Neue Straßenverkehrsordnung: Ab 21 Km/h Fahrverbote

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Der Bundesrat hat kürzlich einer weiteren Verschärfung der Straßenverkehrsordnung zugestimmt. Künftig sollen Tempoverstöße deutlich verschärft werden. Und auch die Rettungsgassen-Nicht-Bilder sollen härter bestraft werden. Diese Änderungen sind wichtig – sofern sie durch das Verkehrsministerium umgesetzt werden. Doch das gilt als fast sicher.


Fahrverbot ab 21 Km/h innerstädtisch

Das betrifft uns fast alle: Ab 21 Km/h innerorts und ab 26 Km/h außerorts soll ein Monat Fahrverbot plus zwei Punkte in Flensburg verhängt werden. Gleichzeitig soll es ab 16 Km/h Geschwindigkeitsübertretung einen Punkt geben.

Bislang war es so, dass sämtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Pkw und Motorräder bis 20 Km/h als geringfügige Verkehrsverstöße galten und zu einem Verwarnungsgeld führten. Überschreitungen von 21 Km/h bis 30 Km/h innerorts bzw. bis 40 Km/h außerorts wurden bislang mit einem Punkt in Flensburg geahndet. Erst ab 41 Km/h außerorts wurde es ernst.

Keine Gnade bei der Rettungsgasse

Wer keine Rettungsgasse bildet zahlt 200 Euro Bußgeld und bekommt zwei Punkte in Flensburg. Dazu bekommt der- oder diejenige noch einen Punkt in Flensburg. Mindestens 240 Euro plus zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot bekommen diejenigen, die sich in der Rettungsgasse an einen Rettungswagen hängen oder die Rettungsgasse anderweitig befahren.

Parken auf Geh- und Radwegen teuer

Wer auf Geh- oder Radwegen in nicht ausgewiesenen Zonen parkt oder auf Haltestreifen hält, zahlt künftig 55 Euro. Bei tatsächlichen Behinderungen des Verkehrs oder von Fußgängern werden 70 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern

Pkw müssen beim Überholen künftig einen Mindestabstand zu Radfahrern, E-Scootern und sogar Fußgängern einhalten. Das sind über Land mindestens zwei Meter, innerorts 1,5 Meter. Willkommen in Deutschland – wer misst das nach? Steht dann Aussage gegen Aussage? Strafen sind hier aber noch nicht bekannt.

Übrigens: Wer beim Nutzen einer Radar-App erwischt wird, zahlt 75 Euro. Also: Nicht erwischen lassen.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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