Test: Der VW T-Roc 2.0 TDI (190 PS) ist der stilvolle Stadt-SUV für den Landausflug

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Der Audi Q2 hat es vorgemacht – Volkswagen zieht mit dem VW T-Roc nach. Und selbst BMW steigt mit dem X2 in die Manege. Das Segment der Kompakten mit Schlechtwegefahrwerk wächst und gedeiht. Zeit für mich, mir den neuen VW T-Roc in der Diesel-Topausführung einmal genau anzuschauen und in der Nähe seiner Produktionsstätte zu testen.


VW T-Roc mit untypischem Volkswagen-Design

Der neue VW T-Roc wird im Werk in Sétubal gefertigt. Dort entstand bis vor nicht allzu langer Zeit der VW Scirocco, der die Karten des Erfolges nie so richtig auf seiner Seite hatte.

Galerie: VW T-Roc 2.0 TDI (190 PS) im Test

VW T-Roc 2.0 TDI (190 PS) im Test
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Der T-Roc sieht anders aus. Anders als ein Volkswagen sonst so aussieht. Das Frontdesign bestimmt ein großer Kühlergrill, der die beiden Frontscheinwerfer in seine Stämmigkeit integriert. Darunter sind trapezförmige LED-Leuchtbänder angelegt. Diese gibt es aber nur bei den optionalen Voll-LED-Scheinwerfern. Andernfalls muss man sich mit einem waagrechten Leuchtenband zufrieden geben. Die Kotflügel sind ausgestellt und die gesamte Karosserie verfügt über scharfe und wohl definierte Falze und Kanten.

Und obwohl der neue VW T-Roc in diesem Moment noch das kleinste SUV der Wolfsburger ist, macht seine Breite von 1,82 Meter ganz schön was her. Rundherum ist er mit Kunststoffbeplankungen versehen, damit die steinigen Wege abseits des Asphalts seine farbige Außenhaut nicht unnötig malträtieren. Insgesamt geht er zusätzlich auf Sicherheitsabstand zum Boden: 1,5 Zentimeter gegenüber dem Golf sind hier drin.

Da mein Testwagen in der Style-Ausführung konfiguriert ist, verzichtet er auf die roten Bremssättel und verfügt stattdessen über ein in Weiß gehaltenes Dach.

Perfekter Begleiter für den Schotterweg

Wer Stil und Flexibilität vereinen möchte, liegt mit dem VW T-Roc sicher nicht falsch. Er schaut gut aus, bietet im Interieur gute Platzverhältnisse auf Golf-Niveau und kann auch mal abseits befestigter Straßen eingesetzt werden. Doch da die Fensterflächen etwas kleiner sind, als die des Golf, fühlt man sich im T-Roc etwas gedrungener.

Die gute Haptik der Armaturen, das mit einer Glasfläche überzogene Multimediasystem sowie die farbigen Dekore, werten das Interieur auf. Die ausgewählten Materialien sind Kunststoff, Softtouch und Stoff sowie ein paar wenige Lederapplikationen. Details hierzu gibt es in meiner ersten Sitzprobe des T-Roc.

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Sein Fahrwerk ist stramm abgestimmt. Das hat zur Folge, dass es auf den steinigen Pisten an der Küste Cascais in Portugal schon zu Zähneklappern kommen kann. Aber besser so, denn ein zu weiches Fahrwerk würde der VW T-Roc nicht vertragen – zu extrem wäre damit seine Einfederung, die ihn im Extremfall zum Aufsetzen zwingen würde.

Mit dem in der Topversion serienmäßigen Allradantrieb 4Motion inklusive Fahrmodi- als auch Offroad-Drehschalter kommt er überall hinunter und überall hoch. Die Technik entstammt den höher positionierten Offroad-Brüdern Tiguan und Touareg. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist in dieser Version ebenfalls serienmäßig an Bord. 

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Ein Teil der frischen Farbpalette für den T-Roc.

Der kleine VW T-Roc hat mit 190 PS und 400 Nm Drehmoment viel Leistung. Das braucht man nicht unbedingt, ist aber – wie so oft – schön zu haben. Das Fahrgefühl im T-Roc ist spritzig und frisch – genau so, wie er aussieht. Der Golf hingegen ist – auch im Fahrverhalten – konservativer.

Man merkt, dass Volkswagen mit Dämmmaterial sparsam umging: sowohl der Dieselmotor als auch die Windgeräusche ab 120 Km/h sind lauter, als bei einem vergleichbaren Golf. So knurrt der Diesel beim Start vor sich hin und gibt ebenso muntere Geräusche unter Volllast von sich. Doch störend ist es nicht; schließlich ist der T-Roc auch ein Auto für die etwas gröbere Arbeit. Auch wenn er eines der stilvollsten Offroad-Kleider sein Eigen nennen kann.

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Fazit und Preis zum VW T-Roc 2.0 TDI mit 190 PS

 Optischer Eindruck  +++++
 Qualität Karosserie  +++++
 Qualität im Interieur  ++++
 Lenkung  ++++
 Fahrwerk  ++++
 Motor  +++++
 Raumangebot  ++++
 Digitales Bedienkonzept  ++++
 Innovation  +++
 Preis  +++
 Gesamteindruck  ++++
   +++++ = Maximum

Der VW T-Roc sieht gut aus, verfügt über eine attraktive Farbpalette und fährt sich unterhaltend erwachsen – auf der Straße, als auch auf Schotterpisten. Es ist kein Auto für die groben Offroad-Touren, denn dafür ist die Bodenfreiheit zu gering, aber es ist ein Auto, mit dem man den schnöden Stadt-Alltag hinter sich lassen und querfeldein ans Meer fahren kann.

In der Basisausstattung schaut er zugegebenermaßen nicht so attraktiv aus. Aber mit dieser Modellpolitik habe ich mich bei deutschen Herstellern ohnehin abgefunden. Für einen schönen T-Roc mit 150 PS starkem 2.0 Liter Dieselmotor muss man mindestens 32.000 Euro auf den Tisch legen.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 26 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft. Momentan befindet er sich in seinem Magister für Publizistik an der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de zum Ausdruck.

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