Jaguar Type 01 mit drei Meter langem Alu-Teil?! – Was hinter dem „Impossible Panel“ steckt
Eine rund drei Meter lange Aluminium-Seitenwand, fünf geformte Flächen und 1.500 Stunden Entwicklungsarbeit: Jaguar bezeichnet ein Karosserieteil des neuen Type 01 als „Impossible Panel“. Die Bezeichnung spielt auf die komplexe Form an, die laut Hersteller mit herkömmlichen Umformverfahren nur schwer („impossible = unmöglich“, scheint ja doch möglich zu sein ;-)) herzustellen sei. Eine Technik, die große Karosserieteile in einem Stück fertigt, ist in der Branche allerdings nicht neu. Der Vergleich mit Tesla und chinesischen Herstellern liegt nahe, die Verfahren sind aber verschieden.
Tesla und XPeng machen doch dasselbe?!
Tesla beispielsweise verwendet beim Model Y einen einteiligen Druckguss für den hinteren Unterboden. Xpeng beschreibt für den G6 integrierte Aluminium-Druckgussteile vorn und hinten; Xiaomi nennt für seine Technik ein 72-in-1-Druckgussteil für den hinteren Unterboden. Das Jaguar-Bauteil ist dagegen ein gepresstes Aluminiumblech. Gemeinsam ist den Ansätzen vor allem die Arbeit mit großformatigen, komplex geformten Karosserieteilen; sie sind keine identische Fertigungstechnik. Das Ziel aller Verfahren – ob Druckguss oder Alu: Kostenreduktion bei gleichzeitiger Erhaltung der Oberflächenspannung.
Das „Impossible Panel“: ein komplex geformtes Aluminiumteil
Die etwa drei Meter lange Seitenwand des Type 01 wird laut Jaguar in fünf glatte Flächen gepresst, die durch Radien voneinander getrennt sind und an einem Punkt zusammenlaufen. An der Entwicklung seien rund 1.500 Stunden gearbeitet worden. Dabei kommt eine Presse mit 2.500 Tonnen Druck zum Einsatz. Jaguar verbindet die Umformtechnik mit manueller Entwicklungsarbeit, um die komplexe Form in die Serienfertigung zu übertragen. Das Bauteil soll die klare Seitenansicht des GT ermöglichen. Jaguar beschreibt es als Herausforderung für die Umformung von Aluminiumblech.

