Toyota Mirai: Erstes Brennstoffzellenfahrzeug geht in Serie.

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Ok: schön ist anders, doch immerhin hat Toyota es als erster geschafft, ein Brennstoffzellenfahrzeug auf die Straße zu bringen. Auch Volkswagen hat auf der Los Angeles Auto Show einen Passat mit Brennstoffzellenantrieb vorgestellt. Doch nur um zu zeigen, dass die Wolfsburger den Antrieb beherrschen. Aber wer hat das Fahrzeug denn mal genau unter die Lupe genommen? Funktioniert es denn tatsächlich so wie es sollte? Egal. Toyota hat es nun als erstes Automobilunternehmen geschafft. Getankt wird Wasserstoff; aus dem Auspuff kommt reines Wasser. Im September 2015 startet der Verkauf.


Preis und Verbrauch

Das erste in Serie produzierte Brennstoffzellenfahrzeug der Marke ist der Toyota Mirai, benannt nach dem japanischen Wort für Zukunft. Die Limousine ist ab September 2015 in Deutschland erhältlich. Presseinformationen zur Folge werden die ersten Fahrzeuge in Europa verleast – Kalkulationsgrundlage dafür ist ein Grundpreis von 78.540 Euro. Ab wann man tatsächlich das Fahrzeug in Europa kaufen kann, ist noch nicht bekannt.

Galerie: Toyota Mirai (2015)

Toyota Mirai (2015)
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Toyota Mirai (2015)

Motor und Antrieb

Der viersitzige Mirai verfügt über eine Brennstoffzelle mit 3,1 kW Leistung pro Liter Bauvolumen, die Wasserstoff in elektrische Energie umwandelt. Die elektrische Energie wiederum treibt den Elektromotor an. Die Systemleistung beträgt 154 PS mit einer Reichweite von rund 480 Kilometern.

Der Tankvorgang an rund 15 Wasserstofftankstellen in Deutschland dauert nur rund drei Minuten. Der Wasserstoff wird in kohlefaserverstärkten Kunststofftanks mit einem Druck von bis zu 700 bar gespeichert. Die Hochdruck-Wasserstofftanks auf maximale Haltbarkeit ausgelegt und bieten größtmöglichen Schutz. Sollte dennoch einmal Wasserstoff austreten, schicken Sensoren gleich eine Warnung ins Cockpit und schalten automatisch den Wasserstoffzufluss ab. Ohnehin liegen alle Leitungen und Tanks außerhalb der Fahrzeugkabine, sodass sich austretender Wasserstoff direkt verflüchtigt.

Maße und Gewichte

Der Toyota Mirai ist 4,89 Meter lang, 1,82 Meter breit und 1,54 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,78 Meter. Das Leergewicht beträgt 1.850 Kilogramm.

Fahrleistungen

Mit einer Systemleistung von 154 PS und einem maximalen Drehmoment von 335 Nm, spurtet die Toyota Zukunft von 0 auf 100 Km/h in nur 9,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 Km/h.

Fazit

Wasserstoff hat Vor- und Nachteile. So sind beispielsweise noch sehr wenige Tankstellen verfügbar, an denen man überhaupt tanken kann. In Deutschland sind es gerade einmal 15. Doch Wasserstoff ist ein absolut sauberer Kraftstoff, der sich auf vielfältige Weise herstellen lässt und so einen nahezu perfekten Energieträger darstellt. Regenerative Stromerzeugung durch Solar- und Windkraft gewinnen weltweit an Bedeutung, benötigen aber für einen wirtschaftlichen Einsatz ein Speichermedium.

Wasserstoff ist leicht zu speichern und zu transportieren, kann problemlos dem Gasnetz beigemischt werden und lässt sich bei Bedarf wieder rückverstromen (obwohl das nur im äußersten Notfall passieren darf, denn das ist extrem unwirtschaftlich). Als Treibstoff genutzt weist er im komprimierten Zustand eine höhere Energiedichte auf, als Batterien.

Brennstoffzellenfahrzeuge erzeugen aus Wasserstoff ihre eigene elektrische Energie – sie sind somit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer wasserstoffbasierten Gesellschaft und treiben die Diversifizierung der Energienutzung voran.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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