Langstrecke mit dem Subaru XV 2.0ie e-Boxer: Nur milde sparsam

Wie sich der Subaru XV 2.0ie e-Boxer (Mild-Hybrid) im Alltag schlägt, hatten wir bereits vor einigen Wochen berichtet. Da dieses Auto aber eigentlich prädestiniert dazu ist, längere Strecken – und vor allem Offroad – zu fahren, haben wir den Japaner auf eine Reise von unserem Standort in Wien zum Bodensee geschickt. Mit mir an Bord! 😉 


Üblicherweise haben wir Pressefahrzeuge nur ein bis zwei Wochen in der Redaktion. Durch den zum Glück vergangenen Lockdown in der Corona-Pandemie waren wir „gezwungen“, den Subaru XV e-Boxer bedeutend länger in der Redaktion zu haben. Es ist uns daher möglich gewesen, einen ausführlichen Test zu machen und gewissenhaft unser Urteil über den elektrifizierten SUV von Subaru abzugeben.

Antrieb, Verbrauch, Assistenz – kann er alles?

Ob Stadt, Land, Wälder oder Seen: Wir sind alles abgefahren. Wir haben den Japaner sogar einen Weinberg hochgejagt. Wie er sich im „kleinen Dauertest“ geschlagen hat?

Auf unserer 1.500 Kilometer langen Strecke zum Bodensee haben wir die Offroad-Qualitäten nicht erproben können. Und auch der Allradantrieb, für den Subaru nur allzu gut bekannt ist, konnte bei der langen Autobahnstrecke nicht sein volles Potenzial zum Vorschein bringen. Wir haben dafür den Motor und die Assistenzsysteme genauer analysiert. Natürlich wurde der Verbrauch bei einer solchen Distanz auch ganz genau beobachtet.

Boxermotor mit zusätzlicher Power

Der 150 PS starke 2,0 Liter-Vierzylinder-Boxermotor wird von einem 12,3 kW starken Elektroaggregat unterstützt. Rund 2.700 Euro mehr als beim Verbrenner muss man für die zusätzlichen 16,7 PS und die umweltfreundlichere Variante des XV zahlen.

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Der E-Motor ist platzsparend im Gehäuse des CVT-Getriebes untergebracht. Die Lithium-Ionen-Batterie sowie die weiteren Bestandteile des Hybridsystems sind unterhalb des Kofferraums in einem speziellen Sicherheitskäfig platziert. Darunter leidet der ohnehin für dieses Segment  schon relativ kleine Kofferraum: Mit 340 Litern Volumen hat der XV e-Boxer im Gegensatz zu seinem Verbrenner-Bruder 45 Liter einbüßen müssen.

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Umweltschonend ist man auf der Autobahn nicht unterwegs – rein elektrisch kann schließlich nur bis 40 Km/h gefahren werden. Diese Auslegung ist eher im Stadtverkehr relevant. Auch dort ist das nur für 1,6 Kilometer möglich, sofern die Batterie im Vorfeld genug Bremsenergie durch Rekuperation gesammelt hat. Nimmt man den Fuß vom Gas, schaltet sich der EV Modus teilweise auf der Landstraße auch bei höheren Geschwindigkeiten ein – allerdings nur bei bergab Fahrten, „Segeln“ genannt. Wann elektrisch gefahren wird entscheidet der XV e-Boxer ganz selbständig, der Fahrer kann sich hier nicht einmischen. 

Überholmanöver sollten bei 194 Newtonmeter Drehmoment wohl überlegt sein, das stellte aber selbst auf der deutschen Autobahn kein großes Manko dar. Stichwort deutsche Autobahn – die Maximalgeschwindigkeit von 193 km/h erreicht der Subaru XV 2.0ie e-Boxer mühelos, wenn auch nicht ganz leise. Der Boxermotorsound wird durch die gute Lärmdämmung im Innenraum zwar ein wenig abgefangen, aber Fahrer mit Bleifuß werden das Aufheulen des Motors im hohen Drehzahlbereich nicht überhören können. 

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Sehr gelungen ist auch die Mischung aus Fahrkomfort und sehr guter Straßenlage. Dank des Allradantriebs und des durch den Mild-Hybrid-Antrieb tieferen Schwerpunkt liegt der XV auch in Kurven perfekt auf der Straße und vermittelt dem Fahrer stets guten Kontakt zur Fahrbahn.

Zudem kommt man auch im Offroad noch gut voran. Bei unserem Ausflug in die Weinberge sorgte der X-Mode Offroad-Assistent für perfekte Traktion selbst auf dem erdigen und unebenen Untergrund. Auch im Gelände merkt man wieder sehr deutlich die Unterstützung des Elektromotors.

Assistenzsysteme des Subaru XV überzeugen

Wie bereits erwähnt hat uns der XV e-Boxer eine ganze Weile begleitet. Über eine solche Zeitspanne lernt mein ein Auto so richtig kennen und entwickelt einerseits Vorlieben und entdeckt andererseits auch Macken. Ich habe die Assistenzsysteme des XV besonders lieb gewonnen.

Unauffällig präzise agieren die Sicherheitssysteme im Hintergrund – und das ohne Warnlichterspektakel oder Signaltonkonzert. Sympathisch!

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Das serienmäßige Eyesight System ist sowohl im Stadtverkehr als auch für Langstrecken ideal. Es enthält unter anderem einen radargestützten Spurwechsel- und Querverkehrassistenten. Außerdem sind ein modernes Infotainmentsystem samt acht Zoll großem Display an Bord. Smartphones können mittels Apple Carplay und Android Auto angebunden werden. Auch immer Serie: die Fünf-Jahres-Garantie.

Der Tempomat – der sich in 5-Km/h-Schritten verstellen lässt – in Kombination mit dem Spurhalteassistenten ermöglicht eine mühelose Fahrt über mehrere Stunden hinweg. Verlässlich korrigiert das Lenkrad die Lenkbewegung. Das Assistenzsystem bremst sanft bei nahenden Fahrzeugen ab.

Der Fahrer kann hierbei zwischen drei Abstandsstufen wählen. Sollte man doch ein Mal der Sperrlinie zu Nahe kommen oder die Hände zu lange vom Lenkrad nehmen, wird man vom XV mit einem sanften Ton ermahnt.

Durstige Trinkmanieren  

Nobody is perfect – nach der Lobeshymne über die Assistenzsysteme müssen auch kleine Schwächen des Subaru XV e-Boxer aufgezeigt werden. Der Langstreckentest hat mit Gewissheit bewiesen, dass auch längere Fahrten mit dem Japaner gut zu bewältigen sind, allerdings sind uns seine durstigen Trinkmanieren ebenfalls aufgefallen.

Der für seine Fahrzeuggröße relativ kleine 40-Liter-Tank muss bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 8,9 Litern/100 Km auf der Autobahn relativ oft nachgefüllt werden. Im Stadtverkehr sind es sogar 9,2 Liter – trotz sparsamer Fahrweise. Das ist von den angegebenen 6,8 Liter/100km des Herstellers recht weit entfernt.

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Fazit

Der Subaru XV e-Boxer garantiert Fahrspaß, erfüllt seinen Zweck und überrascht positiv in punkto Assistenzsysteme. Wer auf Langstrecken gerne Pausen an Tankstellen einlegt, sollte auch mit dem hohen Verbrauch zurecht kommen.

 Bewertung Subaru XV 2.0ie e-Boxer
 Optischer Eindruck +++
 Qualität Karosserie ++++
 Lackqualität Karosserie ++++
 Qualität im Interieur +++
 Sitzkomfort Cockpit +++++
 Sitzkomfort Fonds ++++
 Digitales Bedienkonzept +++
 Raumangebot (bezogen auf das Segment) +++
 Innenraumgeräusch / Dämmung ++++
 Lenkung +++
 Spurtreue ++++
 Fahrwerk ++++
 Motor +++
 Getriebeabstimmung +++
 Innovation +++
 Preis ++++
 Gesamteindruck ++++
 +++++ = Maximum

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