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MeVe Alldo OFF-R: Merlo zeigt kompakten Allrad-Camper mit Elektro-allradantrieb

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Mit dem Alldo OFF-R zeigt die italienische Merlo-Gruppe, wie sich ihre neue Nutzfahrzeugplattform als Basis für einen Offroad-Camper nutzen lässt. Das auf der IAA Transportation 2026 ausgestellte Fahrzeug verbindet ein kurzes Frontlenker-Fahrerhaus mit einem Alkovenaufbau. Für die Alldo-Familie sind batterieelektrische Antriebe und ein Range Extender vorgesehen. Die vollständigen technischen Daten des Campers stehen allerdings noch aus. Merlo ist vor allem als Hersteller von Teleskopladern und Arbeitsmaschinen bekannt.

Mit der neuen Sparte MeVe, kurz für Merlo Vehicles, erweitert das Unternehmen sein Geschäft um Nutzfahrzeuge. Die dafür entwickelte Baureihe Alldo soll unterschiedliche Aufgaben übernehmen – vom Lieferverkehr über kommunale Dienste bis zum Personentransport. Der OFF-R ergänzt diesen Ansatz um eine Freizeitvariante, die auf den ersten Blick deutlich aus dem üblichen Camperangebot heraussticht.

Galerie: MeVe Alldo OFF-R auf der IAA Nutzfahrzeuge 2026

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Das orangefarbene Kajak ist seitlich am Wohnaufbau befestigt. Darüber sitzen Sandbleche – der MeVe ALLDO OFF-R präsentiert sich auf der IAA Transportation als Reisefahrzeug für Outdoor-Aktivitäten.

MeVe OFF-R: Allradtechnik unter einem Alkovenaufbau

Das auf der diesjährigen IAA Transportation vorgestellte Messefahrzeug trägt eine kantige Wohnkabine mit einem über das Fahrerhaus reichenden Alkoven. Seitlich sind ein Kajak und Sandbleche befestigt, auf dem Dach des Fahrerhauses befindet sich ein Träger mit Ersatzrad. Grobstollige Reifen und die orangefarbenen Anbauteile prägen den Auftritt ebenso wie die weit nach vorne gerückte Kabine mit ihren großen Glasflächen. MeVe beschreibt den OFF-R als Allradfahrzeug mit einer auf unbefestigte Wege abgestimmten Fahrwerksauslegung. Konkrete Angaben zur Bodenfreiheit, zu Differenzialsperren oder zur Wattiefe veröffentlicht der Hersteller auf der Modellseite jedoch nicht.

Kompakte Basis: 5,17 Meter Fahrgestelllänge

Für den OFF-R nennt MeVe eine Fahrgestelllänge von 5.170 Millimetern, eine Fahrerhausbreite von 1.750 Millimetern und eine Fahrerhaushöhe von 2.475 Millimetern. Der angegebene Lenkradius beträgt 5,85 Meter.

Alldo-Plattform mit Elektroantrieb und Range Extender

Die technische Grundlage ist modular angelegt. Merlo nennt für die Alldo-Familie Batteriegrößen von 55, 75 und 110 kWh sowie Reichweiten zwischen 200 und 500 Kilometern, abhängig von der Ausführung. Zusätzlich ist eine Range-Extender-Version vorgesehen, bei der ein Verbrennungsmotor ausschließlich als Generator arbeitet. Die Räder werden auch dabei elektrisch angetrieben. Für diese Variante stellt der Hersteller bis zu 1.000 Kilometer Gesamtreichweite in Aussicht. Aber Vorsicht: Das sind Plattformangaben, keine bestätigten Reichweiten des OFF-R-Campers.

Für ein Reisefahrzeug eröffnet dieser Ansatz grundsätzlich zwei unterschiedliche Nutzungsprofile: batterieelektrisches Fahren mit entsprechenden Ladepausen oder einen elektrischen Antrieb mit zusätzlicher Stromerzeugung unterwegs. Welche Batterie und welche Antriebsausführung das gezeigte Fahrzeug besitzt, bleibt offen.

Einzelradaufhängung und unterschiedliche Gewichtsklassen

Das Basisfahrzeug besitzt einen Stahlrahmen mit C-Profil und Einzelradaufhängungen an beiden Achsen. Vorne verwendet Merlo Doppelquerlenker, hinten Schräglenker. Für die Fahrzeugfamilie sind außerdem verschiedene Radstände und Gewichtsklassen von 3,5 bis 7,5 Tonnen vorgesehen.

Merlo bezeichnet die auf der IAA vorgestellten Fahrzeuge als erste Prototypen in einer frühen Entwicklungsphase. Ein verbindlicher Serienstart und ein Preis für den OFF-R-Camper wurden nicht genannt. Damit ist der OFF-R zunächst ein Ausblick auf einen ungewöhnlichen Elektro-Camper.

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Benjamin Brodbeck

Autos waren für Benjamin nie nur Fortbewegungsmittel. Seine Faszination begann bereits in frühester Kindheit – familiär geprägt durch die Nähe zu Porsche in Zuffenhausen und die Erfahrung, dass Fahrzeuge Charakter, Geschichte und eine ganz eigene Persönlichkeit haben können. Heute ist er Herausgeber von AUTOmativ.de und arbeitet als Journalist an der Schnittstelle von Automobilen, Technologie und Wirtschaft. Er sucht nach der Seele in Autos: nach Konzepten, die überzeugen, nach Fahrzeugen mit echtem Charakter und nach den Menschen hinter den Ideen. Mit Gesprächen, Analysen und Reportagen ordnet er die Entwicklungen der Automobilwelt ein – immer mit dem Blick für Technik, Emotion und die Geschichten, die eine Branche verändern.

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