Toyota entwickelt kabellose Aufladung von Hybrid- und Elektroautos

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Hybrid- und Elektroautos könnten die Zukunft der Mobilität werden, gerade in Städten, wo meist nur kurze Strecken zurück gelegt werden, haben batterieelektrische Autos ein enorme Chancen. Wenn da nicht das Problem der Ladeinfrastruktur wäre. Abhilfe könnte eine kabellose Ladetechnik schaffen, so wie sie beispielsweise bei Toyota bereits seit 2007 in einem weltweiten Feldversuch erprobt wird. Induktive Ladesysteme für Hybrid- und Elektroautos, ein Konzept mit Zukunft.


Toyota entwickelt kabellose Aufladung von Hybrid- und Elektroautos
Toyota entwickelt kabellose Aufladung von Hybrid- und Elektroautos © Toyota

So funktioniert die Induktionsladung

Die Technik, die Toyota für die Aufladung von Elektroautos nutzt, ist verhältnismäßig einfach. Sie macht sich das Prinzip der Induktion zunutze, das bereits 1831 von Michael Faraday entdeckt wurde.

Dabei wird eine Primärspule unter Spannung gesetzt und erzeugt dadurch ein elektromagnetisches Feld. Eine zweite Spule, die Sekundärspule (siehe Bild), befindet sich in der Reserveradmulde des Fahrzeugs, das aufgeladen werden soll.

Durch das Magnetfeld der Primärspule wird elektrische Spannung in der Sekundärspule induziert, mit der die Batterie im Fahrzeug aufgeladen wird. Umständliches hantieren mit Ladekabeln gehört somit der Vergangenheit an.

Ladezeit auf gleichem Niveau

Noch hat das System seine Schwächen, denn der Abstand zwischen Primär- und Sekundärspule sollte gering sein, damit die Aufladung mit einem hohen Wirkungsgrad erfolgen kann. Im Feldversuch von Toyota erkennt das System, das ein Fahrzeug geparkt wurde und hebt die Primärspule automatisch aus dem Boden, der Ladevorgang beginnt. Das System toleriert Ungenauigkeiten, lediglich die Ladezeit kann sich dadurch verlängern.

Taxis und Busse

Wie das induktive Ladesystem im großen Stil und mit verschiedenen Fahrzeugmodellen funktionieren soll, ist noch unklar, doch der Weg den Toyota beschreitet ist an sich recht clever. Gerade Taxis am Halteplatz oder Linienbusse könnten durch eine induktive Ladetechnik schon in naher Zukunft ihre Reichweite enorm verbessern und die Umweltbelastungen im öffentlichen Nahverkerh reduzieren.

Erste Tests ergaben, dass die Ladung via Induktion nicht länger dauert, als die Aufladung über ein konventionelles Ladekabel. Nach rund 90 Minuten Ladezeit waren die Testfahrzeuge des Modells Toyota Prius Plug-in Hybrid voll aufgeladen. Ist der Akku erst einmal voll, kann dieser Plug-in-Hybrid mit einer Tankfüllung bis zu 1.000 Kilometer weit fahren.

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