Volkswagen We: VW-Vertriebschef Jürgen Stackmann lässt Ihr Paket in Ihren Kofferraum liefern

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Vorbei die Zeiten, in denen man ein Automobil kaufte, damit fuhr und ab und zu in die freie Werkstatt zum Ölwechsel vorbeischaute. Heute geht man als Kunde einen Mobilitätspakt mit einem Automobilhersteller ein, der fortwährend neue Lösungen und digitale Angebote für einen bereithält. Mit Volkswagen We wird das Auto zur Informationszentrale – beispielsweise für die besten Angebote im Umkreis oder den nächsten freien Parkplatz. „Wir wollen, dass andere auch mitmachen und so zur Vernetzung beitragen“, so Jürgen Stackmann, Vertriebschef von VW. Wann das eigene Auto so zur rollenden DHL-Packstation wird und auf welche weiteren Dienste wir uns gefasst machen sollten, haben wir mit ihm auf der IAA in Frankfurt besprochen.


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Paketzustellung leicht gemacht: Volkswagen und DHL starten Pilotprojekt für die Paketlieferung in Kofferraum.

Testphase der Paketzustellung in den Kofferraum schon angelaufen

In Berlin können derzeit 50 Personen den Kofferraum eines von Volkswagen zur Verfügung gestellten VW Polo für vier Wochen als ihre eigene Packstation ausprobieren. Das Pilotprojekt läuft acht Monate, bewerben kann man sich also noch.

Warum man das braucht? Dass der Onlinehandel boomt ist kein Geheimnis. Rund 55 Milliarden Euro Umsatz werden die Deutschen dieses Jahr online abwickeln. Doch nicht immer ist jemand zu Hause – und ins Büro oder zu den Nachbarn liefern lassen geht auch nicht immer. Bevor man also zur Postfiliale rennen muss um das Paket abzuholen, gibt man schon bei der Bestellung eine Wunschlieferzeit an, in der DHL das Paket liefern soll. Dank GPS kann der individuelle Zusteller das Auto finden.

Auch Retouren können in den Kofferraum platziert werden. Der Zusteller holt dieses dann einfach ab.
Auch Retouren können in den Kofferraum platziert werden. Der Zusteller holt dieses dann einfach ab.

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Es stellt sich hier nur noch die Frage nach der Spontanität der Lieferdienste in der Ortung des Fahrzeugs. Angenommen, das Fahrzeug verweilt noch kurz vor der angegebenen Wunschlieferzeit in Hamburg und trifft erst pünktlich wieder in Berlin ein. Oder was ist, wenn das Paket zu groß ist? Legt der Zusteller dann auch die Rückbank um, obwohl er oder sie nur den Kofferraum öffnen kann? Mal sehen, ob diese Fälle während der Pilotphase eintritt.

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Volkswagen We bietet noch viel mehr kreative Vernetzung

Zusammen mit dem Softwarekonzern IBM entwickelt Volkswagen in einem Labor in Berlin mit rund 150 Mitarbeitern die digitalen Mobilitätsdienste der Zukunft. Was abstrakt klingt, ist vom Prinzip her eigentlich ganz einfach: Volkswagen fördert zum einen externe Startups (Inkubator) und entwickelt parallel selbstständig Ideen. Ziel ist es, alles unter der Marke und gleichzeitig App Volkswagen We zu vereinen.

So nimmt sich Volkswagen We auch des nervigen Parkens in Großstädten an. Zukünftig soll die Information über freie Parkplätze, deren Gebühren und weiterer Details nach Bedarf direkt auf dem Multimediasystem im Auto sowie auf dem eigenen Smartphone automatisch angezeigt werden. Auch soll das Fahrzeug nach Beendigung des Parkvorgangs diesen eigenständig bezahlen können.

Ein weiteres Vorhaben sei es, individuell gestaltete und auf den Fahrer zugeschnittene Angebote von Tankstellen, Restaurants oder Shopping-Centern – und keinesfalls Spam, so verspricht Stackmann – aus der Umgebung je nach Bedarf intelligent direkt ins Auto einzublenden. Der Fahrer kann dann per Gestensteuerung entscheiden, ob er darauf eingehen möchte oder nicht.

KI – künstliche Intelligenz – ist hier das Stichwort. Klar ist, dass letzteres nicht in den nächsten zwei Jahren passieren wird. Das Zustellen von Paketen hingegen schon. Aber so ein bisschen Zukunftsmusik ist doch interessant, oder?

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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