Warum Audi ab nächstem Jahr die Luxusautomarke Bentley übernimmt

dd0ccf0f2b22449eb44b2477127e3566 - Warum Audi ab nächstem Jahr die Luxusautomarke Bentley übernimmt

Der Konzernumbau von Volkswagen ist in vollem Gange. Ende Oktober kam es zu Spekulationen darüber, ob Bentley bald zur Audi-Tochter wird. 


Schon seit einiger Zeit versucht Herbert Diess die Luxusmarken des Konzerns profitabel aufzustellen. Laut Medienberichten soll Bentley aber bald nicht mehr zum Volkswagen-Konzern gehören. Die in Ingolstadt ansässige Marke soll demnach die technologischen und finanziellen Aktivitäten der Briten beaufsichtigen. Doch was steckt dahinter?

Bentley macht nicht mehr genug Umsatz

Von der Luxusautomarke Bentley werden jährlich zwischen 10.000 und 11.000 Fahrzeuge verkauft, was dazu führte, dass sie 2019 einen Gewinn von ca. 65 Millionen Euro machten. Dass die Marke schwarze Zahlen schreibt war nicht immer so. Auch 2020 war nicht das stärkste Jahr in Bezug auf Umsatz. Ein weiterer beunruhigender Faktor ist der Brexit, Bentleys CEO Adrian Hallmark warnte vor einem No-Deal in dessen Folge die Gewinne um ein Viertel sinken könnten. 

Des Weiteren sollen zukünftige Bentley-Modelle nicht mehr ganz so pompös gefertigt werden, womit das Ziel verfolgt wird „nachhaltigen Luxus“ zu fördern. Außerdem sollen sich die Modelle optisch genug von den verwandten Audis unterscheiden, damit es hier im Design nicht zu Überschneidungen kommt.

Noch immer keine offizielle Stellungnahme von Volkswagen und Audi

Überlegungen zur Verschlankung des Konzerns gibt es allerdings schon seit einiger Zeit. Auch die Luxusmarke Bugatti will Volkswagen an den kroatischen Sportwagenbauer Rimac verkaufen. Über das Schicksal der Marken Lamborghini und Ducati soll ebenfalls noch entschieden werden.

Es scheint fast so, als würde sich Volkswagen somit von seinen Luxusmarken „befreien“ um sich so auf die wichtigste Gruppe „Volumen“ zu konzentrieren. Zu dieser gehören unter anderem die Kernmarke VW sowie Skoda, Seat und die leichten VW-Nutzfahrzeuge. Hier werden die meisten Fahrzeuge verkauft, mit neuen Technologien und immer wieder neuen Anpassungen an die Bedürfnisse der Fahrer. So kann man in neuen VWs mittlerweile Filme auf Netflix streamen oder aber im Online Casino777 Schweiz spielen. Hier entsteht der eigentliche Umsatz für den Konzern. 

Bisher haben sich beide Unternehmen zu den Spekulationen noch nicht geäußert. Was also passiert und vor allem wann bleibt daher weiterhin abzuwarten.

Neues Projekt Artemis für neue Edellimousine? 

Die Audi-Tochter arbeitet daran, eine neue geländegängige Edellimousine zu liefern. Das Artemis-Projekt  der Ingolstädter könnte dafür wegweisend sein. Die Projektgruppe „Artemis“ ist für Forschung und Entwicklung zuständig. Auch hierzu wollte Volkswagen bisher noch keine Stellung beziehen. 

Will Volkswagen alle seine Luxusmarken anderen Unternehmen unterstellen?

Bisher sind dies allerdings alles nur Spekulationen, da es seitens des Konzerns noch keine weiteren Äußerungen dazu gibt. Es scheint jedoch so, dass man die vom vorherigen Vorstand Ferdinand Piech gesammelten Marken nun Tochter-Unternehmen übergeben möchte. 

Auch der Autohersteller Daimler ist Medienberichten zufolge übernahmegefährdet. Dessen Börsenwert habe sich in diesem Jahr halbiert, es gibt also keinen Börsenaktionär, der hier vor einer Übernahme schützen könnte. 

In der Automobilindustrie steht wohl also nicht nur Volkswagen vor einer großen Umstrukturierung. Auch wenn bisher nichts bestätigt wurde, könnte es im nächsten Jahr diesbezüglich zu einigen Überraschungen kommen. Inwieweit solche Veränderungen innerhalb von Konzernen dann allerdings auch Arbeitsplätze kosten könnte muss ebenfalls mit bedacht werden. 

Mia Iannotta

Mia ist seit Mitte 2015 das italienische und - viel wichtiger - weibliche Herz von AUTOmativ.de. Ohne ihre unregelmäßigen Artikel wäre das Magazin lebloser und langweiliger. Mia lebt die meiste Zeit des Jahres im Großraum Rom, den Rest verbringt sie irgendwo anders. Warum sie manchmal über Automobile schreibt? Nun, als wir sie auf der Mille Miglia beobachteten, wie sie sich um die Alfisti kümmerte, konnten wir einfach nicht widerstehen.