5 Bußgeldfallen, die Sie im Winter vermeiden können

Der Winter ist da. Zwar nicht so richtig, aber trotzdem kann gerade jetzt im Januar und Februar nochmal Schnee kommen. Auch das nervige Eiskratzen in der Früh findet jetzt regelmäßiger statt. Da ist es mehr als verständlich, dass der ein oder andere Fahrer gern schon mal den Motor laufen lässt um das Auto vorzuheizen, während er die Scheiben von Schnee und Eis befreit. Was dabei jedoch nicht bedacht oder sogar billigend in Kauf genommen wird: Ein laufender Motor beim Eiskratzen schadet nicht nur der Umwelt, sondern wird vom Staat auch mit einer Geldbuße von zehn Euro bestraft. Ein recht hoher Preis für ein paar Minuten weniger frieren.


Gerade jetzt im Winter sollten Autofahrer deshalb ganz besonders auf ihr Verhalten im Straßenverkehr achten, um sich und andere zu schützen. Auch die frühzeitige Instandsetzung des Fahrzeugs spielt bei Nässe, Glatteis und Schnee eine besonders große Rolle. Denn selbst wenn die Wettervorhersagen heutzutage eine sehr hohe Genauigkeit vorweisen und die Räumdienste der Städte oftmals ihr Bestes geben, werden noch immer zu viele Autofahrer vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht.

Das birgt nicht nur vermeidbare Gefahren, sondern führt auch zu saftigen Strafen. Damit mehr Geld für die Weihnachtsgeschenke übrig bleibt, sollten Sie folgende Bußgeldfallen vermeiden:

1. Bei Schneefall ohne Licht oder zu schnell fahren

Sobald die Sicht durch Schnee oder Schneeregen eingeschränkt wird, heißt es „Licht an!“ für Deutschlands Autofahrer – und das auch bei Tag! Innerorts wartet sonst ein Bußgeld von 25 Euro, außerorts fallen bis zu 75 Euro an, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung ist bei eingeschränkter Sicht unbedingt einzuhalten. Ansonsten winken mindestens 80 Euro Strafe.

2. Schnee auf dem Autodach liegen lassen

Wer kennt es nicht – frühmorgens, man hat es mal wieder eilig in die Arbeit und das Auto ist über Nacht vom Schnee bedeckt worden. Scheiben, Blinker, Rücklicht, Scheinwerfer und Autokennzeichen freischaufeln wird schon reichen? Fehlanzeige. Das Autodach wird in der Eile oft bewusst vergessen – und das kann gefährlich werden: Der nachfolgende Verkehr und auch die eigene Sicht könnten durch herabfallenden Schnee behindert werden. Hier drohen 25 Euro Geldbuße.

3. Skigepäck nicht ordnungsgemäß verstaut

Auf dem Weg in die Ferien schnell die Skier auf das Autodach schnallen oder zu Weihnachten den Tannenbaum in den Kofferraum legen? Aber bitte ordnungsgemäß! Die Investition in einen Dachträger und eine professionelle Anbringung kann sich lohnen, denn wer hier sündigt, wird mit Geldbußen von 20 Euro bis 200 Euro haftbar gemacht.

Vorsicht gilt aber auch beim Transport in der Fahrerkabine: Ungesicherte Gegenstände können bei einer Vollbremsung mit voller Wucht nach vorn katapultiert werden.

4. Fehlender Sicherheitsabstand trotz Regen, Schnee und Glätte 

Bei starkem Regen- oder Schneefall ist nicht nur die Sicht eingeschränkt, auch der Bremsweg auf glatter Fahrbahn verlängert sich und die Gefahr des Aquaplanings steigt. Ein angemessener Sicherheitsabstand sollte deshalb nicht nur auf Autobahnen und Landstraßen eingehalten werden, sondern auch in geschlossenen Ortschaften.

In Städten und Gemeinden gilt ein gesetzlich vorgeschriebener Sicherheitsabstand von 15 Metern, bei Schnee und Regen sollte er je nach Sicht- und Straßenverhältnissen aber mindestens 30 Meter betragen. Ein Verstoß wird sonst je nach Geschwindigkeit mit bis zu 400 Euro Buße bestraft.

5. Mit Sommerreifen oder heruntergefahrenem Profil unterwegs 

Wer bei Glätte, Eis und Schneefall noch mit Sommerreifen unterwegs ist, zahlt nicht nur eine Strafe von 60 Euro, bei einem Verkehrsunfall verdoppelt sich das Bußgeld sogar und der Versicherungsschutz kann wegfallen.

Also lieber rechtzeitig einen Termin zum Reifenwechsel vereinbaren und beim nächsten Tanken auch direkt die Beschaffenheit und den Luftdruck des Reifens überprüfen. Mindestens 1,6 Millimeter tief sollte das Profil des Reifens laut Gesetz sein. Noch sicherer ist es natürlich mit etwas mehr Profiltiefe. 

Jetzt steht einer sicheren Fahrt und dem ersten Schneefall nichts mehr im Weg.

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