Spritspartraining: Bis zu 50 Prozent Kraftstoff einsparen

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„Kraftstoffpreise auf Rekordniveau!“, das liest man fast jede Woche mehrmals und hört es abends in den Nachrichten. Die monatlichen Unterhaltskosten eines Berufspendlers scheinen förmlich zu explodieren. Man kann sich über die Mineralölkonzerne und die Politik mit ihren „hohen Steuern“ kontinuierlich aufregen, oder die eigene Fahrweise einmal gründlich überdenken. Und wer sich dazu entscheidet, für den ist dieser Artikel mit einigen Zahlen lesenswert. Wie man effektiv Kraftstoff sparen kann, zeigt der ADAC im anschaulichen im Ratgeber Video.


Wie man es mit ganz einfachen Mitteln schaffen kann, nachhaltig weniger Kraftstoff zu verbrauchen, liegt nämlich bei weitem nicht nur am Motor, sondern vor allem an der eigenen Fahrweise.

Tipp 1: Richtig Gas geben

Zum Beschleunigen ist es wichtig, dass Gaspedal fast vollkommen durchzudrücken (3/4-Stellung), so dass die Drosselklappe des Motors weit geöffnet wird. Die Gänge sollten flott nach oben geschaltet werden, so dass man möglichst schnell im höchsten Gang ankommt. Der optimale Schaltzeitpunkt sollte bei rund 2.000 Umdrehungen/Minute liegen.

Selbst innerorts kann man problemlos im 5-Gang im fließenden Verkehr mitschwimmen. Herunter zu schalten, ist erst notwendig, wenn der Motor anfängt zu ruckeln. Je nach Motortyp und verbautem Getriebe sind so Einsparungen von 10 bis 20% möglich.

Tipp 2: Kurzstrecken vermeiden

Nahezu jeder weiß, dass ein Auto direkt nach dem Kaltstart einen höheren Spritverbrauch hat, das liegt an der Warmlaufphase. Doch wie hoch der Mehrverbrauch tatsächlich ist, ist schon erstaunlich.

Der Motor benötigt auf den ersten ein bis zwei Kilometern, umgerechnet etwa 30 Liter auf 100km, egal wie sparsam der Durchschnittsverbrauch seitens Hersteller angegeben wird. Vermeidet man unnötige Kurzfahrten, wie zum Beispiel „mal schnell zum Bäcker um die Ecke“, senkt das den Kraftstoffverbrauch in der Gesamtbilanz erheblich.

Tipp 3: Unnötigen Ballast entfernen

Messungen des ADAC haben ergeben, das eine Zuladung von 100 kg einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von etwa 0,3 Litern verursachen. Das Auto auf unnötigen Ballast zu überprüfen und leere Getränkekisten, den 5-Liter-Frostschutzbehälter oder unnütze Taschen im Kofferraum zu entfernen, bietet also ein enormes Einsparpotenzial.

Tipp 4: Dachboxen und Fahrradständer abmontieren

Noch heftiger sind die Mehrverbräuche bei Dachboxen und Fahrradständern. Alles was man nach dem Urlaub nicht mehr braucht sollte, man schleunigst vom Auto demontieren. Eine Dachbox verursacht einen Mehrverbrauch von bis zu 20 Prozent.

Ein leerer Dach-Fahrradständer treibt die Benzinrechnung um ca. 5 Prozent in die Höhe. Deutlich mehr wird es, bei Fahrten mit Fahrrädern auf dem Dach. Ab Tempo 130 km/h, so haben Messungen des ADAC ergeben, steigt der Verbrauch, um bis zu 40 Prozent an. Bei Fahrrad-Kupplungsträger (mit Fahrrädern) steigt der Verbrauch um etwa 20 Prozent.

Tipp 5: Reifendruck prüfen

Wer mit niedrigem Reifendruck fährt, bezahlt mehr. Das gilt für den Spritverbrauch genauso, wie für den erhöhten Reifenverschleiß und somit mehr Besuchen beim Reifenhändler.

Und auch aus dem Sicherheitsaspekt heraus, sollte der Reifendruck regelmäßig überprüft werden. Denn bei zu niedrigem Reifendruck, wird der Bremsweg länger und die Seitenführung in Kurvenfahrten deutlich schlechter. Schon ein Druckverlust von nur 0,2 Bar, steigert den Kraftstoffverbrauch um etwa 1 Prozent.

Anbieter für ein Spritspartraining

Wer diese Tipps in der Praxis mit einem geschulten Trainern lernen will, der kann sich bei einem ADAC Spritspartraining anmelden. Mitglieder zahlen 99 Euro, Nicht-Mitglieder zahlen 119 Euro. Hier finden Sie mehr Informationen zum Anbieter.

Auch der Naturschutzbund Nabu, bietet in regelmäßigen Abständen Spritspartrainings an, hier finden sie die nächsten Termine.

 

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