BYD F3DM (2011)

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Manchmal sind Träume Schäume: Im März 2008 kündigte der chinesische Hersteller auf dem Genfer Autosalon an, mit dem Elektro-Hybridfahrzeug F3DM, das ca. 9.500 Euro kosten sollte, den Weltmarkt erobern zu wollen.


Galerie: Byd F3dm 2011

Byd F3dm 2011
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BYD Voll-Hybridwww.emissionslos.com

Zweieinhalb Jahre später wird der Hybrid für den Privatverkauf nur in China freigegeben – für umgerechnet etwa 16.000 Euro. Zwei Jahre lang sind nur Behörden und Firmen in den Genuss gekommen, den ?Dual Mode?-F3 im Alltag zu testen. Ergebnisse? Wer weiß.

Rätselhaftes China

Auf der Herstellerwebsite verrät man einige Details über den F3DM. Eine hocheffiziente Fe- (Eisen-) Batterie (kein Tippfehler) sei für die Energieversorgung des Elektromotors zuständig, 168 PS bringen Elektromotor und Verbrennungsmotor zusammen auf die Straße. Die Leistung, so BYD, sei einem 2,4 Liter-Benzinmotor vergleichbar, und auf 100 Kilometern werden 16 Kilowattstunden Energie verbraucht. Hybrid? Moment mal.

Was ist mit dem Benzinverbrauch? Fünfundneunzig Prozent aller Autofahrer, so die Website, legen weniger als 100 Kilometer am Tag zurück. Dieser Feststellung folgt die Aussage, dass alle DM (Dual Mode)-Fahrzeuge von BYD im EV-Modus abgasfrei und ohne Spritverbrauch fahren. Aber wie ist das aufzufassen?

Soll Tanken nur noch als Notbehelf für längere Strecken nötig sein? Doch da auch von ?Fuel Economy? die Rede ist, scheint man auch hier von High-End-Technologie Gebrauch zu machen. Doch von welcher?

Hybrid ohne Eigenschaften

Über den Verbrennungsmotor ist auf der Herstellerwebsite lediglich herauszufinden, dass er 67 PS stark ist – eine Information, die bezüglich des Elektromotors einige Fragen aufwirft. Dies könnte man nun mit dem F3-Standardmotor vergleichen, doch der Hersteller, der nicht mit schicken Galeriefotos von Nebelschlussleuchten und Sonnendach spart, schweigt lieber über den F3-Motor.

Ein herunterladbares Datenblatt listet pflichtgetreu jede optionale Chromleiste, Armstütze und Leselampe auf, nur keine technischen Daten. Emissionswerte? Fehlanzeige. Nun, sei?s drum. Das ?erste Auto der Welt, das an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann?, bleibt mysteriös.

Angesichts solch kruder Informationspolitik fragt man sich, wie der Hersteller die Marktchancen des eigenen Fahrzeugs eigentlich interpretiert. Von Export jedenfalls ist vorerst nicht mehr die Rede.

Technische Daten BYD F3DM (2011)

Preis: 27.000 Euro
Verbrauch:–
CO2 Emission: —
Typ: Elektroauto
Leistung: 38 kW/168 PS
Drehmoment: 450 Nm
Beschleunigung 0-100 km/h: 14 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: —

2 Gedanken zu „BYD F3DM (2011)

  • 28. Februar 2011 um 14:01
    Permalink

    die ganze byd-story ist typisch für die chin.möchtegern-mentalität. u.u. ist das ganze auch ein groß angelegter betrug, an dem nur einige wenige gut verdienen.
    für viele anleger, bleibt eben aug gut bayrisch etwas weng wang

    die sog. börsenexperten, die eigentlich nur fuzzies sind, dürften eigentlich nur noch, und das lebenslang, diese chin. reisschüsseln fahren, und nashornpulver für ihr wichtigstes organ zu sich nehmen.
    so ähnlich wie woody ellen oder berlusconi sagte: mein hirn ist mein zwei8twichtigstes organ.
    mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

  • 11. Juli 2011 um 23:02
    Permalink

    Dieser Artikel ist nicht gerade up to date. Insbesondere ist es kein Elektroauto, sondern ein Hybrid mit Range Extender.

    Nach einem Review der New York Times (den BYD F3DM), ist das Fahrzeug langweilig aber effizient. Bei extrem schlechter Fahrweise (starkes beschleunigen usw.) mit angeschalteter Klimaanlage kommt das Gefährt auf 31 Meilen im rein elektrischen Modus. Dann sinkt die Batterie auf 20% und wird von einem lauten Motor aufgeladen, der bei einem günstigen Arbeitspunkt läuft (also Range Extender). Man braucht also keine Steckdose, auch wenn das Auto direkt über Steckdose aufladbar ist.

    Wenn man bedenkt, dass er noch nicht mal 30000 Dollar kostet also mindestens 10000 Dollar günstiger als der Chevy Volt, dann ist das Teil schon interessant. Sofern die Bundesregierung noch Geld für Elektroautos dazu schießt, ist das Ding vielleicht sogar billiger als ein VW Golf (Benzinmotor).

    Das Auto kommt in den USA 2012 auf den Markt. In Deutschland weiß ich nicht.

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