Porsche 911 GT3 RS (2018) – Der Sportwagenhimmel ist grün

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Porsche zeigt der Welt den neuen Porsche 911 GT3 RS (Baureihe 991.2) schon vor dem Genfer Automobilsalon 2018. Auffallend ist sofort die Farbe – lizardgrün. Damit knüpfen die Ingenieure an die Tarnfarbe des AMG GT R aus der grünen Hölle – oder dem Rennfahrerhimmel – oder den TechArt GTstreet R an. Beiden Autos steht diese Farbe und in einer immer silber-schwarz-weißer werdenden  Einheit ist sie eine willkommene Abwechslung. Die Außenhaut des Porsche 911 GT3 RS zeigt schon von weitem, dass hier ein gifitges Exemplar aus Weissach auf der Straße steht. Wie giftig genau, erklären wir euch.


Galerie: Porsche 911 GT3 RS (2018) AUTOmativ.de Stefan Emmerich

Porsche 911 GT3 RS (2018) AUTOmativ.de Stefan Emmerich
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Porsche 911 GT3 RS (2018) 991.2 Genfer Automobilsalon Weissach-Paket AUTOmativ.de Stefan Emmerich

Der stärkste Saugmotor aller Zeiten im Porsche 911 GT3 RS

Der Trend ist eindeutig, der Saugmotor wird auch bei Porsche irgendwann der Vergangenheit angehören. Bis es soweit ist, pflanzt Porsche dem neuen GT3 RS einen bärenstarken 4.0 Liter Sauger aus dem Cup-Modell ein. Etwas gezähmt und an den Alltag angepasst leistet der Sechzylinder-Boxer 520 PS und damit 20 PS mehr als im „normalen“ Porsche 911 GT3. Ab 6.000 Touren liegen die vollen 470 Nm Drehmoment an. Durch die beiden faustgroßen Endrohre der Abgasanlage entweichen die Überreste des notwendigen Zaubertranks mit einem standesgemäßen Klang.

Für alle Handschalt-Enthusiasten, der neue 911 GT3 RS kommt ausschließlich mit PDK. Das Doppelkupplungsgetriebe ist mit seinen 7 Gängen schwerer, aber in Sachen Schaltzeiten – die bei schnellen Rundenzeiten essenziell sind – kommt kein Handschalter hinterher. Der Porsche 911 GT3 RS sprintet in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Bei 312 km/h ist das Ende des Temporausches erreicht.

Rennsportgefühl durch Aerodynamik und Motorsporttechnik

Das die Gene des Porsche 911 GT3 RS aus dem Rennsport stammen ist unverkennbar. Die Optik des Neuen erinnert in Teilen an einen Mix aus dem GT3 und aus dem Porsche 911 GT2 RS. Die Schürzen des GT3 RS sind nur leicht – gegenüber dem GT3 – modifiziert worden. Der Heckflügel verliert die dritte Stützstrebe – wie beim GT2 RS. Ganze 6 cm höher baut der neue Flügel im Vergleich zum GT3. Charakteristisch sind die Luftauslässe auf den vorderen Kotflügeln. Zur deutlichen Abgrenzung gegenüber dem Porsche 911 GT2 RS bekommt der GT3 RS einen Retroschriftzug entlang der Schweller verpasst. Die Lufteinlässe auf der Fronthaube dienen zur direkten Belüftung der vorderen Bremsen. Damit fällt eine Belüftung über den Unterboden weg und hilft dadurch mehr Abtrieb an der Vorderachse zu generieren.

Passend zum leistungsgesteigerten Triebwerk hat Porsche eine Fahrwerkabstimmung entwickelt, die mit ihrer neu kalibrierten Hinterachslenkung auf höchste Dynamik und Präzision ausgelegt ist.  Das Fahrwerk mit Motorsporttechnik soll für eine überragende Fahrdynamik sorgen. Die verbauten Kugelgelenke an allen Lenkern bieten eine höhere Präzision als übliche elastokinematische Lager. 20 Zoll große Leichtbauräder mit neu entwickelten Sportreifen der Dimension 265/35 an der Vorderachse unterstützen die Agilität und Lenkfähigkeit, 21 Zoll-Räder mit Pneus der Größe 325/30 an der Hinterachse bringen die nötige Traktion.

Clubsport- und Weissach-Paket zur Optimierung des Porsche 911 GT3 RS

Inzwischen ist für jedes GT-Modell ein Clubsport-Paket ohne Aufpreis erhältlich. Der Porsche 911 GT3 RS erhält damit eine Ausrüstung für den motorsportlichen Einsatz. Das Interieur – ohnehin schon sehr puristisch – wird nochmal eine Spur sportlicher. Ein Überrollbügel, ein Motorsport-Handfeuerlöscher, die Vorrüstung für einen Batterietrennschalter und ein Sechspunkt-Gurt sorgen in Kombination mit Vollschalensitze aus Carbon, Leichtbautürtafeln mit Ablagenetz und Öffnerschlaufen sowie einer reduzierten Dämmung und der neuen Leichtbau-Fondabdeckung für das echte Rennwagengefühl.

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Das Weissach-Paket setzt für alle Rennfahrer noch einen drauf. Die Motorsportabteilung aus Weissach liefert die Abspeckkur und trimmt das Gewicht des GT3 RS auf 1.430 Kilogramm. Möglich machen das zusätzliche Carbon-Bauteile in den Bereichen Fahrwerk, Interieur und Exterieur sowie optional Magnesiumräder.

Markteinführung und Preis

Der neue 911 GT3 RS ist ab sofort bestellbar und ist auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon zu sehen. Die Markteinführung in Deutschland erfolgt ab Mitte April 2018. Der Basispreis des Hochleistungssportlers liegt bei 195.137 Euro und ist damit rund 40.000 Euro teurer als der Porsche 911 GT3.

Stefan Emmerich

Um über Automobile zu schreiben, ist es keine zwingende Voraussetzung, sich von Klein auf dafür zu interessieren. Doch bei Stefan Emmerich war das eben so. Sein Technisches Studium - Automobil-affin - ergänzt sein großes Interesse an Mobilien jeglicher Art und weiß die Bedeutung hinsichtlich Neuheiten und ihrer Details zu beurteilen.

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