Seat Leon Cupra R: Marketing-Brei oder heißer Asphaltjäger?

Jetzt nochmal schnell eine auf 799 Einheiten limitierte Cupra R-Variante bringen, um nochmal so richtig heiß zu machen auf Seat und ein paar Autos mehr zu verkaufen? Wohl kaum. Der Seat Leon Cupra R ist als Fahrmaschine ganzheitlich durchdacht und bringt die richtigen Akzente.


 

Seat Leon Cupra R mit 310 PS und 400 Nm Drehmoment

Schon der normale Seat Leon Cupra mit seinen 300 PS und 380 Nm Drehmoment aus einem Zweiliter-Vierzylinder-TFSI des VW-Konzernregals ist kein Leisetreter. Auf der IAA steht jedoch ein noch stärkeres Derivat: der Seat Leon Cupra R. Auf 799 Einheiten weltweit streng limitiert, fällt er mit viel Carbon, Bronzematt-lackierten Elementen und einer verbreiterten Karosserie auf.

Galerie: Seat Leon Cupra R

Seat Leon Cupra R
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Sein Motor ist unverändert das Zweiliter-Aggregat, dessen sich unter anderem auch Golf R oder RS3 bedienen. Freunde der manuellen Getriebekunst kommen hiermit voll auf ihre Kosten, denn im Seat Leon Cupra R werden die sechs Gänge ausnahmslos von Hand gerissen. 10 PS und 20 Nm extra gönnen die Spanier ihrem kleinen Powerzwerg. Leider bekommt der kleine Racker nach wie vor kein Allradantrieb. Das wär’s gewesen. Aber da hat die Konzernmutter wahrscheinlich was dagegen.

Neu abgestimmtes Fahrwerk

Neben den Karosserieapplikationen in Bronze matt, Karosserieverbreiterungen der Radhäuser und der zusätzlichen Lufteinlässe sowie der Carbonteile und der optionalen Außenfarbe in Grau matt gibt es eine neue Fahrwerksabstimmung des adaptiven Dämpfersystems und eine Brembo-Bremsenanlage. Die vordere Spur wächst ein wenig und Seat verbaut eine neue Abgasanlage.

Der Innenraum erhält ebenfalls Carbon- und Kupferelemente an Lenkrad und Schaltknauf. Alcantara ist in einer solchen Sportskanone fast schon selbstverständlich.

 

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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