Porsche Mission S Studie: Jetzt wird’s wild
Mit dem Mission S zeigt Porsche, wie sich die Designidentität der Marke künftig weiterentwickeln soll. In unseren Augen: Extrovertiert, am Motorsport orientiert und Fahrer-zentriert. Das vorgestellte Modell ist zugleich der erste Ausblick auf eine neue Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des Porsche 911. Wann aus dem Mission S ein Serienmodell wird und welche Technik das Fahrzeug nutzen soll, bleibt noch offen. Die Premiere der Studie fand heute an einem Pier im New Yorker Stadtteil Queens statt – mit Blick auf Manhattan. Dort entstanden 1953 Bilder des 550 Spyder, den Porsche als ersten Supersportwagen der Marke einordnet.

Porsche Mission S: Auffällige Proportionen – etwas zu wild?
Die Studie des Porsche Mission S ist als Mittelmotor-Sportwagen klar auf Wirkung ausgelegt. Die Karosserie liegt tief, die Kotflügel sind stark ausgeprägt, die Front ist breit und flach. Runde Scheinwerfer und die charakteristische Dachlinie erinnern an vertraute Porsche-Merkmale. Bei weiteren Details verweist der Hersteller vor allem auf den GT1 und den 959.


Auf den Bildern wirkt diese Formensprache allerdings ausgesprochen extrovertiert. Besonders die Front mit ihren großen dunklen Öffnungen und den weit herausgearbeiteten Bereichen um die Räder fällt auf. Hinzu kommen ein markanter Heckabschluss und ein Felgendesign, das mit seinen großen, kontrastierenden Flächen selbst zum Blickfang wird. Porsche erklärt die Gestaltung mit historischen Vorbildern und funktionalen Anforderungen. Der Gesamteindruck ist dennoch deutlich zugespitzter als bei den bekannten Serienmodellen der Marke. Ob diese Gestaltung in ähnlicher Form in ein Serienauto einfließt, ist noch unklar.

Innenraum verbindet Rundinstrumente und digitale Anzeigen
Im Cockpit setzt Porsche auf eine Mischung aus analogen und digitalen Bedienelementen. Fünf Rundinstrumente bilden das Zentrum der Anzeige. Der Drehzahlmesser in der Mitte erhält eine analoge Nadel und ein Display im Hintergrund. Je nach Fahrmodus sollen sich sowohl die Position des Drehzahlmessers als auch die Anordnung der Instrumente verändern.
Ein fest integriertes Zentraldisplay ist im Konzept nicht vorgesehen. Stattdessen soll ein ausfahrbares, mit MagSafe kompatibles System das Smartphone bei Bedarf als Navigations- oder Informationsanzeige aufnehmen. Klassische Schalter und Tasten bleiben Teil des Bedienkonzepts. Damit will Porsche die Zahl digitaler Flächen begrenzen und die Bedienung stärker auf den Fahrer ausrichten.

Neue Plattform soll das Angebot oberhalb des 911 ergänzen
Der Mission S ist laut Porsche mehr als eine Designstudie: Er steht für die Entwicklung einer Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des 911. Geplant ist kein einzelnes Hypercar, sondern ein dauerhaftes Angebot mit unterschiedlichen Ausprägungen. Angaben zu Antrieb, Leistung, Fahrleistungen oder Preis macht Porsche auf der Premiere nicht. Damit bleibt der Mission S vorerst vor allem ein Ausblick – auf eine neue Plattform und auf eine Designrichtung, die Porsche als authentisch und zeitlos beschreibt, die auf den ersten Bildern aber vor allem eines ist: sehr auffällig.

