Mitsubishi L200 Explorer (2.2 DI-D 4WD, DoKa) im Test: Autarkes Expeditionsmobil auf Pick-up Basis

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Wenn es zur unmittelbaren Apokalypse kommt hilft kein Elektroauto, kein Veggie-Burger und auch kein Lastenfahrrad mehr. Womit man allerdings gute Chancen hat ist entweder ein Atomschutzbunker oder ein autarkes Expeditionsmobil. Bei erstem sitzt man fest, bei zweitem ist man mobil und kann immerhin noch bis zu den Grenzen des Kontinents ohne externe Hilfe flüchten. So weit wird es hoffentlich nie kommen – wir haben das Expeditionsmobil Mitsubishi L200 Explorer trotzdem einmal unter die Lupe genommen.


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L200-Expeditionsmobil auf Pick-up-Basis

Mitternacht. Irgendwo in niedersächsischer Heidelandschaft. Ich ziehe am Hebel: Taghell, so wie ich es in einem Auto noch nie gesehen habe. Wahnsinn. Fast wie eine Waffe fühlt es sich im Cockpit an – eine Lichtwaffe. Kennen Sie die LKWs, die ihre gesamte Front mit Scheinwerfer zugebaut haben und dann nachts Lichthupe geben und es im eigenen Auto plötzlich taghell ist? So fühlt sich das an im Mitsubishi L200 Explorer. Denn er verfügt über eine sogenannte „Strands Light Bar“, wobei Strands der Hersteller ist. Eine Lichtleiste oberhalb des Cockpits, die sich über das gesamte Dach erstreckt (150 cm Länge) und über 227 Watt verfügt.

Mitsubishi L200 Explorer

Mitsubishi L200 Explorer
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Damit sieht der L200 Explorer nicht nur wahnsinnig cool aus – vor allem im Licht des Sonnenuntergangs – sondern die Lightbar ist auch wichtig für nächtliche Fluchtfahrten abseits der Straße.

Ja, insgesamt steckt in dem Mitsubishi L200 Explorer Zubehör im Wert von knapp 40.000 Euro – die Einbauzeiten und entsprechende Vergütung nicht mit eingerechnet. Das Basisfahrzeug ist der Mitsubishi L200 in der Top-Ausführung und als Doppelkabine. Unter der Haube sitzt der 2,3-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 150 PS und 400 Nm Drehmoment. Die Leistung reicht, angesichts der schweren Aufbauten dürften es aber auch 180 PS sein. Kraft im Gelände hat er genug, jedoch sprintet er in langsamen 13,5 Sekunden von 0 auf 100 Km/h. Ein bisschen mehr Power würde hier nicht schaden, auch wenn man nicht mehr als 150 Km/h fahren kann bzw. will, zumindest nicht entspannt. Denn der Dachaufbau steht im Wind wie ein Scheunentor.

Wir haben hier das Zubehör des Mitsubishi L200 Explorer Testwagens mit jeweiligen Einbauzeiten aufgeführt:

ZubehörPreisEinbauzeit
Teppichmatten-Set Elegance (Velour)62,39 Euro5 min.
Laderaumbeschichtung (Polyurethan)708,67 EuroNur Neuwagenbestellung
Seilwinde TJM Torq 9500 (4,3 Tonnen)2.778,15 Euro405 min.
Edelstahl-Hardtop DC schwarz pulverbeschichtet mit Klappenfenster, Bugschiebefenster, Dachlüfter, ZV-Anbindung, Dachlast 350 Kg4.386, 55 Euro240 min.
Griffcover-Set schwarz genarbt, 5-tlg.175,46 Euro30 min.
Griffschalen Inlays, 4 Stk.87,73 Euro15 min.
Rail-Protection-Set DC224,20 Euro10 min.
Schiebeplateu Modular DC, Traglast 450 Kg, Montage ohne zu bohren1.949,58 Euro45 min.
Aluminium-Regalbügelsystem mit Durchladefach und Unterteilungsfächern1.586,03 Euro320 min.
Außendusche mit Kanister 12 Liter und Tauchpumpe716,56 Euro320 min.
Explorer Innenausbau: Elektro-Wasserversorgung, Küchenmodul, Faltwaschbecken, Ablagefächer, Besteckkasten, 12 Volt Anschluss und 12 Liter Kanister mit Tauchpumpe, Küchenschrank, Kompressor-Kühlbox und weitere5.570,79 Euro135 min.
Dachzelt GT Roof mit Teleskopleiter und X-Rack Dachträger und Strands Lightbar5.822,67 Euro520 min.
100 Amp. Solarbatterie mit Inverter, Ladegerät, Fernbedienung, Solarregler inkl. Panel 100 Watt5.232,31 Euro590 min.
Torsionsstab mit Dämpfer185,21 Euro10 min.
Kotflügelverbreiterung um +30 mm pro Seite965,04 Euro60 min.
Offroad-Fahrwerk von TJM1.949,58 Euro320 min.
20 Zoll Kompletträder (265/60 mit Cooper)3.739,28 Euro20 min.
Rockslider DC906,55 Euro120 min.
Maistone Air-Luftfederunterstützung Dualsystem für Hinterachse1.217,42 Euro240 min.
AHK abnehmbar, 3,1 Tonnen Zuglast672,61 Euro120 min.
Gesamt39.229,22 Euro

Mitsubishi L200 als solider Pick-Up

Die Fahrdynamik und die Offroad-Fähigkeiten des L200 Explorer decken sich grundsätzlich mit denen unseres Testwagens L200 Offroad. Den Testbericht hierzu können Sie sich hier anschauen:

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 31 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.