Audi A7: Totalausfall beim autonomen Fahren mit dem Gouverneur von Florida!

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Irgendwie ja schon ein schlechtes Timing und irgendwie auch ein bisschen peinlich. Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, machte sich für das Gesetz stark, auf dessen Rechtsgrundlage autonom fahrende Automobile in Florida getestet werden dürfen. Ausgerechnet bei seiner ersten Probefahrt machte die Sensorik des A7 schlapp – zwei Mal.


Der Werbefilm von Audi sieht gut aus.

Als Dank und entgegengebrachte Wertschätzung wollte Audi dem beliebten Gouverneur von Florida (Sarkasmus) die neue Technik stolz zur Schau stellen. In dem Werbevideo schaut das auch gut aus, aber niemand weiß, dass das Auto vorher zwei Mal stehen blieb und die Sensoren mehrmals neugestartet werden mussten. Im US-Rentnerparadies bei Tampa ließ Audi den Mann an das Steuer, der den Vertrag, nach dem autonom fahrende Autos in Florida auf öffentlichen Straßen unter bestimmten Bedingungen getestet werden dürfen, im Jahr 2012 unterzeichnete. Die ganze Präsentation war bis ins Detail geplant: eine gesamte Autobahn wurde gesperrt, zwei Audi-Fahrzeuge imitierten den Verkehr und das System wurde auf 40 Km/h elektronisch begrenzt (obwohl es eigentlich bis 70 Km/h dort normal getestet wird). Alles nur, dass auf keinen Fall etwas schief geht.

Das autonome Fahren scheint doch noch nicht ganz so sicher zu sein, Audi?

Und es ging doch schief. Die erste Fahrtstrecke war sehr kurz: gleich am Anfang kommunizierte einer der 22 Sensoren nicht mit dem Bordcomputer, woraufhin an eine Weiterfahrt nicht zu denken war. Nach einer Reperaturpause ging es weiter; auch wieder nur kurz. Die Sensorik machte erneut Probleme. Beim dritten Versuch klappte es dann – dabei entstand auch das Video.

Dies hier war glücklicherweise nur ein Testlauf. Aber es zeigt, wie unsicher diese Technik noch ist. Das System ist vorrangig für den Stop-and-Go-Verkehr gedacht und soll in 5 Jahren in Serie gehen. Genug Zeit also für die Ingenieure von Audi, dies in Ordnung zu bringen.

Dabei hat Daimler-Entwicklungs-Chef Thomas Weber doch gesagt, autonomes Fahren sei schon fast Realität?

Vielleicht hat Mercedes-Benz diese Probleme nicht? Dafür andere, ähnliche. Denn aufgrund der externen Entwickler und Zulieferer ist der Technologiestand bei allen Automobilunternehmen ähnlich. Auch Daimler oder BMW werden solche Probleme haben, nur ist dies eben noch nie groß kommuniziert worden.
Aber genau dafür entwickelt man ja – kein Grund zur Panik. Wir alle sind auf Fortschritte gespannt!

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 28 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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