Mercedes-Benz F-Cell A-Klasse (2003)

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Mit dem A-Klasse-Modell F-Cell (Baujahr 2002) schickt Daimler-Benz ein Brennstoffzellenauto in Kleinserie von 60 Stück zu weltweiten Praxistest. Ziel ist es, nachhaltige und emissionsfreie Elektromobilität zur Serienreife wachsen zu lassen. Bauliche Basis bildet die (nach verheerenden Elchtests eingeführte) V168-Reihe mit langem Radstand.


Galerie: Mercedes Benz F Cell A Klasse 2003

Mercedes Benz F Cell A Klasse 2003
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Im Gegensatz zu seinen Vorläufern, den reinen Forschungs-Prototypen „NECAR“ (der für die Brennstoffzelle benötigte Wasserstoff wird direkt im Fahrzeug aus flüssigem Kraftstoff hergestellt), soll der F-Cell auf Alltagstauglichkeit geprüft werden.

Technische Daten des Mercedes-Benz F-Cell A-Klasse:

Der drehmomentstarke Motor leistet 65 kW. Damit schafft es die leichte A-Klasse in 14 Sekunden auf 100 km/h. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h und 160 km Reichweite ist das Auto hauptsächlich für den Stadtverkehr geeignet.

Antriebsstrang, Brennstoffzelle und Wasserstofftanks befinden sich im Sandwichboden, der gleichzeitig Stabilität und gute Straßenlage beschert. Hier werden 2 Kilo gasförmigen Wasserstoffs (entspricht etwa der Leistung von 8 Litern Benzin) unter 350 bar Druck in Tanks gelagert.

Die Brennstoffzelle erzeugt elektrische Energie aus der Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff, wobei ihr Wirkungsgrad deutlich höher liegt als bei konventionellen Verbrennungsmotoren. Zusätzlich speichert ein Nickel-Metallhydrid-Akku überschüssige Energie und zurückgewonnene Bremsenergie, bei starkem Leistungsabruf unterstützt er den Motor. So kommt das kleine Kraftpaket mit einer „Tankladung“ 160 Kilometer weit.

Vor dem Start dauert es ein bisschen, bis die Hilfsaggregate aktiviert sind und das Instrumentenbord Bereitschaft anzeigt. Der Motor läuft nahezu geräuschlos, nur die Wasserstoff-Förderpumpe sorgt für akustische Untermalung. Da der F-Cell ohne Getriebe auskommt, steigt die Leistungsentfaltung gleichmäßig ohne Pausen in der Zugkraft an, bis die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist.

Klimarelevanz des Brennstoffzellenautos:

Wird der Wasserstoff mit Hilfe geothermischer Energie oder Wasserkraft hergestellt, fährt der F-Cell nachhaltig und absolut emissionsfrei – er emittiert 100% reinen Wasserdampf. Somit fallen kritische Aspekte zur Stromgewinnung weg. Optimale Energieausbeute entsteht durch Bremskraftrückgewinnung und Batterie-Speicherung.

Ab 2010 soll mit dem weiterentwickelten E-Cell-Modell ein alltagstauglicheres Auto getestet werden: Durch den auf 700 bar erhöhten Druck lässt sich mehr Wasserstoff speichern und die Reichweite steigt auf fast das Doppelte.

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