Porsche Cayman GT4 oder BMW M2 Coupé?

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Der BMW M2 ist die aktuellste Erscheinung der Performance-Schmiede M GmbH von BMW und könnte unter den Enthusiasten möglicherweise sogar die Ikone BMW M3 ablösen. Der Porsche Cayman GT4 ist ebenfalls ein Newcomer in einem neuen Segment, der viele Herzen gewinnen konnte – mit unter auch die der ehemaligen 911-Fahrer. Auch wenn der Cayman GT4 rund 30.000 Euro teurer ist, sind beide Automobile neu in ihrem Segment und könnten beide absolute Favoriten ihrer Marken werden. Eine Gegenüberstellung.


Zwei Autos wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten

Nun, auf dem Papier sind die beiden Rennmaschinen vollkommen unterschiedlich. Der Porsche Cayman GT4 trägt den Motor in der Mitte – also vor der Hinterachse – während der BMW M2 vorne den Motor hat.

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Der neue BMW M2
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Der neue BMW M2

Jedoch sind beides Sechszylinder-Triebwerke; der BMW in Reihe und mit Turboaufladung, dafür mit 3,0 Litern Hubraum kleiner, der Porsche als 180-Grad-Boxer ohne Zwangsbeatmung und deutlich größer: 3,8 Liter Hubraum.

Beide Lieblinge haben ein manuelles Getriebe, doch nur den BMW M2 kann man optional mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ordern. Der Porsche Cayman GT4 kann – sofern es nicht die Clubsport-Variante ist – nur mit drei Pedalen geordert werden.

Man sieht also schon, dass hier zwei komplett unterschiedliche Philosophien walten. Doch haben beide eines gemeinsam: sie sind verantwortlicher Auslöser für das Dauergrinsen der Insassen.

Porsche Cayman GT4 als heißester Cayman aller Zeiten

Der GT4 erhält den Motor des Porsche 911 Carrera S, der im Rumpf des Cayman GT4 aufgrund von etwas schwierigerer Luftzufuhr nicht die originalen 400 PS des Carrera S leistet, sondern „nur“ 380 PS. Drehen tut er bis 7.800 U/min bis man über das Sechsgang-Handschaltgetriebe den nächsten Gang einlegt.

Nicht nur die Power des Motors zeichnet den Cayman GT4 aus – bei Weitem nicht! Denn viele Chassis- und Fahrwerkskomponenten kommen vom 911 GT3, also dem großen Bruder (Parallele zum BMW M2), die alle dem kleinen Mittelmotor-Sportler helfen, ihn messerscharf um die Kurven fahren zu können.

Zudem helfen ausgefeilte Aerodynamik-Bauteile aus Carbon sowie dynamische Motorlager, die Kurvengeschwindigkeiten deutlich zu erhöhen.

Anders der BMW M2 – natürlich anders

Die Bayern verfolgen ein anderes Konzept, das aber einige grundsätzliche Parallelen aufweist: zum Beispiel übernimmt der M2 auch einige Komponenten – vor allem beim Motor – von seinem großen Bruder BMW M3/M4.

Der Turbo-Motor dreht bis 7.000 U/min und leistet 370 PS. Zudem kommen einige M-Teile, die ihn von seinem schwächeren Bruder, dem M235i, deutlich unterscheiden. Vor allem Fahrwerks- und Lenkkomponenten wurden von der M GmbH ausgetauscht, um ein noch exakteres Fahrverhalten zu forcieren. Der BMW M2 dürfte dabei so ziemlich das schärfste des gesamten BMW Konzerns darstellen.

In den Kernwerten dann doch sehr ähnlich

Und doch sind beide Fahrzeuge in den Leistungswerten ziemlich ähnlich. Während der Porsche Cayman GT4 aus dem Stand auf 100 Km/h 4,2 Sekunden benötigt, schafft der BMW M2 den Sprint in 4,3 Sekunden. Beide Hersteller sind sehr konservativ mit ihren Zeitangaben – BMW noch mehr als Porsche. Schätzungsweise werden in der Realität beide Werte auf Augenhöhe sein.

Der M2 ist mit 1.495 Kilogramm 90 Kilogramm schwerer als der Cayman GT4. Damit hat letzterer ein besseres Leistungsgewicht. Damit ist der GT4 auf dem Rundkurs das schnellere Auto, da er zum einen stärker und zum anderen leichter ist. Doch die Leistungsspitze erreicht der M2 dank des Turbomotors viel früher und hat eine ausgeglichenere Drehmoment-Kurve.

Es wird spannend zu sehen, wie der M2 mit dem Cayman GT4 mithalten kann. Aber vielleicht kommt ja noch ein BMW M2 CSL?

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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