ADAC für freien Ersatzteilhandel in Deutschland

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Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten haben Autohersteller in Deutschland – dank des so genannten „Designschutzes“ – ein Monopol auf sichtbare Ersatzteile. Der Vorwurf: Die deutsche Automobilindustrie verhindert bislang, mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes, eine Aufhebung des Monopols für Ersatzteile. So wäre ein freier Ersatzteilhandel möglich.


Wettbewerbsverzerrung durch Designschutz

Der größte deutsche Automobilclub (ADAC) sieht darin eine nicht zu akzeptierende Wettbewerbsverzerrung und kämpft daher für einen liberalisierten Ersatzteilmarkt. Diese Forderung wird von zahlreichen Fachverbänden, Verbraucherschutzen und nicht zu Letzt der Europäischen Kommission unterstützt.

Der Automobilclub, der mehr als 18 Millionen Mitglieder vertritt, schätzt, dass Autofahrer beim Fall des Monopols bis zu 70 Prozent beim Kauf von Ersatzteilen sparen könnten. Nur wenige Ersatzteile unterliegen nicht dem Designschutz und können von Nicht-OEMs (Original Equipment Manufacturer) hergestellt und vertrieben werden.

Klar ist: Es muss beim Kauf von Ersatzteilen Transparenz herrschen, so das Käufer den Unterschied und die Qualität günstiger Ersatzteile zu den jeweiligen Originalen verglichen werden können. Verbraucher müssen die Wahl haben, ob sie ein Originalteil oder ein über den freien Handel erworbenes Teil montieren lassen möchte. So lassen sich die Unterhaltskosten für Autos weiter senken. Ein Beispiel für den freien Handel haben wir hier gefunden.

Autokosten sinken in 2013 um durchschnittlich 0,6 Prozent

Im vergangenen Jahr sind die Unterhaltskosten für Fahrzeuge gegenüber dem 2012 um durchschnittlich 0,6 Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis, zu dem der ADAC zusammen mit dem Statistischen Bundesamt bei der Veröffentlichung des vierteljährlichen Auto-Index kommen.

Die Ersparnis setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Maßgeblich war der Rückgang der Kosten für Kraftstoff an der Tankstelle. Ein weiterer Faktor sind die reduzierten Neuwagenpreise, denn neben zahlreichen Online-Autohäusern müssen auch die ortsansässigen Händler sich nach wie vor einem harten Preiskampf stellen. Die Anschaffungskosten für einen Neuwagen liegen gut 0,2 Prozentpunkte unter denen von 2012.

Die restlichen Unterhaltskosten setzten sich aus dem Kraftfahrer-Preisindex zusammen, wobei Ersatzteile und Zubehör durchschnittlich 0,7 Prozent günstiger sind. Der Ersparnis wird allerdings zum Teil durch höhere Reparaturkosten (+ 2,3 %) sowie Ausgaben für die Fahrschule und Führerscheingebühren (+ 2 %) relativiert.

Auf vier Jahre gesehen sind die Kosten für Autofahrer im Durchschnitt um 6,5 Prozent gegenüber 2010 gestiegen, wobei alleine die Kraftstoffkosten sich in der gleichen Zeit um 13,5 Prozent erhöhten. Zum Vergleich: Die Lebenshaltungskosten ganz allgemein betrachtet sollen um 5,7 Prozent gestiegen sein.

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