Toyota Corolla TS 2.0l Hybrid im Test: Zeitlos geht anders

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Corolla ging, Auris kam – Auris ging. Jetzt heißt der japanische Golf wieder Corolla. So wie früher. Weil’s besser war. Und so wie der Toyota Corolla TS als 2.0l Hybrid fährt, kann man zwar keinen richtigen Autofan hinterm Ofen hervorlocken, aber als guten Nutz- und Reisekombi geht das schon klar. Trotzdem bleibt es irgendwie nicht ganz verständlich, warum der Corolla als meistverkauftes Auto der Welt gilt. Denn so richtig überzeugt bin ich von dem Auto nicht.


Starke Optik – aber vergänglich

So eindeutig habe ich das noch nie in einen Einführungstext geschrieben. Aber ja, es stimmt: Ich würde mir den Toyota Corolla Touring Sports als 2.0l Hybrid mit 184 PS nicht kaufen. So cool er irgendwie aussieht und so modern er auf den ersten Blick wirkt: Er fährt sich einfach nicht überzeugend.

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Zurück zum Anfang: Ende 2018 feierte der Toyota Corolla Touring Sports (TS) seine Weltpremiere. Das Design scheint erst einmal außergewöhnlich, doch die Zeit nagt an den wirren Kurven, Linien, Ecken, Kanten. Definitiv nichts Zeitloses stellen die Japaner mit dem Corolla dar. In ein paar Jahren bekommt wirkt das Design ziemlich sicher alt und verrückt.

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Das Cockpit ist aufgeräumt und von durchschnittlicher Qualität. Das Interieur-Design ist so aufgeregt wie das des Exterieurs.

Im Interieur geht es weiter. Zwar wirkt es auf den ersten Blick aufgeräumt – und ja, Schalter und Knöpfe sind meistens auch dort, wo man sie erwarten würde – aber schön geht anders. Die Tachoeinheit kommt einem Mäusekino gleich, das an eine Playstation von 2006 erinnert. Und das aufgesetzte Mittendisplay ist eben ein Plastik-Tamagochi in Übergröße. Schwierig.

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Unzählige verschiedene Fahrmodi

Man sieht es in unserem Video-Fahrbericht (oben) auch: Wenn man durch die Fahrprogramme scrollt, gibt es kaum ein Ende. Zwischen Eco, Comfort und Sport sowie Sport+ liegen noch einmal ein paar andere Fahrmodi, die kaum jemand zu unterscheiden weiß. Und ganz ehrlich: Sport Plus bei einem Toyota Corolla Kombi? Passt nicht.

Zwar werden unter anderem die Gaspedalkennlinie, der Hybridstrang und die Dämpfer dem jeweiligen Fahrprogramm angepasst, aber da hätten auch weniger gereicht. So kommt man mehr durcheinander, als dass es irgendwie hilft.

EV-Mode oft nicht verfügbar

Ein rein elektrisches Fahren ist theoretisch möglich. Bei unseren Tests war dies nur eingeschränkt durchführbar, weil die Batterie scheinbar einen zu niedrigen Ladestand hatte (trotz längerer Fahrten). Wenn er aktiviert werden kann, dann funktioniert es bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Km/h. Aber nur bei dem leichtesten Gasgeben springt der Ottomotor an.

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Fazit Toyota Corolla TS 2.0l Hybrid

Was man aber sagen muss: Die adaptiven Dämpfer agieren zufriedenstellend. Von fest und sportlich gefedert bis hin zu komfortabel abrollend für die Langstrecke ist alles dabei. Nur die Lenkung dürfte auch im Sport-Modus noch ein bisschen präziser sein. Und auch der Verbrauch ist in unseren Tests mit rund 9 Litern zu hoch.

Bewertung Toyota Corolla TS 2.0l Hybrid
 Optischer Eindruck +++
 Qualität Karosserie +++
 Lackqualität Karosserie ++++
 Qualität im Interieur +++
 Sitzkomfort Cockpit ++++
 Sitzkomfort Fonds +++
 Digitales Bedienkonzept ++
 Raumangebot (bezogen auf das Segment) ++++
 Innenraumgeräusch / Dämmung +++
 Lenkung +++
 Spurtreue ++++
 Fahrwerk +++
 Motor ++
 Getriebeabstimmung ++
 Innovation ++
 Preis +++
 Gesamteindruck ++
 +++++ = Maximum

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 30 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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