Mercedes-Maybach S-Klasse: Phantom-Gegner für rund 200.000 Euro.

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Die Phantome von Rolls-Royce bekommen Konkurrenz, denn das ist wohl der luxuriöseste Mercedes-Benz seit Langem: die Stuttgarter lassen den Maybach wieder aufleben – diesmal aber nur als Modell und nicht als eigenständige Marke. Nachdem die Luxusmarke mit wackeligen Plastikarmaturen und völlig veralteter Technik als Tochter von Mercedes mit einem Schrecken das Zeitliche segnen musste, wird nun auf der Los Angeles Auto Show der Mercedes S500 beziehungsweise S600 Maybach vorgestellt.


Das ist das Auto, das der Chef des Vaters von Gott fahren würde.

Heute kauft er einen Stern, morgen den Mond – übermorgen ein Universum: ja, mit diesem Auto hat man sehr wahrscheinlich Macht; und ausreichend finanzielle Mittel.

Galerie: Mercedes-Maybach S-Klasse

Mercedes-Maybach S-Klasse
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Mercedes-Maybach S-Klasse

Es ist noch nichts Genaues über den Preis bekannt, doch man kann davon ausgehen, dass der Grundpreis jenseits der 200.000 Euro liegen wird. Das ist immerhin die Hälfte eines bisherigen Maybachs und über einen Vergleich von Schönheit und Qualitätsanmutung brauchen wir hier gar nicht anfangen zu reden.
Rund 5,5 Meter lang und einem Radstand von 3,4 Metern.

Damit ist der Mercedes-Maybach noch mal um 20 Zentimeter länger als die ohnehin schon lange S-Klasse. Von diesem Größenwachstum profitieren die Fondpassagiere ebenso wie von der serienmäßigen Ausstattung mit den Executive Sitzen links und rechts sowie weiteren exklusiven Details wie der innovativen Sprachverstärkung. Im Fond ist die Mercedes Maybach S-Klasse – laut Konzernkommunikation – zudem die leiseste Serienlimousine der Welt.

Zwei Motorisierungen mit bis zu 530 PS erhältlich.

Absolutes Topmodell ist der Mercedes-Maybach S 600. Sein 6,0 Liter V12-Biturbo-Aggregat hat eine Leistung von 530 PS und ein Drehmoment von 830 Nm ab 1.900/min.

Das V8-Biturbo-Aggregat im Mercedes-Maybach S 500 schöpft aus 4,6 Litern Hubraum 455 PS mit einem maximalen Drehmoment von 700 Nm. Der kombinierte Verbrauch liegt bei überaus vertretbaren 8,9 Litern für die S500 und bei beeindruckenden 11,7 Litern für die S600.

Kaum Änderungen am Exterieur – dafür aber im Interieur.

Während der Mercedes-Maybach am Exterieur bis auf andere Felgen und einigen Maybach-Logos kaum verändert wurde, findet man im Interieur die luxuriösesten Materialen, die der Chef unserer Erde uns gegeben hat: bei der Polsterung in Leder Nappa sowie Leder Exklusiv Nappa sorgen geprägte Maybach Wappen in den Mittelarmlehnen vorne für ein exklusives Erscheinungsbild. Eine weitere Besonderheit ist die IWC Analoguhr im Armaturenbrett.

Der hohe Qualitätsanspruch der Mercedes-Maybach S-Klasse zeigt sich eindrucksvoll in den Türen, die bereits in der Serienausstattung mit handgenähten Türverkleidungen belegt sind. Dieser Aufwand trägt zum luxuriösen Manufaktur-Charakter des Interieurs bei. Exklusiv bei der Mercedes-Maybach S-Klasse eingesetzte Zierteile in Holz-Chrom und Leder auf Schulterhöhe in den Türverkleidungen, verchromte Hochtönergitter und die Lichtleiter der Ambientebeleuchtung seitlich an der Armauflage schaffen eine einzigartige Atmosphäre von optischer Weite und Stil.

Eine neuartige Funktion, die eine Positionierung der Mercedes-Maybach S-Klasse als Chauffeurfahrzeug betont, ist die Sprachverstärkung, die die Kommunikation von den Front- zu den Fondpassagieren erleichtert. Ein besonderes optisches und akustisches Erlebnis bietet das Burmester High-End 3D-Surround-Soundsystem. Als optisches Highlight werden in der Mercedes-Maybach S-Klasse auch die Hochtöner in den Fondtüren durch eine Schraubbewegung in Richtung Passagiere besonders in Szene gesetzt.

Nicht zu erwähnen, wie viel besser man in der S-Klasse Maybach mit nochmals gesteigerter Kopf- und Beinfreiheit und mit in allen Wegen serienmäßigen verstellbaren Executive-Sitzen schläft, gehört zum Anstand.

Ab Februar 2015 für rund 200.000 Euro zu kaufen.

Der offizielle Marktstart des Mercedes-Maybach ist für Februar 2015 vorgesehen. Die Allradversion des S 500 folgt im Juni 2015; eine Cabrioletversion soll Mitte-Ende 2015 den Markt begeistern. Danach kommt noch ein größeres Schiff: die extra lange Version der S-Klasse: die S600 Maybach-Pullmann oder Pullmann-Maybach, der die früheren Maybach 62-Kunden abholen soll. Zudem sollen längerfristig weitere Maybach-Varianten bei anderen Mercedes-Modellen, wie beispielsweise beim S-Coupé oder GLS kommen. Zum Vergleich: der Basispreis des britischen Luxusliners Rolls-Royce Phantom ist mit 385.000 Euro aber trotzdem noch deutlich teurer.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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