Interview: Moritz Benner von Rotary Supercars über den RSC Predator und die Investorensuche für einen Supersportwagen

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Der deutsche automobilbegeisterte Moritz Benner ist Gründer der Frima Rotary Supercars. Er will den großen etablierten Autoherstellern die Stirn bieten und mit dem RSC Predator einen exclusiven und attraktiven Supersportwagen auf den Markt bringen. Das besondere, er wird mit Biosprit E85/E100 betrieben. Das Projekt ist vielversprechend für Automobilbegeisterte, die über ein entsprechendes Kapital verfügen. Zum einen, weil sich das Fahrzeug nur wenige leisten können werden und zum anderen, weil Rotary Supercars noch auf Investorensuche ist. Emissionslos.com hat den Geschäftsführer Moritz Benner interviewt, um das Projekt, die Beweggründe des Geschäftsführers und die schwierige Suche nach einem geeigneten Investor vorzustellen.


Moritz Brenner im Interview mit dem RSC Predator
Moritz Benner im Interview mit dem RSC Predator (Bild: RSC)

emissionslos.com: Welche Ausbildung/Studium haben Sie absolviert.
Moritz Benner:
Ich habe 2001 im Alter von 18 Jahren meine Designer-Ausbildung an der Technikerakademie Weilburg abgeschlossen. Autos designe ich seit ca. 10 Jahren.

emissionslos.com: Was hat Sie dazu bewegt, ein eigenes Unternehmen zu gründen, welches einen eigenen Supersportwagen entwickelt?
Moritz Benner:
Man kann mich seit frühester Kindheit als autoverrückt bezeichnen. Automobile, besonders die Gattung der Super- bzw. Hypercars, sind und waren schon immer meine Leidenschaft. Mit dem Erwerb eines RX-8 mit Wankelmotor war es nach kurzer Zeit um mich geschehen und der Traum des eigenen Supersportwagens mit diesem Motorkonzept war geboren.

emissionslos.com: Was ist das besondere am Predator GT, was unterscheidet Ihre Vision von anderen Projekten großer Automobilhersteller?
Moritz Benner: Zum einen der verwendete Antriebsstrang (drivetrain) und zum anderen die Exklusivität. Unsere Fahrzeuge verfügen über kein herkömmliches Antriebskonzept, wie es in den meisten aktuellen Supersportwagen Verwendung findet. Zum Einsatz kommt ein eigenentwickeltes und stark modifiziertes, auf Teilen das Mazda 13B-MSP basierendes, Hochleistungs-Aggregat mit vier Kreiskolben (4-Scheiben-Wankelmotor) und je nach Modell eine wassergekühlte Turbo- bzw. Biturbo-Aufladung. Dieses Aggregat bildet das Herz aller RSC-Fahrzeuge und gibt ihnen ihr ganz besonderes Temperament. Die Kraftentfaltung eines Wankelmotors nimmt mit steigender Drehzahl gleichmäßig zu. Das Hochleistungs-Aggregat dreht je nach gewähltem Fahr-Modus bis 7.500 U/min bzw. 9.000 U/min. Als Kraftstoff kommt E85/E100 zum Einsatz, der aus Raps gewonnen wird. Durch die Nutzung dieses Kraftstoffs ist eine Reduzierung der Emissionswerte um ca. 90% realisierbar. Jedes unserer Fahrzeuge erfüllt damit heute schon die Euro 6 Norm. Mit der FlexFuel-Option erreichen wir bei verminderter Leistung und Nutzung von SuperPlus noch die Euro 5 Norm.

Das spezielle sequentielle 8-Gang-Allrad-Getriebe wird über das RSC R-Shift-System – einem durch RSC Germany mitentwickelten hydraulischen Schaltsystem mit Schaltzeiten von 25-35 Millisekunden – gesteuert. Im Fahrmodus SPORT schaltet der Fahrer über Schaltwippen am Lenkrad und betätigt herkömmlich bei jedem Gangwechsel die Kupplung. Im Fahrmodus RACE oder TRACK schaltet das Fahrzeug völlig automatisch in den nächsthöheren Gang, heruntergeschaltet wird durch den Fahrer – das Betätigen der Kupplung entfällt komplett. Zum Schutz der Motor/Getriebe-Einheit vollführt das Fahrzeug einen gewünschten Gangwechsel (herunterschalten) nur, wenn sich der Motor im optimalen Drehzahlbereich befindet. Des Weiteren verfügt jeder RSC Predator GT und RSC SuperRaptor CF über eine Carbon-Aluminium-Antriebswelle sowie ein elektronisch gesteuertes Differential.

Die Steuerung des kompletten Antriebsstrangs übernimmt das RSC E-Tec Motormanagement inklusive komplettem Elektroniksystem bestehend aus ESP, ABS, EBV, R-TRAC (Traktionskontrolle), R-DIFF (elektronisches Differential) sowie einer Launch Control (Startkontrolle). Der RSC Predator GT RSR, CS und N-Spec verfügt zusätzlich über ein aktives Fahrwerk. Alle Elektroniksysteme lassen sich bequem über Tasten am Lenkrad bedienen.

Die Karosserie besteht je nach Modell zu 100% aus GfK (glasfaserverstärkter Kunststoff) oder CfK (carbonfaserverstärkter Kunststoff). Je nach Modell weist die Karosserie unterschiedliche Details in Form und Aerodynamik auf. Des Weiteren steht eine große Palette von Sonderausstattungen zu Verfügung. Angefangen beim Felgentyp über komplette Karosserie-Ausstattungspakete bis hin zur Lackierung – dem Kunden sind keine Grenzen gesetzt.

Unsere Fahrzeuge verfügen zudem über das RSC VASTM (Variable Aerodynamic System), ein System das die Aerodynamik bzw. die aerodynamischen Eigenschaften, um bei hohen Geschwindigkeiten mehr Downforce (Anpressdruck) zu generieren – das Patent ist beantragt. Zu diesem System gehört in der Variante RSR auch das SBS (Speed Brake System).

Das Cockpit besitzt zwei 7“-Full-graphic-Diyplays, über die die verschiedensten Telemetriedaten, wie Geschwindigkeit, Laufleistung, Temperaturen, Druckwerte sowie die gewählten Fahrzeugeinstellungen und viele weitere Daten, abrufbar sind. Diese Displays erzeugen visuellen Effekte, die den Betrachter in Staunen versetzen und unseren Fahrzeugen ihre Hightech-Gene attestieren. Platziert sind sie links und rechts neben dem großen Drehzahlmesser mit digitaler Ganganzeige und Shift-Light (Schaltblitz). Der Fahrer hat somit stets alle relevanten Daten vor Auge und das Fahren wird zum besonderen Erlebnis.

Das Cockpit besticht durch die wohlüberlegte Kombination hochwertigster Materialien wie Carbon, gebürstetem Alu und verschiedenster Lederarten. Auch für das Interieur stehen mehrere Ausstattungspakete zu Verfügung. Erhältlich sind sowohl Sportsitze also auch Rennschalen aus Carbon mit einem Gewicht von 5kg sowie verschiedene Ausbaustufen des Multimedia-Systems. Im Innenraum sind dem Kunden ebenfalls keine Grenzen gesetzt.

emissionslos.com: Wie viele Einheiten wollen Sie jährlich produzieren, welchen Verkaufspreis wollen sie erreichen und wer ist Ihre Zielgruppe?
Moritz Benner:
Von jedem Modell werden maximal 12 Einheiten pro Jahr ausgeliefert, mehr lässt unser Anspruch an Exklusivität nicht zu. Die Fahrzeugpreise beginnen bei 300.000€ und sind nach oben hin offen. Wir erfüllen dem Kunden nahezu jeden Wunsch – ein Muss in dieser Branche, wie wir finden.

emissionslos.com: Warum haben Sie sich für die Verwendung von E85/E100 entschieden, wären in Zeiten der Elektromobilität nicht andere Antriebstechniken interessanter?
Moritz Benner:
Da gebe ich Ihnen zum Teil recht, allerdings genügt momentan verfügbare Technik im Bereich der Hochleistungselektroantriebe unseren Ansprüchen noch nicht. Zudem bleiben das Fahren im Predator GT damit so authentisch wie in einem „herkömmlichen“ Supersportwagen. Wir halten jedoch ständig Ausschau nach Produkten, die unseren Ansprüchen genügen. Für kleinere Modelle der Marke RSC sind bereits Hybrid-Antriebssysteme in Planung.

emissionslos.com: Wie ist der aktuelle Projektstatus, wann könnten Sie mit der Produktion des Predator GT beginnen?
Moritz Benner:
Das Design ist abgeschlossen und alle Entwicklungspartner bzw. Lieferanten sind ausgewählt und in den Startlöchern. Mit Mino Camilotti konnten wir zudem einen „alten Hase“ in dieser Branche für unser Projekt begeistern. Momentan suchen wir Investoren um die finanzielle Zukunft der Unternehmung zu sichern. Läuft alles nach Plan, wird der erste zugelassene RSC Predator GT 2012 ausgeliefert.

emissionslos.com: Auf welchen Automobilmessen werden Sie den Predator GT ausstellen?
Moritz Benner:
Auf allen einschlägigen, aber nicht nur Automobilmessen liegen in unserem Interesse, sondern auch Boots- und z.B. Luxusmessen.

emissionslos.com: Haben Sie schon Vorbestellungen?
Moritz Benner:
Ja, eine. Das mag nicht viel sein, aber vor dem Hintergrund des aktuellen Projektstatus ist es mehr als zu erwarten war.

emissionslos.com: Sie suchen Investoren, was sollte ein idealer Partner außer Geld noch mitbringen?
Moritz Benner:
Wir suchen Investoren, die Interesse an Supersportwagen mit innovativer Technik haben und Teil dieses einzigartigen Projekts sein möchten.

emissionslos.com: Wie soll sich die Firma langfristig entwickeln, planen Sie weitere Modelle?
Moritz Benner:
Wir möchten ein kleines Stück der Torte, das trifft es eigentlich am Besten. Es liegen Ideen für ein Roadster sowie ein SUV in der Schublade. Ob diese Modelle jemals mehr als eine Idee werden, hängt natürlich vom weiteren Verlauf unserer Unternehmung ab.

emissionslos.com: Wollen Sie selbst aktiv am Motorsport teilnehmen?
Moritz Benner:
Mit dieser Frage haben wir uns ehrlich gesagt bis jetzt noch nicht beschäftigt. Die Zeit wird es zeigen, denke ich.

emissionslos.com: Mit welcher Rendite können Investoren rechnen?
Moritz Benner:
Neben einer sehr hohen Rendite im Erfolgsfall erhalten Investoren noch einiges mehr. Sie werden ein Teil unseres Teams! Sie werden an Entscheidungen bezüglich der Ausstattung von Sondermodellen beteiligt oder nehmen am Design-Prozess der Fahrzeuge teil! Wir sind der Meinung, wer in unsere Idee investiert, dem gebührt ein gewisses Mitspracherecht. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass jede Unternehmung, sei sie noch so innovativ und interessant zugleich, Risiken birgt. Deswegen ist ein Investment als Risiko-Investment anzusehen. Jeder Investor muss sich im klaren darüber sein, dass wir in keiner Form Garantien über Verkaufszahlen oder dergleichen vergeben. Wir können in Abhängigkeit dieser Zahlen jedoch die Höhe der Rendite garantieren. Von diesen Risiken können auch wir uns nicht lossagen.

Wir überzeugen Sie gerne in einem persönlichen Gespräch von unserem einzigartigen Konzept und bringen Ihnen unser Unternehmen näher. Bei Interesse an einem Investment kontaktieren Sie uns unter investment@rotarysupercars.de .

 

Ein Gedanke zu „Interview: Moritz Benner von Rotary Supercars über den RSC Predator und die Investorensuche für einen Supersportwagen

  • 4. Januar 2019 um 12:38
    Permalink

    Vorsicht vor diesem Betrüger!!

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