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Jaguar baut autonomes Fahrzeug mit Augen – und es erinnert an einen Horrorfilm

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Man schreit und schreit und schreit, aber kein Laut verlässt die Kehle, niemand kann einen hören – kennen Sie diesen Alptraum? Ich kann ihn mir jetzt zumindest vorstellen, denn das liebe große Monster mit seinen überdimensionalen und schielenden Augen, das Jaguar Land Rover erschaffen hat, entspricht genau dieser Situation. Wenn so die autonome Mobilitätswelt aussehen soll, flüchte ich an’s andere Ende der Welt.

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Alleine die Vorstellung, beim Überqueren der Straße permanent von diesen hängenden Monsteraugen angeschaut und beobachtet zu werden, löst in mir extremes Unwohlsein aus. Ganz ehrlich: hilft eine derartige Konstruktion wirklich, Vertrauen zwischen uns Fleischwürsten und der kalten Elektronik aufzubauen? Wenn ich mir das so anschaue, denke ich: eher nicht.

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Big brother is watching you. Und zwar nur mit einem Auge und hängendem Lid. Was auch immer damit bezweckt wird: nicht nur kleine Kinder werden sicherlich Angst haben.

Jaguar Land Rover erarbeitete dieses Fahrzeug mit Universitäten, Psychologen und allen möglichen intelligenten Menschen, die da draußen etwas zu sagen haben. Ergebnis ist die folgende Erkenntnis:

„Es zählt zu den Selbstverständlichkeiten, dass Fußgänger Blickkontakt zum Fahrer eines nahenden Wagens aufnehmen, bevor sie die Straße betreten. Es ist uns wichtig zu verstehen, wie sich dies in die stärker automatisierte Welt der Zukunft übertragen lässt. Wir möchten herausfinden, ob es sinnvoll ist, die Menschen mit umfassenden Informationen über die Absichten eines Fahrzeugs zu versorgen – oder ob man einen Fußgänger einfach nur wissen lässt, dass er erkannt wurde und auf diese Weise Vertrauen aufbaut.“

Pete Bennett, Future Mobility Research Manager bei Jaguar Land Rover

Alles ganz nett. Und auch gut, dass man sich damit auseinandersetzt. Aber so fühle ich mich eher wie in einem Horrorfilm. Ich schreie und schreie und schreie – und kein Laut verlässt meine Kehle …

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Benjamin Brodbeck

Autos waren für Benjamin nie nur Fortbewegungsmittel. Seine Faszination begann bereits in frühester Kindheit – familiär geprägt durch die Nähe zu Porsche in Zuffenhausen und die Erfahrung, dass Fahrzeuge Charakter, Geschichte und eine ganz eigene Persönlichkeit haben können. Heute ist er Herausgeber von AUTOmativ.de und arbeitet als Journalist an der Schnittstelle von Automobilen, Technologie und Wirtschaft. Er sucht nach der Seele in Autos: nach Konzepten, die überzeugen, nach Fahrzeugen mit echtem Charakter und nach den Menschen hinter den Ideen. Mit Gesprächen, Analysen und Reportagen ordnet er die Entwicklungen der Automobilwelt ein – immer mit dem Blick für Technik, Emotion und die Geschichten, die eine Branche verändern.

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