Ratgeber Kfz-Reparaturen in Eigenregie: Darauf sollte man achten

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Bei einem Defekt der Lichtmaschine am eigenen PKW – oder auch beim ganz natürlichen Verschleiß von Bremsen, Luftfilter oder Glühkerzen – müssen Autobesitzer handeln. Die eigene Sicherheit und auch die Funktionsfähigkeit des Wagens hängen dabei eng mit der Qualität der durchgeführten Reparatur- und Wartungsarbeiten zusammen. Wer es sich zutraut, kann einige Aufgaben rund um den PKW selbst durchführen. Beispiel Lichtmaschine: Dies spart nicht nur Kosten, sondern oft auch Zeit und Mühe, da nicht erst auf einen Termin in der Fachwerkstatt gewartet werden muss. Das Mieten eines Ersatzfahrzeuges für die Dauer der Reparatur entfällt in der Regel ebenfalls, da Autobesitzer bei selbst durchgeführten Arbeiten den Zeitplan selbst in der Hand haben. Damit das Projekt „Selberschrauben“ jedoch zu einem Erfolg wird, sollten Interessierte zunächst einige Dinge wissen.


Selbst Hand anlegen als Kostensenker

Die anfallenden Wartungs- und Reparaturarbeiten am eigenen PKW selbst durchzuführen, hat oft finanzielle Gründe. Während in einer Fachwerkstatt hohe Stundenlöhne und zumeist auch gesteigerte Ersatzteilkosten auf den PKW-Besitzer waren, kann er beim Schrauben in Eigenregie ganz auf Stundenlöhne verzichten und die Ersatzteile selbst beschaffen.

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Wer beim Auto selbst Hand anlegt, tut dies oft aus Kostengründen

Dass insbesondere Besitzer von älteren PKW dem Do-it-yourself Trend folgen, hat eindeutige Gründe: So ist ein älterer PKW oftmals nicht von Garantiebestimmungen des Herstellers beeinflusst und die Ersatzteile sind am Markt zu vergleichsweise günstigen Preisen erhältlich. Auch sind Reparaturanleitungen für ältere PKW-Modelle im Web recht zahlreich vorhanden, weswegen die Vorabinformation leichter fällt. Auch die Deutsche Automobil Treuhand GmbH beobachtet diese Bewegung schon seit einiger Zeit:

Dennoch sind auch neuere PKW Modelle nicht zwangsweise vom Selberschrauben ausgeschlossen. Viele Autobesitzer, die sich mit dem Austausch kleinerer Teile wie Lämpchen und Zündkerzen auskennen, nutzen die Möglichkeit, ein wenig Geld zu sparen. Zusammengefasst ergibt sich hieraus ein Gesamtanteil von vier Prozent aller PKW-Besitzer, die die Arbeiten an ihrem Wagen selbst durchführen.

Woran erkenne ich eine defekte Lichtmaschine?

Fehler, die durch eine defekte Lichtmaschine verursacht werden, sind oftmals nicht eindeutig auf diese zurückzuführen. Eine defekte Lichtmaschine kann daran erkannt werden, dass die Ladekontrollampe im Armaturenbrett auch bei einem arbeitenden Motor weiter leuchtet. Dabei handelt es sich um das Symbol der kleinen Batterie. Dabei kann es sich allerdings auch um einen Defekt der Autobatterie, einen schlecht gespannten oder abgenutzten Keilriemen beziehungsweise fehlerhafte Kabel handeln. Ein weiteres Anzeichen für einen Defekt der Lichtmaschine ist, dass die Batterie trotz zugeschaltetem Motor sehr schnell entlädt, da diese bei einer defekten Lichtmaschine alle elektronischen Verbraucher versorgt, ohne dass sie aufgeladen wird.

Zudem lässt sich das Auto nicht mehr starten, wenn die Batterie nicht mehr von der Lichtmaschine mit Energie versorgt wird, da der Anlasser ebenfalls nicht mehr mit Strom versorgt wird. Ob der Fehler an der Lichtmaschine liegt oder an einer defekten Batterie, kann mit einem Fremdstart herausgefunden werden. Funktionieren die elektronischen Verbraucher des Fahrzeugs nach einem Fremdstart ebenfalls nicht und geht das Fahrzeug nach dem Fremdstart wieder aus, ist der Fehler in der Lichtmaschine zu finden. Ein geübtes Ohr erkennt auch an Schleifgeräuschen aus dem Motorraum eine defekte Lichtmaschine, wenn deren Lager defekt sind. In diesem Fall kündigt sich ein baldiger Ausfall der LiMa an.

Reparatur und Austausch der Lichtmaschine

Für den Austausch einer Lichtmaschine muss nicht unbedingt eine Werkstatt aufgesucht werden, da es sich nicht um ein sicherheitsrelevantes Bauteil handelt. Ein einfaches Schraubenschlüsselset und eine Ratsche mit entsprechenden Aufsätzen – in der Regel 17er-Nüsse – reichen aus, um die Lichtmaschine zu wechseln. Bei einigen Modellen wird ein Torx-Aufsatz benötigt. Vor dem Wechsel der Lichtmaschine sollte unbedingt die Batterie abgeklemmt werden. Bei Lichtmaschinen, die mit Kühlflüssigkeit arbeiten, muss diese vor dem Ausbau abgelassen und nach dem Austausch des Geräts fachgerecht entsorgt werden. Die richtige Lichtmaschine für das zu reparierende Fahrzeug findet man oftmals auf Portalen im Internet. So zum Beispiel bei daparto, einem Preisvergleichsportal für Autoteile.

Beim Einbau der neuen Lichtmaschine muss darauf geachtet werden, dass die Spannung des Keilriemens den Vorgaben des Fahrzeugherstellers entspricht. Manche Lichtmaschinen verfügen über einen automatischen Spanner, der beim Einbau gespannt werden muss. Bei anderen Ausführungen muss der Keilriemen per Hand gespannt werden, wobei der Einsatz eines geeigneten Hebels genügt. Geübte Schrauber können die Spannung des Keilriemens mit den Fingern überprüfen. Ein gut sitzender Riemen darf sich an keiner Stelle um mehr als 90 ° verdrehen lassen oder gar bei Motorbetrieb quietschen. Idealerweise wird der Keilriemen beim Austausch der Lichtmaschine mit gewechselt. Bei zusätzlichen Laufgeräuschen sollte auch die Umlenkrolle gewechselt werden.

Der richtige Ort für Reparaturarbeiten

Wer selbst Hand anlegen möchte, braucht selbstverständlich nicht nur einen entsprechenden Ort, sondern auch das passende Werkzeug. Je nach Art der Arbeiten kann dabei durchaus eine Hebebühne oder weiteres Profiwerkzeug benötigt werden. PKW-Besitzer mit einer eigenen Werkstatt sollten sich daher schon vorab um eine umfangreiche Werkstattausstattung kümmern, bevor sie mit den Arbeiten an ihrem PKW beginnen.

Der Vorteil der eigenen Werkstatt ist, dass keine Mietkosten auf den PKW-Besitzer zukommen und dass er weitestgehend unbeeinflusst von dritten Personen an seinem Wagen arbeiten kann. Nachteilig auswirken können sich jedoch die hohen Kosten für eine hochwertige Werkstattausrüstung. So sollten Autobesitzer erst dann über die Einrichtung einer eigenen Werkstatt nachdenken, wenn sie regelmäßig an ihrem PKW schrauben möchten.

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Für viele Arbeiten am eigenen PKW ist eine Hebebühne unerlässlich

Eine Alternative zur eigenen Werkstatt sind auch die sogenannten Mietwerkstätten. Hier vermietet der Besitzer einer großen Werkstatthalle einzelne Arbeitsplätze an PKW-Besitzer, die Reparatur- und Wartungsarbeiten selbst durchführen möchten. Dabei entstehen für die Kundschaft selbstverständlich Mietkosten, die entweder pro Stunde oder auch pro Tag berechnet werden. Der Vorteil der Mietwerkstätten liegt darin, dass sie oftmals sehr gut ausgestattet sind. Viele Werkstätten können es sich nicht leisten, ihrer Kundschaft mangelhafte Werkzeuge und Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, da sie sonst gegebenenfalls für Defekte haften müssten.

Wer also keine eigene Werkstatt hat, findet in Mietwerkstätten in der Regel all das Werkzeug, das er für die Arbeiten am eigenen Wagen benötigt. Aktive Hilfestellung ist jedoch nicht in jeder Mietwerkstatt gegeben. Der Besitzer der Werkstatthalle versteht sich in der Regel nur als Vermieter und nicht als aktiver Dienstleister. So sind PKW-Besitzer auch in einer Mietwerkstatt weitestgehend auf sich gestellt und sollten vor dem Beginn der Arbeiten detaillierte Informationen zu den geplanten Schritten einholen.

Ersatzteile risikofrei beschaffen

Für den Austausch von Verschleißteilen und größeren Autoteilen braucht es selbstverständlich entsprechende Ersatzteile. Von der Auspuffanlage über die Lichtmaschine bis hin zu Kleinteilen wie Wischergestänge und Spiegel ist es wichtig, ausschließlich auf hochwertige und langlebige Ersatzteile zurückzugreifen. Wer hier aus falschen Beweggründen spart, wird schon nach kurzer Zeit erneut Hand anlegen, oder sogar einen umfangreicheren Defekt am PKW in Kauf nehmen müssen.

Es ist also wichtig, dass sich PKW-Besitzer intensiv mit den richtigen Quellen für Ersatzteile auseinandersetzen. Der Fachhandel vor Ort ist dabei häufig die beliebteste Variante, aber nicht der einzige Weg. So nutzen laut des bereits genannten DAT-Reports aus 2015 ganze dreizehn Prozent der Autofahrer das Internet für den Kauf von Ersatzteilen. Hier jedoch ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, denn laut stellenweise finden PKW-Besitzer bei manchen Anbietern nur unzureichende Informationen über die Herkunft und den Charakter der ausgewählten Ersatzteile, während andere die Ersatzteile detailliert beschreiben.

Für defekte Autoteile sollten Besitzer stets hochwertigen Ersatz beschaffen

Ein professioneller Anbieter, der Ersatzteile über das Web vertreibt, wird an der Menge der Informationen zu einzelnen Produkten also nicht sparen. Autobesitzer sollten schon beim Durchlesen der Details zu Qualität, Beschaffenheit und Herkunft Antworten auf all ihre Fragen finden.

Ist dies nicht der Fall und ergeben sich bei der Suche nach Ersatzteilen eines Anbieter sogar weitere Fragen und Unsicherheiten, so ist die Wahl eines anderen Verkäufers in den meisten Fällen eine gute Entscheidung. Ein Anbieter sollte außerdem dazu in der Lage sein, seiner Kundschaft bei Anfragen per Mail oder Telefon mit wertvollem Rat und weiteren Informationen zur Seite zu stehen. Dann ist es möglich, Ersatzteile ohne ein mulmiges Gefühl in der Magengegend auch über das Internet zu erstehen.

Bildquellen:
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Mia Iannotta

Mia ist seit Mitte 2015 das italienische und - viel wichtiger - weibliche Herz von AUTOmativ.de. Ohne ihre unregelmäßigen Artikel wäre das Magazin lebloser und langweiliger. Mia lebt die meiste Zeit des Jahres im Großraum Rom, den Rest verbringt sie irgendwo anders. Warum sie manchmal über Automobile schreibt? Nun, als wir sie auf der Mille Miglia beobachteten, wie sie sich um die Alfisti kümmerte, konnten wir einfach nicht widerstehen.

Ein Gedanke zu „Ratgeber Kfz-Reparaturen in Eigenregie: Darauf sollte man achten

  • 1. Mai 2019 um 21:12
    Permalink

    So verlockend manch billiges Angebot in der Bucht und auf anderen Plattformen auch sein mag, es lohnt sich auf alle Fälle auf Markenqualität zu achten. So sind zum Beispiel Firmen wie Bosch oder Valeo auch in der Erstausrüstung vertreten, also quasi Originalteile.

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