Expeditionsmobil Bocklet Dakar 650 mit 4×4 Allrad von Igelhaut

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Bocklet hat mehr als 25 Jahre Erfahrungen im Aus- und Aufbau von Expeditionsmobilen in verschiedensten Fahrzeug- und Preisklassen. Das neueste Projekt der Koblenzer Firma, der Bocklet Dakar 650, basiert auf einem Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI.


Made in Germany – deutsche Partner

Das Allradsystem stammt vom Fahrwerksspezialisten Igelhaut, ein deutsches Unternehmen mit Firmensitz südöstlich von Würzburg und das Basisfahrzeug ist von Mercedes-Benz, man kauft also konsequent „Made in Germany“. Spätestens beim Preis wird einem das schnell klar aber wer Qualität will muss eben etwas tiefer in die Tasche greifen.

Galerie: Bocklet Dakar 650 (2012)

Bocklet Dakar 650 (2012)
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Der Preis des hier vorgestellten Dakar 650 liegt bei 205.800 Euro. Wer exakt das gleiche Fahrzeug haben will, kann mit dieser Summe rechnen. Die Fahrzeuge an sich werden nur auf Bestellung gebaut und Bocklet versucht möglichst alle Kundenwünsche zu erfüllen, daher sind deutliche Preisschwankungen nach oben und nach unten möglich.

Vom oben genannten Verkaufspreis entfallen schätzungsweise rund 40.000 Euro auf das Fahrgestell von Mercedes-Benz inklusive Motor. Der Rest des Preises ergibt sich aus der Kabine, dem Allradantrieb und den Einbauten von Bocklet. Dafür sollte das Expeditionsmobil schon einiges bieten.

Durchzugsstarker Motor

Unter der Haube des Bocklet Dakar 650 arbeitet ein Sechszylinder-Turbodiesel mit 190 PS (140 kW). Genug Kraft, um auf der Autobahn den Blinker links zu setzten und an allen vorbei zu rauschen oder im Gelände, bei Steigungen jeglicher Art, genug Kraftreserven zu haben. Das maximale Drehmoment des Selbstzünders liegt bei 440 Newtonmetern (Nm).

Doppelbett im Heck des Dakar 650
Doppelbett im Heck des Dakar 650

Igelhaut Allradantrieb

Der Allradantrieb von Igelhaut ist permanent im Einsatz und verteilt die Kraft auf Vorder- und Hinterradachse. Wenn es einmal schwieriger wird und man Gelände abseits von festen Wegen bewältigen muss, dann lässt sich eine Untersetzung manuell dazu schalten.

Vorder- und Hinterachse können auf Wunsch mit einer 100-prozentigen Differenzialsperre ausgerüstet werden, den Aufpreis dafür kann man beim Hersteller erfragen. So hat man für jede Situation das richtige Antriebskonzept dabei, um das Bocklet Expeditionsmobil, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 5,3 Tonnen, zuverlässig voranzubringen.

Autonom unterwegs

Der Kraftstofftank hält Platz für bis zu 180 Liter Diesel bereit, in der Serienversion von Mercedes-Benz sind es lediglich 75 Liter. Über den Verbrauch hat weder Mercedes-Benz noch Bocklet eine genaue Angabe gemacht, weswegen man über die Reichweite nur spekulieren kann, um die 1.000 Kilometer sollen es laut Aussage des Herstellers aber sein.

Aufbaukabine

Der Fußboden innerhalb der GfK-Kabine ist als Sandwichboden ausgeführt. Das sorgt für eine Menge Platz im „Technikraum“ unter dem Fußboden, wo beispielsweise Elektrik, Batterie und Versorgungsleitungen untergebracht werden können.

Wohnraum

Im Innenraum hat man eine Fläche von acht Quadratmetern zur Verfügung, das Expeditionsmobil bietet auf einer Breite von 205 cm, einer Länge von 390 cm und einer Stehhöhe von 200 cm viel Platz. Der Wohnbereich des Bocklet Dakar 650 ist in klare Funktionsbereiche gegliedert und bietet Platz für vier Personen. Wirklich bequem ist es aber wohl nur zu zweit auf Reisen zu sein. Geschlafen wird im Doppel-Heckbett (140 x 200 cm), das für die Nachtruhe über die hintere Sitzbank hervorgezogen wird.

Innenraumkonzept im Bocklet Dakar 650
Innenraumkonzept im Bocklet Dakar 650

Der große Stauraum unter dem Heckbett ist nur von außen zugänglich. Das Interieur aus 16mm Sperrholz-Teak ist robust und die glatten weißen Flächen auf der Möbelfront sorgen für ein angenehmes helles Ambiente. Der Dakar 650 ist mit einer Fußbodenheizung in der gesamten Wohnkabine ausgestattet, sie bezieht ihre Wärme aus der Warmwasserheizung, die von Alde stammt. Der Frischwassertank fasst ein Volumen von 230 Liter, der Abwassertank hingegen nur 130 Liter.

Dusche, Bad, Küche und WC

Direkt hinter dem Fahrersitz ist die Nasszelle verbaut worden. Die Nasszelle mit echten Haushaltsarmaturen und einer Kassettentoilette bietet ausreichend Bewegungsfreiheit für Geschäfte jeglicher Art. Rechts neben der Nasszelle befindet sich der Durchgang zur Fahrgastzelle, er kann mit einer Türe versperrt und verschlossen werden.

Bad im Bocklet Dakar 650
Bad im Bocklet Dakar 650

Das gibt ein gutes Gefühl bei der Sicherheit, sollte der Bocklet Dakar 650 beispielsweise verschifft werden. Die Küche hat einen Drei-Flammigen Kocher und einen 80 Liter großen Kompressor-Kühlschrank zu bieten.

Elektroinstallation

Der Stromspeicher ist ja immer so eine Sache, davon kann man eigentlich nie genug haben. Bocklet hat nach Kundenwunsch einen Batteriekapazität von insgesamt 220 Ah installiert, die von einer Solaranlage auf dem Dach kontinuierlich aufgeladen wird. Wer mag kann hier auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, etwa eine Brennstoffzelle oder eine Stromgenerator mit Diesel- oder Benzinmotor, hier sind dem Kunden keine Grenzen gesetzt. Ein Automatikladegerät mit 12 Volt/50 Ampere und ein Wechselrichter mit einer Leistung von 2 kW sorgen für die richtige Spannung für alle Geräte.

Fazit: Bocklet Dakar 650

Das Expeditionsmobil von Bocklet ist mit seinen 205.000 Euro kein Schnäppchen. Vergleicht man den Innenausbau mit dem Komfort von vollwertigen Reisemobilen ist der Dakar 650 schon eine puristische Angelegenheit. Doch das Augenmerk liegt hierbei auch auf einem anderen Schwerpunkt, dem Fern-Reisen und Fahren Abseits von befestigten Wegen.

Dank guter Mercedes-Benz Ersatzteilversorgung für den Basis Sprinter, braucht man sich quasi nirgends auf der Welt Gedanken um sein Fortkommen zu machen. Wer keine Touren abseits der Straße plant, der sollte sich nach einem preisgünstigeren Modell, viel mehr, nach einem anderen Fahrzeugtyp umschauen. Ein Expeditionsmobil in Einzelanfertigung hat eben seinen Preis.

Weblinks: Bocklet Dakar

Ein Gedanke zu „Expeditionsmobil Bocklet Dakar 650 mit 4×4 Allrad von Igelhaut

  • 10. Januar 2019 um 13:51
    Permalink

    So so, auf der Autobahn mal eben links den Blinker setzten? Das Ding darf nur 100km/h auf der Autobahn und 80km/h auf der Landstrasse fahren… Da blinkt man nur zum Abbiegen…

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