Mercedes-Benz NECAR 4 (1999)

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NECAR 4, das vierte New Electric Car mit wasserstoffbetriebenem Motor, das Mercedes-Benz ins globale Rennen schickte, knüpfte eher an NECAR 2 als an seinen direkten Vorgänger an. Diesmal ohne Methanol-Reformer, aber mit enormer Reichweite und komplett überarbeitetem Brennstoffzellensystem, ähnelt die Studie endlich einem Personenfahrzeug anstatt einem rollenden Labor.


Galerie: Mercedes Benz Necar 4 1999

Mercedes Benz Necar 4 1999
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Alkoholfreie A-Klasse

Methanol, das Leitmotiv beim NECAR 3, spielt beim Neuen keine Rolle mehr; erst im NECAR 5 sollte man den Methanol-Reformer wiedersehen. Das auf der A-Klasse aufgebaute Brennstoffzellenauto verfügt wieder über einen Flüssigwasserstofftank, der über der Hinterachse sitzt.

Ein direkter Vergleich mit den Vorgängern zeigt, dass der Hersteller in nur wenigen Jahren Enormes geleistet hat: Der gesamte Fahrgastraum des A-Klasse-Fahrzeugs steht den Passagieren uneingeschränkt zur Verfügung, Verkleinerung von Brennstoffzelle (um 40 Prozent) und Tanksystem sind also gelungen.

Einen gewaltigen Sprung nach vorn verzeichnet Daimler bei der Energieausbeute der Ballard-Brennstoffzellenstacks, die durch verbesserte Fertigungsverfahren und die Verwendung neuartiger Bipolarplatten 40 Prozent mehr Leistung liefern.

Das satte Plus kommt der Leistung zugute: Die Reichweite erhöhte sich von 250 Kilometern (beziehungsweise 300 Kilometern beim NECAR 3) auf erstaunliche 450 Kilometer und näherte sich damit erstmals den Benzinern an. 145 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit und eine Motorleistung von 75 PS rundeten das Bild eines zukunftsfähigen emissionsfreien 5-Personen-Fahrzeugs ab.

Richtungsweisende Technik

Der Elektromotor sitzt beim NECAR 4 im Motorraum, wo er um die Antriebsachse herum konstruiert wurde. Das Getriebe sitzt in der Seite des Motors und ist über zwei Halbwellen mit den Rädern verbunden. So kann der Elektromotor bereits beim Anfahren das maximale Drehmoment zur Verfügung stellen und für einen spritzigen Start sorgen.

Die auf Koffergröße eingedampfte Brennstoffzelle sitzt wie bereits beim NECAR 3 im Sandwichboden des Fahrzeugs, ein Bauprinzip, das auch im jüngsten Daimler-Brennstoffzellenauto, dem B-Klasse F-Cell, noch verwendet wird. Zunächst aber ist für den privaten Konsumenten noch keine Nutzung vorgesehen; Anwendungsmöglichkeiten sah der Hersteller vor allem im Flottenverkehr, etwa für Liefer- und Kurierdienste oder Taxiunternehmen. Doch solange allein die Brennstoffzelle so viel kostet wie ein Luxuswagen, bleibt das Zukunftsmusik.

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