Premiere Faraday Future FFZERO1 Konzept mit 1.000 PS

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Gleich zu beginn des Neuen Jahres lud das mysteriöse Unternehmen Faraday Future aus den USA, über das wir vor ein paar Wochen schon berichteten, zur CES nach Las Vegas ein. Auch wenn wir nicht live vor Ort waren, haben wir die Premiere des Elektro-Rennwagens Faraday Future FFZERO1 verfolgt. Dass ein eher sportliches Fahrzeug vorgestellt wird, ahnten wir. Dass jedoch ein Automobil vorgestellt wird, dass nichts mit der Realität zu tun hat, nicht fahren kann geschweige denn nicht einmal irgendwann an Kunden verkauft wird, ist etwas enttäuschend.


Faraday Future FFZERO1 mit 1.000 PS wird nicht verkauft

Faraday Future beherbergte bis heute Morgen ein riesiges Geheimnis über sich und seine technischen Möglichkeiten.

Galerie: Faraday Future FFZERO1 Konzept

Faraday Future FFZERO1 Konzept
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Faraday Future FFZERO1 Konzept

Die bisherige Marketing-Kampagne wirkte, als würde das Unternehmen an technologischen Meilensteinen forschen. Es wurden Bilder gezeigt, die vermeintlich inoffiziell aufgenommen wurden und auf denen der Eindruck erweckt wurde, es handele sich um ein Unternehmen bestehend aus den klügsten Köpfen dieser Erde.

Tatsächlich enttäuschte die Präsentation gestern ein wenig. Zwar nicht so stark, wie Borgward auf der diesjährigen IAA, dennoch hatten wir uns ein Konzeptfahrzeug gewünscht, mit dem man auch etwas anfangen kann. Kein virtuelles Raumschiff auf vier Rädern, das es ohnehin nie in die 335 Millionen Dollar teuren Fabrikhallen von Nevada schaffen wird.

Faraday Future erweckt mit diesen vermeintlich heimlich aufgenommenen Bildern mitten aus dem Labor den Eindruck eines Hoch-Technologie-Unternehmens
Faraday Future erweckt mit diesen vermeintlich heimlich aufgenommenen Bildern mitten aus dem Labor den Eindruck eines Hoch-Technologie-Unternehmens

1.000 PS und Allradantrieb im Faraday Future FFZERO1

Auch wenn wir erst heute Mittag herausgefunden haben, dass dieses Konzept niemals produziert wird, teilte Faraday Future heute Morgen noch mit, dass es möglicherweise eine limitierte Serie herstellen würde.

Der Bolide, der ausschließlich für die Rennstrecke gedacht ist, soll dann 1.000 PS leisten können und in unter drei Sekunden von 0 auf 100 Km/h beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit soll jenseits der 320er Marke liegen. Ziemlich langsam für so einen extremen Renner.

Milliardenschwere, chinesische Investoren

Faraday Future – oder einfach „FF“ – will bis 2020 sechs verschiedene Baureihen auf einer Plattform-Strategie auf den Markt bringen. Alle mit elektrischem Antrieb und autonom fahrend.

Angesichts der nahezu unbegrenzten finanziellen Mittel der chinesischen Investoren scheint dies für die Firma aus Kalifornien ein Leichtes zu sein. Doch sie nennt nicht eine einzige Strategie oder ein herausstechendes Merkmal, das Tesla, den VW-Konzern oder BMW in die Knie zwingen könnte.

Auch die vorgegebene Hoch-Technologie wird an diesem Abend in Las Vegas nicht sichtbar. Zwar erkennt man ein gewisses Area-Mapping des Fahrzeuges, doch den Umgebungs-Scanner für das autonome Fahren hat Tesla schon vor ein paar Monaten vorgestellt. Und die Plattform-Strategie für verschiedene Chassis und dementsprechend für verschiedene Karosserien hat Volkswagen schon vor zehn Jahren vorgestellt.

Der Höhepunkt des Abends war, als Faraday Future sich mit dem originalen iPhone verglich. Warum? So läuft das anscheinend in der Tech-Welt. Alles ist das nächste iPhone und jede App die nächste große Erfindung, die die Welt ändern wird. Doch der kleine, aber feine Unterschied ist: Apple zeigte damals einfach das funktionierende iPhone, nicht den 1.000 Terrabyte großen Prototypen des irgendwann nahenden iPhones.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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