Kia Rio Hybrid (2007)

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Die Liste verschobener oder ausgesetzter Markteinführungen für Hybridautos ist lang. Auch der Kia Rio Hybrid ist entgegen mehrfacher Ankündigungen des koreanischen Herstellers niemals in Serienproduktion gegangen. Immerhin existierte eine Testflotte von 4000 Fahrzeugen, deren Praxistauglichkeit von 2007 bis 2009 erprobt wurde. Das Resultat des zweijährigen Feldversuchs ist jedoch nicht ein Kia Rio, sondern ein Kia Forte Hybrid.


Galerie: Kia Rio Hybrid 2007

Kia Rio Hybrid 2007
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Der Reiz des Durchschnittlichen

Auf dem 77. Genfer Autosalon präsentierte das koreanische Unternehmen den Kia Rio Hybrid, einen viertürigen Kompakten mit CVT-Getriebe, der von einem 90 PS starken 1,4 Liter-Benzinmotor in Verbindung mit einem 16 PS-Wechselstrom-Synchronmotor angetrieben wird.

Der Elektromotor soll vor allem die Ökonomie des Benzinmotors verbessern und Kraftstoff und Emissionen einsparen; zum rein elektrischen Fahren reicht er nicht aus. Dazu wurden auch an der Karosserie Veränderungen vorgenommen: Durch die Verwendung von Leichtbau-Elementen konnte das Gewicht um 220 Kilo verringert werden.

Das Resultat ist ein Hybridauto, das 5,2 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbraucht, die Referenzgeschwindigkeit von 100 km/h in zwölf Sekunden erreicht und maximal 180 Stundenkilometer schnell fährt. Solides Mittelmaß – und auch der CO2-Ausstoß von 126 Gramm pro Kilometer bewegt sich im Rahmen des Gewohnten. Gängige Hybridfeatures wie ein rekuperatives Bremssystem, bei dem die Bremsenergie genutzt wird, um den Nickel-Metallhydrid-Akku aufzuladen, und ein Start-Stopp-System runden das Bild ab.

Das koreanische Hybridprogramm

Das Bemerkenswerte am Kia Rio Hybridauto ist auch weniger in seinen technologischen Features und Leistungsdaten zu suchen, sondern in seinem Hintergrund: Die koreanische Regierung verfolgt ein ehrgeiziges Programm, das die Entwicklung von Hybridfahrzeugen vorantreibt und der koreanischen Autoindustrie ein solides Standbein im sich entwickelnden Hybridmarkt verschaffen, soll.

Kernstück dieses Programms ist ein großangelegter Flottentest, der mehrere tausend Fahrzeuge über einen Zeitraum von zwei Jahren auf ihre Alltagstauglichkeit und Zuverlässigkeit untersuchen soll, eins der weltweit größten Testprogramme für Zukunftstechnologien. Der Kia Forte LPI, der seit 2010 in Korea verkauft wird und deutliche Verbesserungen gegenüber dem Rio zeigt, beweist jedenfalls, dass es den Koreanern tatsächlich gelungen ist, ein alltagstaugliches und bezahlbares Hybridauto zu bauen.

Technische Daten Kia Rio Hybrid (2007)

Preis: —
Verbrauch: 5,2 Liter
CO2 Emission: 126 g/km
Typ: hybridauto
Leistung: —
Drehmoment: —
Beschleunigung 0-100 km/h: —
Höchstgeschwindigkeit:180 km/h-

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