signaturen zur Schau stellen, sondern diese auch mit mehr als 1,3 Millionen Pixel als Fahr- und Fernlicht einsetzen. Entgegenkommende Verkehrsteilnehmer lassen sich dabei aus dem Lichtkegel präzise aussparen und werden nicht geblendet.

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In engen Passagen lässt sich die vom Auto benötigte Straßenbreite sogar präzise durch den Scheinwerferkegel auf den Fahrweg projizieren. So erkennt der Fahrer etwa in Baustellen schon im Voraus, wenn er in Gefahr läuft, seine Spur zu verlassen. Zusätzlich können die Laser-Beamer Zeichen auf den Asphalt projizieren – etwa einen Zebrastreifen, wenn der Fahrer einem Fußgänger den Weg zum Überqueren der Straße freigibt.

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Skoda Vision E

Auch die Konzeptstudie Skoda Vision E basiert auf der neuen MEB-Plattform. Die erste rein elektrisch angetriebene Konzeptstudie in der über 120-jährigen Geschichte der tschechischen Traditionsmarke ist 4,67 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,59 Meter hoch. Damit zielt der E-Skoda mit ebenfalls 305 PS und 500 Kilometern Reichweite (analog VW I.D.) auf das Mittelklasse-SUV-Feld, wie zum Beispiel Macan oder Tiguan. Die Plattform ist variabel anpassbar, so sind innerhalb des VW-Konzerns ganz unterschiedliche Formen und Abmessungen realisierbar.

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Auch das Design spricht Bände: der Skoda Kodiaq soll bekanntlich als SUV-Coupé auf den Markt kommen. Möglicherweise gibt uns diese Studie hier den ersten Design-Ausblick.

Skoda will bis zum Jahr 2025 neben Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen auch fünf rein elektrisch angetriebene Automobile im Programm haben. Dann soll jedes vierte weltweit verkaufte Automobil der Marke über einen Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb verfügen.

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Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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