Elektro Scooter mit Straßenzulassung: Was zu beachten ist!

Es schwappt eine Welle einer neuen Mobilitätsform in die Großstädte: Elektro Scooter. Mit einem E-Scooter erreicht man schnell und umweltschonend seine Ziele in der Stadt. Was man bei den kleinen Rollern alles wissen sollte – von der Auswahl des richtigen Produkts bis hin zu Wissenswertem rund um Akkus, Sicherheit und Komfort beim Cruisen – erfahren Sie hier.


Elektro Scooter perfekt für urbane Distanzen

Meistens rechter Fuß auf dem Trittbrett, linker zum Anschieben. Jeder kennt noch die typischen Tretroller, denn die meisten von uns hatten einen als Kind und haben sich völlig ausgetobt. Nur entwickelt sich die moderne Welt weiter – und so benötigt man nicht mehr unbedingt seinen linken Fuß, um vorwärts zu kommen. Ein E-Scooter bzw. Elektroroller ist ein Tretroller, der mithilfe eines Elektromotors den Fahrer des Rollers unterstützt. So können auch längere Strecken in kurzer Zeit zurückgelegt werden – ohne dass man völlig verschwitzt im Büro ankommt. Da die Roller mit E-Antrieb klappbar sind, lassen sie sich kompakt transportieren und können unter dem Sitz in der Bahn oder unter dem Schreibtisch verstaut werden.

Elektro Scooter sollen die innerstädtische Mobilität praktischer und umweltfreundlicher machen, ohne dabei die Spaßbremse zu sein. Derartige Mikromobilitätslösungen bilden dabei eine der schnellsten und gleichzeitig flexibelsten Formen der urbanen Fortbewegung ab.

Vorteile entstehen aus der Kombination mehrerer guter Eigenschaften. So verfügen sie über ein modernes und kompaktes Design, wiegen nicht viel und sind meist mit Hightech-Materialien gefertigt. Und: Hersteller sagen, dass sie darüber hinaus einen Beitrag zur umwelt- und ressourcenschonenden Mobilität leisten. Jedoch muss man diese Aussage kritisch betrachten: Tretroller ohne Elektromotor und Batteriepaket sind natürlich nochmal deutlich umweltschonender. Zur Arbeit gehen ist ohnehin das Beste. Aber wir wollen ja auch ein bisschen Spaß haben und solche Elektro Scooter sind schon lustig.

Wie schwer sind Elektro Scooter?

Mit einem Gewicht zwischen 7 und 11 Kilogramm sind E-Scooter im Vergleich zu normalen Tretrollern deutlich schwerer. Das Gewicht steht in direktem Zusammenhang zur Akku-Leistung: Je schwerer Motor und Akku, desto mehr Energiedichte hat der Akku. Daraus resultiert die Reichweite, die im Schnitt zwischen 20 und 30 Kilometer beträgt.

Rechtlicher Rahmen

In diesem Jahr – 2019 – regelte die Bundesrepublik Deutschland (erst nach einigen anderen Ländern) die rechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung von E-Scootern im öffentlichen Straßenverkehr. Zuvor war es E-Scootern zwar erlaubt, mit Versicherungskennzeichen am Straßenverkehr teilzunehmen, jedoch war nie ganz klar geregelt, wo man genau fahren darf.

Dies ändert sich mit der neuen Straßenzulassung. Folgende Regeln gelten jetzt:

  • E-Scooter dürfen auf Fahrradstraßen, Radfahrstreifen und Radwegen genutzt werden.
  • Die Nutzung ist ab einem Alter von 14 Jahren erlaubt.
  • Maximalgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h.
  • Es gibt keine Helmpflicht (wird aber empfohlen)
  • Eine spezielle Fahrerlaubnis ist nicht erforderlich.
  • Eine Haftpflichversicherung für den Elektro Scooter ist zwingend vorgeschrieben.
  • Das Versicherungskennzeichen muss hinten auf dem Escooter angebracht werden.
  • Für den Scooter mit E-Antrieb ist eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) notwendig.

Letzter Punkt ist sehr wichtig. Denn wenn ein Hersteller diese ABE nicht vorzuweisen hat, kann der Elektro Scooter nicht angemeldet und zugelassen werden. Auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt.

Darauf sollte man beim Kauf achten

Wer einen E-Scooter haben möchte, sollte sich zuvor über Größe, Reichweite, Geschwindigkeit und Gewicht informieren. So machen E-Roller Sinn, die nicht gerade nach 7 Kilometern leer sind. Die Preise für qualitativ vernünftige Produkte beginnen bei rund 800 Euro. Hier ist auch oftmals garantiert, dass man Ersatzteile – wie Schrauben bis hin zu Rädern, Bremsen oder Lenkerstangen – einfach und zu einem fairen Preis beziehen kann.

Darüber hinaus gibt es auch für die kleinen E-Roller Kundenservice. Dieser umfasst eine jährliche technische Überprüfung, für die der E-Scooter vom Kunden eingesendet werden kann. Die Bezahlung funktioniert oftmals bequem per PayPal, Lastschrift, Kreditkarte oder Sofort Überweisung.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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