Keine 6:57 – McLaren ist nicht schneller als Porsche

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Nachdem Porsche mit seinem Supersportwagen 918 Spyder die Bestzeit (6.57 Minuten) auf der Nordschleife in der Eifel veröffentlicht hatte, warteten alle gespannt auf die offizielle Zeit von McLaren. Denn McLaren mit dessen jüngsten und stärksten Modell P1 hatte kurz danach angekündigt, seine gefahrene Zeit zu veröffentlichen. Jetzt ist es so weit: in einem Image-Film bekennt sich McLaren zu deren offiziell gefahrenem Rekord.


McLaren auf der Nordschleife

Keine genaue Zeitangabe?!

Es ist eigentlich üblich, dass man als selbstbewusster Sportwagenhersteller eine konkrete Zeit veröffentlicht – besonders dann, wenn alle Welt gespannt darauf wartet. Wahrscheinlich haben die Briten von diesem ungeschriebenen Gesetz noch nicht wirklich viel mitbekommen und scheinen sich um ein genaues Statement zu drücken – in der Hoffnung, niemand würde genau nachfragen. Wer gibt in diesem Segment schon gerne zu, dass er langsamer ist als die Konkurrenz – besonders wenn es um zukünftige Verkaufszahlen und die dadurch resultierende Umsatzgenerierung geht.

Es geht um etwas mehr als 2 Sekunden Differenz.

McLaren versucht mit diesem kleinen Film über die Rekordjagd auf der Nordschleife die konkrete Zeit zweitrangig erscheinen zu lassen. Denn das Ziel war eindeutig kommuniziert worden: schneller als 7 Minuten und schneller als Porsche.

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Die offizielle Angabe der Zeit lautet „unter 7 Minuten“. Dies ist ein wirklich beachtliches Statement. Nur bedeutet dies auch zweifelsohne, dass der Rekord des 918 Spyders von dem 916 PS starken McLaren nicht unterboten wurde. Insiderkreise sprechen von einer Zeit nur sehr knapp unter der 7 Minuten Marke.

Gerüchte um die 6:47 oder gar 6:43 durch McLaren.

Tatsächlich ist McLaren mit der gebündelten Hybrid-Power die Nordschleife fast 13 Sekunden schneller abgefahren als Porsche mit dem 918 Spyder. Nur war der McLaren im Gegensatz zum 918 mit Rennreifen bzw. Slicks ausgerüstet und bediente sich eines fliegenden Starts. Dabei wird eine Vergleichszeit mit straßenzugelassenen Fahrzeugen immer auch mit straßenzugelassenen Reifen gefahren und zudem ohne fliegenden Start absolviert. Möglicherweise hatte McLaren auch diese Regel vergessen oder verdrängt und lies schon einige voreilige Magazine diese Zeiten überzeugt notieren. Heute dementiert McLaren diese vermeintlich inoffiziell kommunizierte Bestzeit.

Wurde jemand vergessen?

Ach ja: Ferrari LaFerrari! Ferrari hat – wie so oft – noch keine perfekt passende Abstimmung für die Nordschleife parat. Doch vermutlich wird dies nachgeholt: wenn die Temperaturen in der Eifel stabil sind und Ferrari mit seinem Hybridfahrzeug die derzeit laufenden Testrunden auf der Nordschleife absolviert hat, wird auch diese Zeit mit Spannung erwartet werden können. Doch Angst müssen Porsche und McLaren dabei nicht haben – die 7 Minuten werden vermutlich durch Ferrari nicht geknackt werden können.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

2 Gedanken zu „Keine 6:57 – McLaren ist nicht schneller als Porsche

  • 22. April 2014 um 09:28
    Permalink

    „Nur war der McLaren im Gegensatz zum 918 mit Rennreifen bzw. Slicks ausgerüstet und bediente sich eines fliegenden Starts. Dabei wird eine Vergleichszeit mit straßenzugelassenen Fahrzeugen immer auch mit straßenzugelassenen Reifen gefahren und zudem ohne fliegenden Start absolviert. Möglicherweise hatte McLaren auch diese Regel vergessen oder verdrängt(…).“
    Erstens gibt es keine offizielen Regeln für solche Rundenzeiten. Es gibt nicht einmal einen offiziellen Startpunkt.
    Zweitens hatte der Porsche 918 ebenso einen fliegenden Start was man sehr schön in dem video zu der Rundenzeit sehen kann: Er fährt die halbe Döttinger Höhe entlang und gibt dann kurz vor der letzten kurve (keine ahnung wie die heißt [danach geht es in der VLN auf die GP-Strecke]) Gas um eine schnelle Rundenzeit zu fahren.

  • 26. April 2014 um 14:57
    Permalink

    Schwacher unobjektiver „FANboy“ Artikel, das macht die peinliche selbstbeweiräucherung für Porsche auch nicht besser. 0 Sterne

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