Mit Sportfahrwerk: Neuer VW ID. Buzz GTX LWB (Langversion) mit 340 PS im Fahrbericht

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Sind knapp 2,7 Tonnen für einen VW-Bus zu schwer? Die meisten – inklusive uns – würden sagen: Ja, definitiv. Doch im Zeitalter der Elektrifizierung kommt man an hohen Gewichten (noch) nicht vorbei. Ob es dann noch Sinn macht, eine sportliche Variante zu bauen, diskutieren wir im Folgenden – anhand des neuen VW ID. Buzz GTX LWB mit Sportfahrwerk, 340 PS Leistung und Allradantrieb.

Übergewicht ist ein allgemeines Problem unserer heutigen Zeit. Im Speziellen aber – wir sind nun mal ein Auto-Magazin – bei modernen Autos. Und das – nicht nur, aber eben besonders – bei Elektroautos. So auch beim frisch getesteten VW ID. Buzz GTX LWB (“long wheel base”) mit 340 PS Leistung, Allradantrieb und strammen 2,7 Tonnen Gesamtgewicht bei einer Gesamtlänge von 4,96 Meter.

Aber: Seine Antriebs- und Fahrwerksabstimmung ist, wie so oft bei Volkswagen, ausgesprochen gut gelungen. Sogar leichte Drifts lässt er zu. Dazu kommt ein schlüssiges Raumkonzept mit – in unserer getesteten Version – sechs Sitzen und großzügigen Platzverhältnissen. Und das selbst in der dritten Sitzreihe. Diese Komposition soll wahrscheinlich mindestens 76.000 Euro kosten. Die GTX-Versionen mit normalem Radstand und entsprechend normalem Akku sollen bei rund 72.000 Euro starten.

Galerie: VW ID. Buzz GTX LWB (2024)

VW ID. Buzz GTX LWB (2024)
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Der normale Radstand des ID. Buzz GTX kann maximal 1,8 Tonnen ziehen. Die LWB-Version, also der Buzz GTX mit dem langen Radstand zieht offiziell nur 1,6 Tonnen. ...

ID. Buzz GTX LWB mit Sportfahrwerk

Porsche Ingenieure bauten in den 1980er-Jahren einen 3,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor aus dem Porsche 911 in den VW T3 ein, weil ihnen auf Erprobungsfahrten der Serien-T3 zu langsam war. Heraus kamen zehn Exemplare des VW Bus Typ T3 B32 auf Caravelle-Basis.

Alle Details zum VW ID. Buzz sowie auch zur Langversion (LWB) lesen und sehen Sie in diesem Artikel.

Was das mit dem neuen VW ID. Buzz GTX zu tun hat? Naja, der Spirit ist ähnlich: Leistet der normale Bus mit Heckantrieb 210 kW, kommen bei der sportlicheren GTX-Version 250 kW zusammen. Übersetzt sind das 340 PS – und das auf alle vier Räder. Dazu kommt noch ein Sportfahrwerk mit angepasster Zug- und Druckstufe sowie optionale 21 Zoll Räder (Serie 20 Zoll), die den fahrenden Schuhkarton dann straff gefedert durch enge Kurven begleiten.

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LWB bedeutet beim ID. Buzz GTX in Zahlen: 25 Zentimeter mehr Gesamtlänge, die überwiegende Mehrheit des Plus an Länge kommt in der zweiten und dritten Sitzreihe an.

Präziser Vorderwagen

Und ja, da geht was: Relativ wenig Lenkwinkel im Sport-Modus und eine präzise Lenkungs- und Fahrwerkseinstellung führen zu direkter Befehlsumsetzung. Klar, der VW ID. Buzz GTX LWB ist kein Sportwagen, aber ein durchaus dynamisch zu handelnder Bus. Auch wenn man nicht flott fahren will ist das durchaus angenehm. Denn das macht ihn auch auf Autobahnen bei seiner Maximalgeschwindigkeit von 160 Km/h stabil und angenehm zu fahren.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 33 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen und Unternehmen zum Ausdruck.

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