Neuer VW Amarok: Der Power-Premium-Pickup jetzt mit V6-Motor

Stellen Sie sich vor, Sie wollen mit Ihrer ganzen Familie in den Baumarkt fahren um eine Palette Pflastersteine abzuholen und auf dem Rückweg mal eben querfeldein die Abkürzung nach Hause antreten. Das soll nicht gehen? Das geht sehr wohl – und zwar mit dem neuen VW Amarok. Mit „Neu“ ist jedoch keine vollumfassende Modellerneuerung gemeint, wie man sie nach einer Bauzeit von beinahe sechs Jahren erwarten könnte. Jedoch erhält er erstmalig einen V6-Motor mit ordentlich Drehmoment – eben für harte Kerle.


Volkswagen Amarok V6-2

Kraftvoller Auftritt im dezenten veränderten Gewand

Neben einigen dezenten, optisch wahrnehmbaren Designänderungen, steht vorrangig die Erweiterung des Aggregate-Angebots durch einen V6-Turbodiesel mit bis zu 225 PS im Vordergrund. Somit wird das offerierte Leistungsspektrums im Vergleich bisheriger angebotener Aggregate für den Amarok beinahe Verdoppelt.

Für einen entsprechend zügigen Vorschub steht in Zukunft ein maximales Drehmoment von 550 Nm bei 1500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Ein ordentliches Kraftpaket; Immerhin sprechen wir hier von einem Pickup! Aber eben einem mit Power.

Erwartungsgemäß gelangt die Kraft beim Topmodell über alle vier Räder auf die Straße. Weitere Antriebsvarianten wie Heckantrieb oder zuschaltbarer Allrad sowie der Gangwechsel per Hand oder mit Automatik stehen in Abhängigkeit des gewünschten Motors zur Auswahl.

So sieht das neue V6-Triebwerk aus
So sieht das neue V6-Triebwerk aus

VW Amarok als Premium-Verpackung mit Volkswagen-Genen

Damit der von Volkswagen publizierte Anspruch auf Premium nicht in den Hintergrund gerät, wurde das äußere Erscheinungsbild durch eine neu Frontschürze aufgefrischt, welche dem Fahrzeug einen sportlichen und zugleich edlen Eindruck verleiht.

Im Interieur finden wir eine ganzheitlich überarbeitete Instrumententafel, die sich durch eine unvergleichliche Übersichtlichkeit kennzeichnet – eben Typisch Volkswagen! Inwieweit hier wirklich von Premium gesprochen werden kann, muss jeder Kunde wohl für sich selbst beurteilen; Ein aufgeräumtes und funktionelles Cockpit bekommt er aber allemal.

Weder kleckern noch klotzen – der Aventura bereichert die Amarok-Familie

Mit der, jedenfalls äußerlich dezent ausgefallenen, Verjüngungskur bietet Volkswagen die neue Ausstattungsvariante „Aventura“ an. Diese wird mit Rückfahrkamera und Park Distance Control ausgestattet und an 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, BiXenon-Scheinwerfer LED-Leuchten für das Tagfahrlicht und die Seitenschweller-Beleuchtung erkennbar sein. Ein optisches Highlight ist die neugestaltete Sportsbar.

Volkswagen Amarok V6-4

Aus anderen Ausstattungsvarianten zwar bereits bekannt, wird das bisherige Rohrrahmen-Design von einem geschlossenen Profil ersetzt. Dieses streckt die Kabine optisch und verleiht dem Amarok einen noch stattlicheren Auftritt. Wie viel Abenteuer man mit dieser Ausstattungslinie wirklich erleben kann, wird sich jedoch erst noch herausstellen müssen – der Verkaufsstart ist für Ende 2016 geplant.

Der Kampf im Segment der Premium-Pickups geht weiter

Es ist nicht zu übersehen: Volkswagen will seinem Amarok mehr Premium-Flair verleihen und nimmt mit der Überarbeitung deutlichen Abstand zum klassischen Lastenesel. Damit passt man sich nicht nur den aktuellen Wettbewerbern à la Ford Ranger, Nissan Navara oder Toyota Hilux an, sondern wappnet sich auch gegen die anrollenden schwäbischen Premium-Pickup aus dem Hause Daimler.

Obwohl oder weil geradeeben die vorrangig anvisierten Absatzgebiete weiterhin Europa und Südamerika sein werden, scheint es, als möchte Volkswagen eine alternative zum klassischen SUV anbieten. Kunden sollen die erhöhte und sicherheits- sowie kontrollsuggerierende Sitzposition, gepaart mit einem praktikablen Nutzfläche angeboten bekommen ohne bei Leistung und Komfort, respektive dem Premium-Gefühl, Abstriche hinnehmen zu müssen.

Für Puristen gibt es zumindest in Südamerika immer noch den VW Saveiro als Alternative. Und wer weiß schon – vielleicht sieht man doch mal einen familiengefüllten Amarok mit einer Palette Pflastersteine auf der Pritsch querfeldein fahren. Möglich wäre es ja.

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