Opel HydroGen 1 (2000)

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Opels Traum aus dem Millenniumsjahr 2000, bis 2010 ein Zehntel der Verkaufszahlen mit Brennstoffzellenautos zu bestreiten, ist nicht in Erfüllung gegangen. Trotzdem ist der Wasserstoffantrieb noch lange nicht vom Tisch.


Galerie: Opel Hydrogen 1 2000

Opel Hydrogen 1 2000
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Im Mai 2010 haben die Rüsselsheimer im Rahmen der ?Clean Energy Partnership? (CEP) wichtige Mitstreiter zur Markterprobung des Opel Hydrogen 4 gewonnen – Ikea und Enertrag. Wir erinnern an den Opel HydroGen 1, der 2000 zu hochfliegenden Hoffnungen berechtigte.

Opel HydroGen 1: Zafira mit Elektromotor

Der Zafira diente 2000 als Basis für die Erprobung des Opel-Wasserstoffmotors. Um eventuelle Missverständnisse auszuräumen: Damals wie heute dient der Wasserstoff nicht als alternativer Treibstoff, sondern als Energieressource, die in einem Mini-Kraftwerk, dem sogenannten ?Stack? aus zweihundert Brennstoffzellen, mit Sauerstoff zu Wasser verarbeitet wird. Hierbei entsteht elektrische Energie, die in einem Hochleistungs-Akku gespeichert wird, um einen Elektromotor anzutreiben, dessen Kraft auf den Antriebsstrang übertragen wird.

An diesem Grundprinzip hat sich auch in den letzten zehn Jahren nichts geändert – lediglich Stacks, Akkus und Motoren wurden technisch verbessert. Das, was Elektroautos heute können, konnte der Opel HydroGen1 schon vor zehn Jahren: leise und emissionsfrei fahren, 400 Kilometer mit einer Tankfüllung.

Der 2000er HydroGen 1 sollte es übrigens niemals zur Serienreife bringen, sondern die Leistungsfähigkeit der neuen Technologie ausloten. Ein 75 PS starker Drehstrommotor mit einem Drehmoment von 251 Newtonmetern sorgte für den Vortrieb – mit Gemach, denn stolze sechzehn Sekunden brauchte der 1,6-Tonner, um auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit gab der Hersteller mit 140 Stundenkilometern an.

Die Beschleunigungswerte lassen vermuten, dass es möglicherweise ein wenig Zeit in Anspruch nahm, den aufgebrezelten Zafira auf dieses Tempo zu bringen. Durchaus respektable Werte für das Jahr 2000 – und wenn der Brennstoffzellenantrieb großserientauglich werden soll, werden die Leistungswerte wohl auch bei aktuellen Fahrzeugen nicht erheblich höher liegen, denn letztlich steht nicht die blanke Motorpower, sondern Ökonomie, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit der Antriebe im Vordergrund. PS-Rekorde und Beschleunigungswettbewerbe interessieren nur insoweit, als sie die Extreme der neuen Technologien markieren.

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