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Mercedes-Benz S 450 e vs. S 500: Technischer Vergleich zweier Antriebskonzepte in der S-Klasse (2026)

Die aktuelle Generation der Mercedes-Benz S-Klasse bietet innerhalb derselben Modellreihe deutlich unterschiedliche Antriebskonzepte. Besonders klar wird dies beim Vergleich zwischen dem S 450 e als Plug-in-Hybrid und dem S 500 mit klassischem Sechszylinder-Benziner und Mildhybrid-Technik. Beide Varianten positionieren sich leistungsmäßig nahe beieinander, verfolgen technisch jedoch grundverschiedene Ansätze.

Unterschiedliche Antriebskonzepte mit ähnlicher Zielsetzung

Der Mercedes-Benz S 450 e kombiniert einen Reihensechszylinder-Ottomotor mit einem leistungsstarken Elektromotor und externer Lademöglichkeit. Ziel dieses Konzepts ist es, einen Großteil alltäglicher Fahrten elektrisch zurückzulegen und den Verbrennungsmotor vor allem für Langstrecken einzusetzen. Der S 500 hingegen setzt auf einen reinen Verbrenner mit integriertem 48-Volt-System. Hier steht eine kontinuierliche Leistungsentfaltung im Vordergrund, ergänzt durch elektrische Unterstützung in bestimmten Fahrsituationen, jedoch ohne elektrische Alleinfahrt.

Beide Modelle nutzen einen Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum als Basis. Während dieser beim S 500 dauerhaft als Hauptantrieb fungiert, wird er im S 450 e deutlich stärker in ein hybrides Gesamtsystem eingebettet.

Systemleistung und Leistungsentfaltung im Vergleich

Die Systemleistung des S 450 e liegt bei rund 380 PS, resultierend aus der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor. Der S 500 erreicht mit seinem Benziner inklusive Mildhybrid-Unterstützung rund 449 PS. In der Praxis bedeutet das, dass der S 500 eine höhere Dauerleistung und ein größeres Leistungsreservoir bei höheren Geschwindigkeiten bietet.

Der S 450 e kann hingegen seine Stärken insbesondere im unteren Geschwindigkeitsbereich ausspielen. Das sofort verfügbare Drehmoment des Elektromotors sorgt für ein sehr gleichmäßiges Anfahrverhalten und eine leise Leistungsabgabe im urbanen Umfeld. Bei höheren Geschwindigkeiten übernimmt zunehmend der Verbrennungsmotor, wobei das zusätzliche Gewicht des Batteriesystems spürbar wird.

Elektrischer Fahranteil und Reichweite

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist die elektrische Reichweite des S 450 e. Mit einer nutzbaren Batteriekapazität im Bereich von über 20 kWh ermöglicht das Fahrzeug je nach Fahrprofil elektrische Reichweiten von deutlich über 90 Kilometern nach WLTP. Damit lässt sich ein großer Teil alltäglicher Nutzung vollständig lokal emissionsfrei abdecken. Der S 500 verzichtet vollständig auf eine solche Möglichkeit. Das 48-Volt-System dient ausschließlich der Rekuperation und kurzzeitigen Unterstützung des Verbrennungsmotors, etwa beim Beschleunigen oder beim Start-Stopp-Betrieb. Rein elektrisches Fahren ist konstruktionsbedingt nicht vorgesehen.

Verbrauch, Emissionen und regulatorische Einordnung

In der offiziellen Verbrauchsangabe profitiert der S 450 e erheblich von seinem Plug-in-Hybrid-System. Die kombinierten Verbrauchswerte fallen deutlich niedriger aus als beim S 500, ebenso die CO₂-Emissionen. Diese Werte sind jedoch stark nutzungsabhängig und setzen regelmäßiges externes Laden voraus. Der S 500 weist einen höheren realistischen Kraftstoffverbrauch auf, bewegt sich für ein Fahrzeug dieser Größe und Leistungsklasse jedoch im erwartbaren Rahmen. Seine Emissionswerte sind entsprechend höher, bleiben jedoch innerhalb aktueller europäischer Grenzwerte. Aus regulatorischer Sicht ist der S 450 e insbesondere für Märkte mit CO₂-basierter Besteuerung und Dienstwagenregelungen attraktiver positioniert.

Gewicht, Fahrwerk und Fahrdynamik

Das zusätzliche Batteriesystem des S 450 e führt zu einem deutlich höheren Leergewicht. Dieses Mehrgewicht wirkt sich insbesondere auf die Achslastverteilung und das Fahrverhalten bei dynamischer Fahrweise aus. Mercedes-Benz kompensiert dies durch die serienmäßige Luftfederung, dennoch bleibt der S 450 e konzeptionell stärker auf Komfort und Effizienz ausgelegt.

Galerie: Mercedes-Benz S-Klasse Facelift (2026)

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Der S 500 ist trotz ebenfalls umfangreicher Technik leichter und bietet dadurch eine etwas direktere Leistungsentfaltung bei höherem Tempo. Beide Modelle verfügen serienmäßig über adaptive Fahrwerksysteme, wodurch sich die Unterschiede im Alltagsbetrieb auf hohem Niveau relativieren.

Langstreckeneignung und Nutzungsszenarien

Im klassischen Langstreckenbetrieb zeigt der S 500 seine konzeptionellen Vorteile. Ohne Ladepausen, mit konstantem Leistungsangebot und hoher Reichweite eignet er sich besonders für Vielfahrer. Der S 450 e spielt seine Stärken hingegen dann aus, wenn regelmäßige Ladeinfrastruktur verfügbar ist und ein hoher Anteil der Strecken elektrisch zurückgelegt werden kann. Gerade im urbanen und stadtnahen Umfeld bietet der Plug-in-Hybrid deutliche Komfort- und Effizienzvorteile, während der S 500 eher für dauerhaft hohe Geschwindigkeiten und lange Etappen konzipiert ist.

Positionierung innerhalb der S-Klasse-Baureihe

Innerhalb der S-Klasse stehen der S 450 e und der S 500 nicht in direkter Konkurrenz, sondern ergänzen sich. Der S 450 e adressiert Nutzer mit Fokus auf Effizienz, Elektrifizierung und regulatorische Vorteile. Der S 500 richtet sich an Kunden, die eine klassische, leistungsstarke Limousine mit moderner, aber zurückhaltender Elektrifizierung bevorzugen. Beide Modelle zeigen exemplarisch, wie breit Mercedes-Benz die S-Klasse technisch aufstellt, um unterschiedliche Anforderungen innerhalb derselben Baureihe abzudecken.

Mercedes-Benz S 450 e vs. S 500 (2026): Technischer Vergleich

Der Vergleich zwischen der Mercedes-Benz S 450 e Limousine und der S 500 4MATIC Limousine 2026 zeigt die Unterschiede bei Antrieb, Leistung, Reichweite und Verbrauch. Beide Modelle setzen auf moderne Sechszylinder-Motoren, unterscheiden sich jedoch durch die Hybrid-Technologie und die Systemleistung.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Mercedes-Benz S 450 e Limousine Mercedes-Benz S 500 4MATIC Limousine
AntriebHinterradantrieb (RWD)Allradantrieb (4MATIC)
Zylinder / HubraumR6 / 2.999 cm³R6 / 2.999 cm³
Nennleistung Verbrennungsmotor240 kW (326 PS)330 kW (449 PS)
Nenndrehmoment Verbrennungsmotor540 Nm600 Nm
Elektrische Leistung / Drehmoment120 kW (163 PS) / 480 Nm17 kW (23 PS) / 205 Nm
Systemleistung (kombiniert)320 kW (435 PS)
Systemdrehmoment680 Nm
Elektrische Reichweite (EAER)97–118 kmnicht vorhanden
Beschleunigung 0–100 km/h5,7 s4,5 s
Höchstgeschwindigkeit250 km/h250 km/h
Energieverbrauch kombiniert17,8–16,5 kWh/100 km + 3,0–2,2 l/100 km8,9–8,2 l/100 km
Kraftstoffverbrauch (entladene Batterie)8,5–7,4 l/100 km
CO₂-Emissionen (kombiniert)69–50 g/km203–187 g/km
CO₂-Klasse (kombiniert)B / G – FG
HV-Batterie nutzbarer Energieinhalt21,96 kWh
Länge5.194 mm5.194 mm
Breite1.921 mm1.921 mm
Höhe1.503 mm1.503 mm
Radstand3.106 mm3.106 mm
Wendekreis11,40 m11,60 m
Leergewicht2.445 kg2.175 kg
Zuladung605 kg660 kg
Zul. Gesamtgewicht3.050 kg2.835 kg
Gepäckraumvolumen345 l530 l
Tankinhalt67 l (davon 8 l Reserve)76 l (davon 8 l Reserve)
Zulässige Anhängelast (gebremst)2.100 kg
Zulässige Anhängelast (ungebremst)750 kg
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Mia Iannotta

Mia ist seit Mitte 2015 das italienische und - viel wichtiger - eines der beiden weiblichen Herzen von AUTOmativ.de. Ohne ihre Beiträge wäre das Magazin definitiv lebloser und langweiliger. Mia lebt die meiste Zeit des Jahres im Großraum Rom, den Rest verbringt sie irgendwo anders. Warum sie manchmal über Automobile schreibt? Nun, als wir sie auf der Mille Miglia beobachteten, wie sie sich um die Alfisti kümmerte, konnten wir einfach nicht widerstehen.

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