Sitzprobe im neuen VW T6.1 Bulli Facelift: MIB3-System und mehr Assistenz!

Die Ikone der Nutzfahrzeuge bekommt nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch viel mehr Technik! VW T6.1 heißt das Facelift aus Hannover von Volkswagen Nutzfahrzeuge, das eine neue Frontpartie bekommt, die an das Volkswagen Markendesign angelehnt ist. Im Interieur kommt das neue MIB3-System zum Einsatz sowie eine Armada an Assistenzsystemen: Erstmals gibt es digitale Instrumente und die neueste Generation der Volkswagen Infotainmentsysteme mit integrierter SIM-Card und somit permanentem Online-Zugang. Nach wie vor wird es den Bulli als Transporter, Caravelle, Multivan und California geben. Die Leistung der Motoren bewegt sich von 90 bis 199 PS – und: ihn gibt es jetzt in Kooperation mit ABT mit reinem E-Antrieb mit bis zu 400 Kilometern Reichweite. Marktstart des neuen VW T6.1 Bulli Facelifts ist Herbst 2019.


Neue Instrumententafel ist zum Fahrer geneigt

Das Facelift des VW T6.1 kommt mit neu gestalteter Instrumententafel. So ist das neue MIB3-System mit entweder 8,0- oder 9,2-Zoll großem Multimediasystem „Discover Media“ bzw. „Discover Pro“ zum Fahrer geneigt und verschmilzt mit dem optionalen Active Info Display zu einem „Digitalen Cockpit“. Durch die Kombination der digitalen Tachoeinheiten und dem MIB3-System entsteht auf einer Sichtachse eine neue, digitale Display-Landschaft der Anzeige- und Bedienelemente.

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Gewaltigste Neuerung: MIB3-System und ein zum Fahrer geneigtes Multimediasystem sowie ein neu gestaltetes Lenkrad.

Nach wie vor sind die Infotainment-Systeme der MIB2-Generation zu haben. So ist „Composition Audio“ (mit Zeilendisplay, Serie ab Grundausstattung) und das „Composition Colour“ (6,5-Zoll-Touchscreen, Serie ab Caravelle Highline, Multivan Comfortline und California Coast) meistens automatisch dabei.

Das 10,25 Zoll große Active Info Display des T6.1 ist im Multivan Highline serienmäßig an Bord. Das Display kommt von Polo und neuem Passat.

Wichtigstes neues Ausstattungsfeature aller Infotainmentsysteme ist eine integrierte SIM-Card (eSIM). Sie gehört ab dem „Composition Colour“ zur Serienausstattung und ist für das „Composition Audio“ optional erhältlich. Darüber hinaus bildet die eSIM die Schnittstelle zu „Volkswagen We“ – einer neuen Welt der Online-Dienste. Die 8,0- und 9,2-Zoll-Systeme des MIB3 bieten zudem Features wie Internet-Radio und Musik-Streaming-Dienste.

Mehr Assistenzsysteme und elektromechanische Lenkung

Die hydraulische Servolenkung des T6 wich im T6.1 einer elektromechanischen und somit aktiv ansteuerbaren Lenkung. Dies hat nicht nur ein verbessertes Fahrverhalten zur Folge, sondern öffnet auch den Zugang zu neuen Assistenzsystemen. Zu den neuen Assistenzsystemen gehört der in allen T6.1 serienmäßige Seitenwindassistent, der den Bulli automatisch stabilisiert, sobald der seitliche Wind zum Sturm wird.

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Dank der elektromechanischen Servolenkung ebenfalls neu an Bord: Das Spurhaltesystem „Lane Assist“. Es registriert via Kamera markierte Fahrbahnbegrenzungen und hält den T6.1 automatisch in seiner Spur. Das Ein- und Ausparken vereinfacht fortan der „Park Assist“. Wird er aktiviert, fädelt sich der T6.1 automatisch ein und aus; der Fahrer muss nur noch Gaspedal und Bremse bedienen. Damit beim manuellen Rangieren alles klappt, wurde aus dem Crafter der Flankenschutz für den T6.1 adaptiert. Er reduziert mittels rund um den Wagen verteilter Ultraschallsensoren das Risiko von Beschädigungen.

Maximale Anhängelast des VW T6.1 liegt bei 2,5 Tonnen

Je nach Antrieb erreicht die maximale Anhängelast des neuen VW T6.1 Bullis bis zu 2.500 Kilogramm. Das Rangieren mit einem Anhänger vereinfacht fortan der aus dem Crafter bekannte „Trailer Assist“. Er nimmt dem Fahrer das komplizierte Umdenken ab, dass er beim Rückwärtsrangieren mit einem Gespann das Lenkrad nach links einschlagen muss, damit der Anhänger nach rechts abbiegt. Per Drehknopf der elektrischen Außenspiegeleinstellung – der hier zum Joystick wird – und einer Anzeige im Cockpit stellt der Fahrer einfach den Winkel ein, mit dem der Trailer zurückgesetzt werden soll.

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Klar: die Scheinwerfer wurden noch einmal angefasst und neu gestaltet. Mit dieser Neugestaltung gab es auch noch einmal angepasste und verbesserte Voll-LED-Scheinwerfer. Klar: optional. Serie sind H7-Birnen.

Weitere Features und Abmessungen

Endlich gibt es beim VW T6.1 eine 230-Volt-Steckdose am Fahrersitz und ein abschließbares Fach in der Doppelsitzbank auf der Beifahrerseite. Auch kann besonders langes Transportgut jetzt bis unter die Beifahrerdoppelsitzbank geschoben werden (Unterladefunktion). Dadurch steigt die maximale Laderaumlänge von 2.450 mm auf 2.800 mm respektive von 2.900 mm auf 3.300 mm (verlängerter Radstand).

Serienmäßig ist der Transporter darüber hinaus mit einer separaten Laderaumschließung ausgestattet (für Fahrzeuge mit Trennwand). Dabei kann der Laderaum getrennt vom Fahrerhaus abgeschlossen werden.

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Den neuen VW T6.1 gibt es natürlich nicht nur in Fontana Rot Metallic, sondern auch in einer neuen Zweifarb-Kombination.

Erhöhter Serienumfang

Mit dem Facelift des neuen Bulli ist auch der Serienumfang erhöht worden. So hat der kommende Multivan 6.1 Trendline zum Beispiel gegenüber dem Vorgänger das Audiosystem „Composition Colour“ mit 6,5-Zoll-Touchscreen, eine elektrische Betätigung der Kindersicherung für die Türen, die neuen H7-Scheinwerfer und ein neues Leder-Multifunktionslenkrad serienmäßig an Bord.

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Beim Multivan 6.1 Comfortline kommen unter anderem die Multifunktionsanzeige „Premium“, Dekore in der Schalttafel und den Seitenverkleidungen, das „Licht & Sicht“-Paket sowie zusätzliche USB-Schnittstellen im Fahrgastraum hinzu. Die Serienausstattung des Multivan 6.1 Highline wurde darüber hinaus zusätzlich um neue LED-Scheinwerfer, die ebenfalls neuen LED-Rückleuchten, den „Park Assist“ (inklusive „Parkpilot“ vorn und hinten und Rangierbremsfunktion), das 8-Zoll-Navigationssystem „Discover Media“ und das digitale Cockpit ergänzt.

Diesel-Aggregate zwischen 90 und 199 PS

Der frontgetriebene T6.1 wird zur Markteinführung mit 2,0-Liter-Turbodieselmotoren 2.0 TDI angeboten. Die neue Grundmotorisierung leistet 90 PS; in der Leistungsstufe darüber entwickelt der 2.0 TDI nun 110 PS. Darüber rangieren eine 150 PS- sowie 199 PS-Variante. Der 150-PS-TDI kann als Sonderausstattung mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sowie dem Allradantrieb 4MOTION (Schalter oder DSG) bestellt werden. Die 199-PS-Topversion wird serienmäßig mit DSG ausgeliefert. Allradantrieb ist hier optional.

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Die Heckpartie ist die gleiche – bis auf eine neue Grafik in den Rückleuchten.

Rein elektrische Variante in Kooperation mit ABT

Den VW T6.1 gibt es auch als reinen Elektro-Bulli. In Kooperation mit dem Volkswagen Konzern-Tuner ABT entstehen zwei Varianten: beide leisten 112 PS und verfügen über Batteriekapazitäten von wahlweise 38,8 kWh oder 77,6 kWh. Damit sind Reichweiten von über 400 Kilometer (noch nach NEFZ) möglich. Nach WLTP sind dies schätzungsweise 320 Kilometer.

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Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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