Ratgeber Wunschkennzeichen reservieren: So spart man bares Geld!
Viele Verkehrsteilnehmer möchten gerne ein eigenes Wunsch-Kennzeichen an ihrem Auto haben – wir im Übrigen auch. Es ist Identifikationsmerkmal und beschreibt oftmals die Zugehörigkeit zum eigenen Fahrzeug. Doch wie reserviert man sich möglichst kosten- und zeiteffizient sein Wunschkennzeichen? Auf der Zulassungsstelle vertrödelt man oft viel Zeit beim Warten auf die neuen Schilder. Und günstig sind sie meistens auch nicht. Wir wurden auf eine Möglichkeit aufmerksam gemacht, die wir beim nächsten Wunschkennzeichen auf jeden Fall in Betracht ziehen werden.
Vor der Zulassung müssen die Kennzeichen gekauft werden
Rund die Hälfte aller Verkehrsteilnehmer reservieren sich ein Wunschkennzeichen für ihr Fahrzeug. Vor der Zulassung ist es daher zwangsläufig erforderlich, die Schilder zu kaufen. Doch wo macht man dies möglichst kosten- und zeiteffizient?
Wer sich nicht extra einen Tag Urlaub nehmen möchte, um zur Zulassungsstelle zu fahren und dort stundenlang zu warten um sein Auto anzumelden, kann sein Wunschkennzeichen auch online reservieren. Die meisten Bezirke und Zulassungsstellen bieten diesen Service schon seit längerer Zeit an. Geplant ist für die Zukunft sogar, den Behördengang komplett wegfallen zu lassen und alles online zu bestellen.
Meistens lässt man bei den Schilderbuden vor Ort sein reserviertes Wunschkennzeichen produzieren. Das ist oft lustig, weil die Menschen dort launige Wesen sind, aber auch recht teuer. Preise vor Ort liegen häufig bei 35 Euro für zwei Autokennzeichen.
Online reservieren, online bestellen
Wer sich also dem Wandel der freien Marktwirtschaft unterwerfen möchte und ausreichend Vorlaufzeit miteinberechnet, kann seine Kennzeichen auch online bestellen. Dass man hiermit Zeit sparen kann, liegt auf der Hand.
Zulassungsstelle schnell finden und Öffnungszeiten prüfen
Gerade nach einem Kennzeichenverlust oder bei einer Neuzulassung zählt oft jede Minute. Bevor man sich auf den Weg macht, lohnt sich deshalb ein Blick auf die zuständige Behörde. Eine praktische Übersicht aller deutschen Zulassungsstellen mit Adressen, Kontaktdaten und – sofern verfügbar – Informationen zu Öffnungszeiten und Terminvereinbarungen bietet diese Übersicht aller Zulassungsstellen in Deutschland. So lässt sich schnell die richtige Anlaufstelle finden und unnötige Warte- oder Fahrzeiten lassen sich oft vermeiden.
Auch ratsame Alternative, wenn die Kennzeichen geklaut wurden
Richtig ärgerlich ist es, wenn man morgens ans Auto kommt, zur Arbeit fahren will und mit Erstaunen feststellt, dass das eigene Kfz-Kennzeichen weg ist. Jetzt sollte man möglichst schnell reagieren und den Verlust beziehungsweise den möglichen Diebstahl schnell bei der Polizei melden. Meldet man den Verlust nicht umgehend, kann das richtigen Ärger bedeuten, wenn die Kfz-Kennzeichen beispielweise bei einer Straftat benutzt werden, wird der Papierkrieg umso größer und man gerät in Erklärungsnot. Folgende Schritte sind jetzt zu unternehmen:
Bei Diebstahl ist eine Bescheinigung über die Anzeige bei der Polizei erforderlich. Bei Verlust benötigt man eine eidesstattliche Versicherung des Fahrzeughalters, den Personalausweis bzw. einen Reisepass des Fahrzeughalters, die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein), die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief) und den Untersuchungsbericht der letzten Hauptuntersuchung (HU).
Hat man alle Dokumente zusammen geht es zur Zulassungsstelle.
Eidesstattliche Versicherung bei Verlust
Wer sich absolut sicher ist, dass er das Kfz-Kennzeichen nur verloren hat, kann eine sogenannte Verlustbescheinigung ausfüllen. Dafür bieten viele Zulassungsstellen ein vorgefertigtes Formular an, mit dem man rechtlich auf der sicheren Seite ist. Damit bestätigt der Fahrzeughalter an Eides statt, das er das Kfz-Kennzeichen verloren hat und versichert zugleich, das Nummernschild nicht beschlagnahmt, gepfändet, sichergestellt oder als Sicherheit an anderer Stelle hinterlegt worden ist.
Den Weg zur Zulassungsstelle sollte man übrigens nicht mit dem PKW unternehmen, bei dem das Kennzeichen nun fehlt. Die alten Kennzeichen werden für mindestens fünf Jahre gesperrt, was auch gleich die Frage beantwortet ob man sein altes Kennzeichen oder sogar Wunschkennzeichen wieder bekommt.
Welche Kosten kommen auf den Fahrzeughalter zu?
Die Gebühren für eine Zulassung setzen sich aus mehreren Einzelposten zusammen, darunter die eigentliche Zulassungsgebühr, die Ausgabe der Kennzeichenschilder und gegebenenfalls die Reservierung eines Wunschkennzeichens. Je nach Bundesland und Zulassungsstelle können diese Beträge leicht variieren, auch wenn die Unterschiede in der Praxis meist überschaubar bleiben.
Wer ein Wunschkennzeichen reservieren möchte, sollte dies bereits vor dem eigentlichen Termin online erledigen, da viele Zulassungsstellen entsprechende Reservierungssysteme anbieten. Ohne vorherige Reservierung wird stattdessen automatisch das nächste verfügbare Kennzeichen der gewählten Kombination vergeben, was bei sehr gefragten Buchstabenkombinationen zu Verzögerungen führen kann.
Zusätzlich zur einmaligen Zulassungsgebühr fällt die jährliche Kfz-Steuer an, deren Höhe sich unter anderem nach Hubraum, Schadstoffklasse und CO2-Ausstoß richtet. Bei Elektrofahrzeugen entfällt diese Steuer aktuell noch für einen befristeten Zeitraum ab Erstzulassung, was bei der Kalkulation der laufenden Kosten berücksichtigt werden sollte.
Besonderheiten bei Um- und Abmeldung
Wer innerhalb Deutschlands umzieht, muss das Fahrzeug in der Regel nicht sofort ummelden, sollte dies aber innerhalb weniger Wochen nachholen, da sonst ein Bußgeld drohen kann. Bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk ändert sich zudem meist das Kennzeichen, sofern das alte nicht als Wunschkennzeichen kostenpflichtig mitgenommen wird.
Eine Abmeldung wird notwendig, wenn ein Fahrzeug verkauft, verschrottet oder vorübergehend stillgelegt werden soll. Die Kennzeichenschilder müssen dafür physisch vorgelegt werden, da eine Abmeldung ohne die Originalschilder bei den meisten Zulassungsstellen nicht möglich ist.
Wer ein Fahrzeug nur für einige Monate stilllegen möchte, etwa über den Winter, kann die Kennzeichen bei der Zulassungsstelle hinterlegen und zu einem späteren Zeitpunkt gegen eine geringere Gebühr wieder abholen, statt eine komplett neue Zulassung durchzuführen.

