Mitsubishi Eclipse Cross PHEV Select Black Sondermodell im Test: Kaum Preisvorteil beim Sondermodell

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Schwarz-Pakete, wie „Black Style“, „Select Black“ oder „Edition Black“ kommen bei der Kundschaft gut an. Fast alle Hersteller haben solche Kontrastpakete im Programm – stricken auch oft Sondereditionen daraus. So auch Mitsubishi: Der Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid ist ab sofort auch als „Select Black“-Sondermodell zu haben. Zwar sind die schwarzen Designakzente am Exterieur und die Carbon-Optik-Elemente im Interieur auch einzeln zu bestellen, aber nur als Sondermodell gibt es alles zusammen. Die Edition ist ab sofort ab 48.300 Euro zu haben – exklusive der staatlichen Innovationsprämie für PHEV-Fahrzeuge und der Mitsubishi Elektrobonus in Höhe von bis zu insgesamt 9.000 Euro. Allerdings: Einen Preisvorteil gibt es nicht beim Sondermodell. Wir klären auf.


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Schaut ganz schön böse aus, das Mitsubishi Eclipse Cross PHEV Select Black Sondermodell.

Kein Preisvorteil beim Eclipse Cross Select Black Sondermodell

Das ist ungewöhnlich: Es gibt beim Sondermodell keinen oder einen sehr geringen Preisvorteil. Das liegt daran, dass jedes Auto erst im Ankunftshafen in Deutschland von Hand umgebaut werden muss und erst dann zum Sondermodell wird. So gesehen ist der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV Select Black ein rein deutsches (bzw. Österreich und Schweiz) Sondermodell. Alle Elemente, die das Fahrzeug zum Sondermodell machen, lassen sich auch einzeln und nachträglich über den jeweiligen Händler bestellen und ein- bzw. umbauen.

Zu den Preisen: Der neue Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid kostet in der Basis 39.900 Euro. Für die PLUS-Ausstattungsvariante zahlt man mindestens 43.590 Euro. Und für das Select Black Sondermodell, das auf der PLUS-Variante (allerdings mit Select-Sonderausstattung für 45.990 Euro) basiert, sind 48.300 Euro fällig. Also haben wir eine Differenz vom PLUS-Modell mit Select-Ausstattung von 2.310 Euro. Alle Zubehör-Elemente einzeln kosten 1.608 Euro Aufpreis.

Also ist auf dem Papier – ohne Arbeitsstunden des Vertragshändlers – das einzelne Bestellen des Zubehörs sogar günstiger. Wer einen guten Draht zu seinem Mitsubishi-Händler hat, könnte also unterm Strich sogar günstiger durchkommen, wenn er die Zubehör-Anbauteile einzeln bestellt und der Händler bei den Stundenverrechnungssätzen mit sich reden lässt. Wie auch immer: Einen großen Preisvorteil beim Sondermodell gibt es nicht.

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Das Interieur wirkt recht aufgeräumt – einige Materialien könnten für ein knapp 50.000-Euro-SUV allerdings hochwertiger sein.

Die Select Black Ausstattungsdetails

Der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV in der Select Black Ausführung sieht zweifelsohne elegant aus. Denn in Hochglanz-Schwarz gesetzte Akzente straffen und stärken sein optisches Äußeres.

So gibt es neben den schwarzen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen (716 Euro) auch schwarze Außenspiegel (109 Euro), einen schwarzen Dachspoiler (129 Euro), und ein schwarzes Diamantlogo sowie die Schriftzüge an Front und Heck sowie an der Seite (59 Euro für Diamantlogo vorne und hinten, 65 Euro für Motorhauben-Schriftzug in Hochglanz-Schwarz, 29 Euro für den PHEV-Schriftzug auf der Heckklappe, 59 Euro für die seitlichen PHEV-Schriftzüge und 59 Euro für den Modellschriftzug auf der Heckklappe).

Die Metallic- bzw. Perleffekt-Lackierung ist bereits im Preis inbegriffen, lediglich die Premium-Metallic-Lackierungen „Dynamik-Rot“ und „Titan-Weiß“ kosten 200 Euro Aufpreis.

Aber auch im Interieur des Sondermodells gibt es ein paar Details: So kommen ein Innendekor in Carbon-Optik (159 Euro) sowie carbon-/silberfarbene Einstiegsleisten (119 Euro) zum Einsatz. Sportpedale (115 Euro) unterstreichen den dynamischen Charakter zusätzlich.

Serienmäßig, weil aufbauend auf der Ausstattungslinie PLUS, verfügt die Edition darüber hinaus über Bi-LED-Scheinwerfer, LED-Nebelscheinwerfer, beheizbare Mikrofaser-Kunstledersitze und eine Standheizung- und kühlung sowie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein beheizbares Multifunktionslenkrad und das schlüssellose Smart-Key-System.

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188 PS Systemleistung, ausgewogenes Fahrverhalten

Der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV fährt mit einer Systemleistung von 138 kW (188 PS). Die Kombination aus einem 2,4-Liter-Benziner (2.360 ccm) mit 98 PS und zwei Elektromotoren (Vorderachse: 60 kW, 82 PS – Hinterachse 70 kW, 95 PS) macht den Eclipse Cross zu einem Allradler. Das „Super All Wheel Control“ genannte Allradsystem ist zwar nicht als rein mechanischer Allradantrieb zu verstehen, macht aber seine Arbeit gut.

Immerhin lässt sich Mitsubishi seine Allrad-Philosophie nicht so einfach nehmen. Bei so vielen Jahren Allrad-Erfahrung schätzen wir diese Kompetenz sehr – siehe auch L200 Pick-Up.

In Verbindung mit der 13,8 kWh starken Fahrbatterie legt das SUV-Coupé rein elektrisch bei sehr zurückhaltender Fahrweise rund 50 Kilometer zurück. Die Beschleunigung von 0 auf 100 Km/h erfolgt in 10,9 Sekunden, bei 162 Km/h Höchstgeschwindigkeit ist Schluss.

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Unter anderem die Verpflegung unterwegs garantiert eine 230V-Steckdose im Kofferraum, mit der zum Beispiel eine Kaffeemaschine auch auf Reisen betrieben werden kann. Das Kofferraumvolumen fällt mit 345 Litern unterdurchschnittlich aus.

Eclipse Cross als futuristischer Evoque

Obwohl die optischen als auch technischen Unterschiede zwischen Range Rover Evoque und Mitsubishi Eclipse Cross zahlreich vorhanden sind, erinnert das Select Black Sondermodell des Mitsubishi schon an den Evoque: Schmal geschnittene Scheinwerfer, mittig platzierter Schriftzug über die Haube, prägnantes Stoßfänger-Design mit weiß-schwarzen Kontrastierungen und eine muskulöse Frontoptik allgemein können als Gemeinsamkeit nicht verleugnet werden.

Fazit zum Mitsubishi Eclipse Cross PHEV Select Black Sondermodell

Der Name ist sehr anstrengend – und das selbst dann wenn man „PHEV“ nicht ausschreibt. Gut, nicht Ihr Problem. Über was Sie sich aber Gedanken machen sollten, sofern Sie sich für dieses Auto interessieren: Das Schwarzpaket ist interessant, sieht auch gut aus – veredelt den Eclipse Cross. Aber braucht man wirklich alle schwarzen Zubehör-Teile? Oder lässt sich mit dem Händler vielleicht auch ein Deal machen, der das Sondermodell nicht mehr notwendig macht? Denn eine Plakette, die den Status als Sondermodell kenntlich macht gibt es ohnehin nicht. Wieso also zum Beispiel nur die Exterieur-Zubehörteile nehmen und auf die Carbon-Optik im Interieur verzichten? Hier lässt sich durchaus optimieren.

Und: Wahrscheinlich gibt es die Förderung von Plug-In-Hybriden nur noch bis Ende des Jahres. Also wenn PHEV bestellen, dann jetzt – und Prämie mitnehmen. Ab nächstem Jahr wird dieses Auto höchstwahrscheinlich nicht mehr so interessant.

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Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 31 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.