Änderung der StVO – Winterreifenpflicht tritt am Samstag in Kraft

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Am morgigen Samstag, den 4 Dezember 2010, tritt die neue Winterreifenpflicht in Kraft, die jüngst von Bundesrat beschlossen wurde. Die Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung (§ 2 Abs. 3a der StVO) bringt einige Änderungen nach sich. Die Verschärfung der Winterreifenpflicht wurde von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angestoßen.


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Nderung Der Stvo Winterreifenpflicht Tritt Am Samstag In Kraft
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„Was der Winter auf unseren Straßen anrichtet, das kann man in diesen Tagen deutlich sehen. Wer jetzt mit den falschen Reifen unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Viele sind bereits gut ausgerüstet. Ab morgen müssen nach dem Gesetz alle Fahrer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen aufziehen, ansonsten droht der Bußgeldbescheid“,

so Ramsauer in einer Pressemitteilung des Bundesverkehrsministeriums.

Winterreifenpflicht: Hohes Bußgeld und Punkte in Felnsburg drohen

Wer gegen die neue Winterreifenpflicht verstößt, der muss mit einem doppelt so hohen Bußgeldbescheid wie bisher rechnen. Die Pflicht mit Winterreifen zu fahren gilt sobald sich auf den Straßen Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte bildet.

40 Euro kostet es nun, wenn man dabei von den Ordnungshütern erwischt wird. Sogar 80 Euro werden fällig, wenn man andere Verkehrsteilnehmer behindert. Letzteres Beispiel zieht automatische den Eintrag eines Punktes im Flensburger Verkehrszentralregister vor.

Zugelassen sind alle ausgewiesenen Winterreifen (zu erkennen an der Schneeflocke auf der Karkasse) und außerdem die sogenannten Ganzjahresreifen (zu erkennen an den Buchstaben M+S auf der Karkasse des Reifens).

Die Änderung der Straßenverkehrsordnung wurde bereits am 26. November vom Bundesrat beschlossen.

Das hat Auswirkungen auf die Preise

Das Internetportal Auto.de hat einen großangelegten Preisvergleich zu den Kosten für den Wechsle von Sommer- auf Winterreifen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 733 Werkstätten in bundesweit 111 Städten und Gemeindengetestet . Die Recherche bezog sich dabei auf die Kosten für den Winterreifenwechsel, das Auswuchten der Räder und die Einlagerung des ungenutzten Reifensatzes für ein halbes Jahr.

Leben und Leben lassen

Die Durchschnittspreise von 20 Euro für den Winterreifenwechsel, von 24 Euro für das Auswuchten der Räder und 28 Euro für das Einlagern des ungenutzten Reifensatzes, geben Verbrauchern eine guten Anhaltspunkt, für den alljährlich anstehenden Werkstattbesuch.

Allerdings sollte man auch nicht unbedingt versuchen, an das untere Ende der Preisspirale zu gelangen. Zwar ist der Wechsel von Sommer– auf Winterreifen keine allzu anspruchsvolle Tätigkeit (zumindest für Fachleute). Dennoch muss diese Arbeit sorgfältig erledigt werden.

Werkstätten die zu billigsten Tarifen arbeiten, müssen eine hohe Frequenz an Kundenfahrzeugen durch die Werkstatt schleusen, damit es sich für sierechnet. Ob dann zum Beispiel ein Drehmomentschlüssel nach Herstellervorgaben beim Befestigen der Radschrauben zum Einsatz kommt, ist zweifelhaft. In vielen Fällen donnern die Werkstätten die Radschrauben samt Winterrad einfach nur mit dem Schlagschrauber an das Auto. Mit so einem Fahrzeug möchte man nicht unbedingt auf der Straße unterwegs sein.

Kosten für den Winterreifenwechsel

Das die Preisunterschiede für den Winterreifenwechsel je nach Region differieren war zu erwarten. Doch selbst innerhalb von Gemeinden oder Städten waren Preisunterschiede von bis zu 40 Euro und mehr für die gleiche Tätigkeit festzustellen.

Bundesweit wurde ein Durchschnittspreis von rund 20 Euro für den Winterreifenwchsel ermittelt. Die teuerste Werkstatt verlangte 80 Euro für das Umstecken der Räder – ohne Wuchten. Kein schlechter Stundenlohn, wenn man bedenkt, das man mit einer professionellen Werkstattausrüstung (Hebebühne, Schlagschrauber etc.) kaum mehr als 30 Minuten benötigt.

Kosten für das Einlagern von Reifen

Außer dem Preisvergleich für das Wechseln der Winterreifen haben die Tester noch die Preise für das Einlagern von Reifen ermittelt. Für viele Autofahrer, vor allem in den Städten, eine komfortable Lösung, um die im kommenden Halbjahr nicht mehr benötigten Sommerreifen nicht auch noch in den viel zu kleinen Keller räumen zu müssen. Für das Einlagern von vier Reifen errechnete sich ein bundesweiter Durchschnitt von 28 Euro für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten.

Kosten für das Auswuchten von Rädern

Für das Auswuchten der Winterräder verlangten die Werkstätten im Durchschnitt 8 Euro pro Rad. Hier verlangte der deutsche Spitzenreiter 55 Euro – nur für das Wuchten. Der billigste wollte dagegen nur 9 Euro für alle Räder auf die Rechnung schreiben.

3 Gedanken zu „Änderung der StVO – Winterreifenpflicht tritt am Samstag in Kraft

  • 6. Dezember 2010 um 09:37
    Permalink

    Schaut man sich die Wetterlage im Moment in Deutschland an, dann ist die Winterreifenpflicht von nöten!

  • 7. Dezember 2010 um 06:05
    Permalink

    Winterreifenpflicht,
    ich bin generell für die größtmögliche Sicherheit auf der Straße. Wir haben M&S-Reifen montiert und mussten feststellen, dass die M&S-Reifen das Fahrzeug in der Kreisfahrt früher ausbrechen ließen als die ein Jahr alten Normalreifen.
    Wer bei Omnibussen auf der Vorderachse Sommerreifen als besonders sicher ansieht, hat die Fahrphysik von Fahrzeugen nicht verstanden und sollte wegen Unfähigkeit sein Rücktritt einreichen.
    Winterreifen für Krafträder und wo bekommt man die?
    Warum wurden Schneeketten außen vorgelassen?
    Wer in der Lage ist in Gebieten ohne Steigungen mit Normalreifen zu recht zu kommen und niemand behindert, dem Geld abzunehmen ist pervers.
    Wenn an gleicher Stelle zwei Fahrzeuge, eins mit M&S-Reifen und eins mit Normalreifen nicht weiterkommen und andere behindern, dann müssten auch beide ein Bußgeld bezahlen.
    Ich bin für Sicherheit, aber nicht dafür, dass die Reifenlobby manipuliert und verdient.
    Diese Flickschusterei haben die Bürger nicht verdient.
    Winter und Ganzjahresreifen nutzen schnelle ab und gefährden durch die frei werdenden Schadstoff mehr Menschen, als sie retten. Fragen Sie Menschen welche an MCS erkrankt sind. Im letzten Jahr sind mehr als 2000 Fälle registriert und es werden jedes Jahr mehr.
    Der Staat verdient durch den erhöhten Verschleiß kräftig mit.
    Die Erkrankten leiden mehr.
    Die Krankenkassenbeiträge steigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Franz Sani

  • 25. Februar 2011 um 11:16
    Permalink

    Ich finde die hätten das viel früher machen müssen – ein Blick nach Österreich hätte eigentlich gereicht aber naja – besser spät als nie!

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