VW Polo Beats 1.0 (95 PS) im Test: Heißer Lauttreter mit analogem Tacho #NewPolo

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Flash Rot! Damit sieht der neue VW Polo fast aus wie ein Fabrikat aus Maranello. Damit ich mich als Italienerin nicht zu sehr an meine Heimat erinnert fühle, wählte ich den neuen Polo Beats für eine Probefahrt durch Hamburg und die Speicherstadt in Whitesilver. Entgegen dem Polo von Benjamin mit Luxus-Ausstattung hatte meiner kein adaptives Fahrwerk und kein digitales Cockpit. Basis ist König!


Beats Audio dieses Mal mit anständigen Höhen

Also: was sonst außer Gianna Nanninis Bello e impossibile auf dem mit dem Auto verbundenen Smartphone anwählen und auf die volle Lautstärke aufdrehen. Dass ausgerechnet im verregneten Hamburg am gesamten vergangenen Wochenende die Sonne schien und sich kaum eine Wolke am Himmel zeigte, war schon Überraschung genug. Dass die sonst so dumpfe Beats-Anlage aber mittlerweile auch die Höhen in der Melodie hinbringt, verstärkte das Spätsommer-Feeling und verleitete mich zum lautstarken Mitsingen. Schade, dass es den Polo nicht als Cabrio gibt.

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Polo Beats parking only. Das Heck sieht ganz nett aus und ist dazu noch stämmig. Trotzdem: italienische Emotionen werden bei mir nicht geweckt. Auch beim roten Polo von Benjamin nicht.

Genug der Peinlichkeiten. Der Anteil der Pflastersteine bei den Straßen und Gassen der Speicherstadt ist naturgemäß sehr hoch. Ein Alptraum also für Fahrwerke. Und obwohl mein Polo Beats kein adaptives Fahrwerk hat, meistert er seine Sache ganz ordentlich. Natürlich dröhnt es auch hier ins Interieur – zaubern kann auch der Polo nicht – aber wir haben beim Kleinwagensegment schon deutlich nervigeres erlebt. Zudem federt er ausreichend komfortabel und lässt die externen Schwingungen nicht bis zu meinen aktiven Stimmbändern durchdringen.

Fünfgang-Schalter beim Polo Beats mit 95 PS

Während die unglaublich sexy Kratzbürstenkehle von Gianna aus den Dr. Dre-Hopper-Membranen schallt, befinden wir uns zum Glück mittlerweile wieder auf normalem Asphalt. Hinter dem Lenkrad waltet kein Mäusekino im 16:10-Format, sondern die guten alten und serienmäßigen Rundinstrumente. Auch die gibt es noch im neuen VW Polo und sehen kaum verändert aus. In der Mitte der beiden Rundinstrumente gibt es ein LCD-Display, das die wichtigsten Telemetrie- und Informationsdaten anzeigt.

So unbedingt brauchen tut man das Active Info Display nicht. Es geht auch analog in unserer digitalen Welt.
So unbedingt brauchen tut man das Active Info Display für 400 Euro nicht. Es geht auch analog in unserer digitalen Welt.

Angesichts der etwas pixeligen Kartendarstellung beim Active Info Display – also virtuellem Cockpit – für 400 Euro und der nicht einmal parallel darstellbaren Karten im Multimediasystem und im Active Info Display, lohnt sich die Digitalisierung in meinen Augen nur bedingt. Außerdem will ich meinen Drehzahlmesser nicht abgeben. Ich fahre ja schließlich noch ein richtiges Auto – und kein E-Mobil.

Galerie: Neuer VW Polo Beats

Neuer VW Polo Beats
Bild 1 von 16

Der neue Polo hängt gut am Gas. Auch wenn die 95 PS auf rund 1,2 Tonnen nicht den flottesten Fahrstil erlauben, kann sich mein Fahrstil damit dank den kurzen Übersetzungen des Fünfgang-Handschalters auch auf italienischen Straßen sehen lassen. 115 PS hätte ich aber schon gerne gehabt.

Ansprechende matte Dekore im Interieur

Die Schalttafel und die Klimasteuerung bis zur Armauflage hat Volkswagen mit Dekorelementen bestückt. Zu den 14 Außenfarben gibt es 8 verschiedene Dekorfarben. Unter anderem eine in mattrot gehaltene Dekoreinheit. Sie passt perfekt zur weißen Außenfarbe und ist ansprechend. Mal etwas Anderes im ganzen Hochglanz-Wirrwarr. Cool!

Fazit der Autorin Mia

 Optischer Eindruck  ++++
 Qualität Karosserie  +++++
 Qualität im Interieur  ++++
 Lenkung  ++++
 Fahrwerk  ++++
 Motor  +++
 Raumangebot  +++++
 Digitales Bedienkonzept  ++++
 Innovation  ++
 Preis  +++
 Gesamteindruck  ++++
   +++++ = Maximum

Der neue Polo gefällt mir. Fünf Sterne gibt es dann beim Polo GTI. Über Qualität muss man nicht sprechen – die ist erstklassig. Besonderes Augenmerk liegt auf den gewachsenen Platzverhältnissen im Interieur und im Kofferraum. Die Beats-Anlage ist ein nettes Feature, das virtuelle Cockpit braucht man meiner Ansicht nach nicht; das Bedienkonzept überzeugt auch so.

Bilder: AUTOmativ.de | instagram.com/AUTOmativ.de

Mia Iannotta

Mia ist seit Mitte 2015 das italienische und - viel wichtiger - weibliche Herz von AUTOmativ.de. Ohne ihre unregelmäßigen Artikel wäre das Magazin lebloser und langweiliger. Mia lebt die meiste Zeit des Jahres im Großraum Rom, den Rest verbringt sie irgendwo anders. Warum sie manchmal über Automobile schreibt? Nun, als wir sie auf der Mille Miglia beobachteten, wie sie sich um die Alfisti kümmerte, konnten wir einfach nicht widerstehen.

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