Rimac Concept One: Die herausragende Technik der Elektro-Hypersportler

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Rimac ist ein kroatischer Supersportwagenhersteller, der unter anderem auch Performance-Teile für die Innovations-Schmiede Koenigsegg herstellt. Nun, wir müssen zugeben, vor dem Genfer Autosalon haben wir auch nicht wirklich etwas mit Rimac anfangen können. Doch jetzt macht es die Sache umso spannender: Die beiden Hypersportler Rimac Concept One und Concept S verfügen über 1.000 Elektro-PS, vier Elektromotoren und vier Getriebe – an jeder Radnabe eines. Ob das Sinn macht? Und wie!

Galerie: Rimac auf dem Autosalon in Genf 2016

Rimac auf dem Autosalon in Genf 2016
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Rimac auf dem Autosalon in Genf 2016

Rimac Concept One mit 1.100 PS

Die Entwicklung des Rimac Concept One startete vor rund fünf Jahren – jetzt scheint es ein fast fertiges, „in Serie“ produzierbares Fahrzeug zu sein. In Serie ist natürlich übertrieben, denn Rimac will bislang nur acht Exemplare bauen (ja, ich frage mich auch, ob man damit Entwicklungs- und Produktionskosten wieder einholen kann, aber scheinbar funktioniert es für’s Erste).

Wer ein Technik-Freak ist sollte an dieser Stelle auf jeden Fall weiterlesen, denn das Technik-Konzept ist absolut faszinierend. Fast noch herausragender als das des Koenigsegg Regera mit 1.500 PS. Kein Technik-Freak? Rund 1.100 PS und von 0 auf 100 Km/h in 2,6 Sekunden? So schnell kann man zum Weiterlesen überzeugen.

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Powertrain Concept One

Vier Elektromotoren und vier Getriebe sind für jeweils ein Rad zuständig. Die Frontmotoren verwalten eine Leistung von 675 PS, die hinteren 810 PS. Die Frontmotoren sind an jeweils ein Ein-Gang-Getriebe montiert, die Hinteren hingegen an jeweils ein Zweigang-Doppelkupplungsgetriebe.

Pro Rad ist also ein Hochleistungs-E-Motor, ein Getriebe und ein Wechselrichter montiert. Ziemlich wild. Die Gesamtleistung dieser Konstruktion beträgt unschlagbare 1.079 PS und 1.600 Nm Drehmoment. Woah!

Um diese gewaltige Energiemenge bereitzustellen, sind 8.450 Lithium-Ionen Batterie-Zellen im Mitteltunnel und hinter dem Beifahrersitz verbaut. Die Spannung liegt bei 650 Volt und die Kapazität bringt 82 kWh. Zum Vergleich: das Tesla Model S P85D kann mit einer 90 kWh Batterie geordert werden, muss aber nur knapp 700 Pferde versorgen.

Aus diesem Grund kann das Rimac Concept One auch nur 330 Km weit fahren – in welchem Fahrzyklus auch immer. Das sagt uns Rimac leider nicht. Auf deutschen Autobahnen wird das wohl auf 200 Km reduziert werden müssen.

Leichtbau mit viel Karbon

Die Karosserie ist auch beim Rimac aus Voll-Karbon; das Chassis ist aus Stahl mit Aluminium- und Karbonteilen. Das Leergewicht (Achtung, nicht Trockengewicht!) liegt bei mächtigen 1.850 Kilogramm. Das ist heftig für ein Sportwagen, aber gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass vier E-Maschinen und vier Getriebe verbaut sind. Und trotzdem wiegt der Hypersportler deutlich weniger als der neue Bugatti Chiron.

Und die Höchstgeschwindigkeit? 355 Km/h. Yupiiiiiiieeeehh!

Und die Rennversion, Rimac Concept S?

1.370 PS und 1.800 Nm. Bisschen weniger Gewicht und von 0 auf 100 Km/h in 2,5 Sekunden – Chiron-Level.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 32 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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