Genf 2014: Von kreativen und erfahrenen Entdeckern und Machern.

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Kreativität reicht heute als Kern einer Geschäftstätigkeit oftmals nicht aus. Es ist ein durchdachtes Geschäftsmodell nötig, um erfolgreich auf den Märkten dieser Erde tätig zu sein. Manche jonglieren besser als andere.


Qoros 3

Die deutschen Chinesen-Streber: Qoros.

Neben SsangYong ist Qoros seit diesem Jahr nun der zweite Aussteller in Genf und legt einen deutlich besseren Start hin als die erwähnte chinesische Konkurrenz. Der Hersteller aus Asien präsentiert den 3, nachdem Audi gegen den ursprünglichen Namen „GQ3“ erfolgreich rechtliche Schritte eingeleitet hatte.

Daumen hoch für Genf: es ist und bleibt etwas Besonderes.

Daumen hoch für Genf: es ist und bleibt etwas Besonderes.
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Daumen hoch für Genf: es ist und bleibt etwas Besonderes.

Der 3 erinnert auch optisch stark an die Erfolgsgeschichte Skoda Octavia und ahmt sie in jedem Punkt gut nach: ausreichend Platz und gute Qualität zu einem attraktiven Preis. Dieser rasche Erfolg ist nicht zuletzt vielen deutschen Führungskräften und Ingenieuren zu verdanken, die von den Etablierten abgeworben worden sind.

Das Kostenschwert über den herausragenden Ideen: Renault.

Renault Twingo – eine Erfolgsstory der Alternative. Nachdem der Erfolg der zweiten Generation geringer ausfiel als erhofft, kramte das für seine unkonventionell extrovertierten Ideen bekannte Unternehmen in seiner kreativen Schatzkiste und stellte ein einzigartiges Fahrzeugkonzept vor, bei dem die Augen der Auto-Narren so stark leuchten wie die verfügbaren Farben des neuen Twingo: Heckmotor mit Heckantrieb.

Im Spätsommer diesen Jahres kommt der kleine Wendige zu den Händlern. Die Ähnlichkeit zum Fiat 500 ist stark, die Verarbeitung bei Weitem nicht so gut. Erfahrungsgemäß dürfte dies die Twingo-Gemeinde aber weniger stören.

Gedankenreiche Puppenschmiede: PSA – Peugeot | Citroen.

Die französische Autoindustrie ist kreativ. Nicht nur bei seinen Fahrzeugen und bei der Namensgebung: der Messestand erinnert an eine Puppenstube, alles rund und ein bisschen hügelig. Einfach goldig. Die Autos verspielt und lustig – kaum zu glauben, dass PSA erfolgreich auf den Märkten dieser Welt operiert… Nun ja, dieses Konzept benötigt wirklich mehr Aufmerksamkeit, denn irgendwie ist es cool.

Amerikanisches Trauern um die Vergangenheit: Ford.

Das müssen schon schmerzen gewesen sein, als sich damals Ford von Aston Martin trennen musste. Jetzt sieht man die Auswirkungen: Focus, Fiesta, Mustang sind mit dem selben Kühlergrill im „Aston Martin-Look“ ausgestattet – Ford verarbeitet die schwierigen Zeiten.

Die Power der Studien, ohne Umsetzung: Honda.

Man hatte auf den Honda NSX gewartet. Sehnsüchtig. Die Wiederbelebung einer japanischen Ikone – die Kraft der Träume. Aber geprägt war die Messelandschaft bei Honda nur von Studien ohne Zusammenhang sowie der Vorstellung des Civic Type R – Konkurrenzprodukt zu Seat Leon Cupra R oder VW Golf R. Doch der NSX ist in fortgeschrittener Planung, wir können uns also darauf freuen. Ein anderes Mal.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 28 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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